
von Thomas Schneider
Vielleicht hat der eine oder andere auch schon mal Tichys Morgenwecker gehört. In der Sendung vom 7. April 2026 heißt es unter anderem: „Der Wolf, der vor einer Woche in Hamburg einer Frau ins Gesicht gebissen hat, ist wieder freigelassen worden. Wie die Umweltbehörde in Hamburg mitteilte, wurde der Wolf mit einem Sender ausgestattet und am Ostersonntag ausgewildert. … Dies sei eine Auswilderung auf Bewährung, so die grüne Hamburger Umweltsenatorin Katharina Fegebank. – Nichts hat sie dazu gesagt, ob dem Wolf dies bereits mitgeteilt und zugestellt wurde, damit der Bescheid weiß.“
Die Redewendung „Alles im grünen Bereich“ bedeutet im Klardenken, daß alles in Ordnung ist und normal funktioniert. Das Szenario um den Wolf zeigt jene grüne Verirrung, die sich wie ein dichtes Netz – mit schwarzen und roten Fäden durchwoben – über ganz Deutschland gelegt hat.
Auch wenn bei technischen Geräten immer noch der grüne Bereich den sicheren Normalzustand markiert, ist hierzulande seit vielen Jahren – weder politisch noch geistlich – nichts mehr im Normalbereich. Den Wolf hätte man erschießen müssen, statt ihm weitere Opfer regelrecht anzubieten. Aber so ist das eben, wenn reißende Wölfe zwangsintegriert werden und sie dann in Einkaufspassagen – wie in Hamburg geschehen – einfach so „shoppen“ gehen läßt.
Wenn der Mensch meint, aus eigener Kraft alles unter Kontrolle zu haben, warnt die Bibel: „Hochmut kommt vor dem Fall und Stolz vor dem Sturz.“ Wer heute sagt, in unserem Land sei „alles im grünen Bereich“, der hat „den Schuß noch nicht gehört“ und verkennt vollkommen – wie die Hamburger Umweltsenatorin – den Ernst der Lage und lebt weltfremd in einer „Blase“. Wer den Warnschuß nicht hört oder nicht hören will, wird eines Tages eines Besseren belehrt werden müssen.
Wer als Christ so lebt, als sei bei ihm vor Gott „alles im grünen Bereich“, wird entweder erst die gelbe und dann die rote „Lampe“ zu sehen bekommen oder er überläßt Jesus Christus die Führung in seinem Leben. Dann haben reißende Wölfe, die großen geistlichen Schaden anrichten können, keine Chance. Und du darfst, wie der Psalmist, bekennen: „Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den HERRN verläßt, wird beschützt.“