
von Thomas Schneider
Im Umgangssprachlichen ist mit dem Begriff „Abzocke“ das gemeint, was der Mensch wohl fast täglich erleben muß. Ihm wird durch Täuschung, durch Verheimlichung verdeckter Kosten oder (was ethisch zutiefst verwerflich ist!) durch Ausnutzung einer Notlage mehr Geld abgeknöpft, als es fair, legitim und wahrheitsliebend wäre.
Wird ein gebrauchtes Fahrzeug angeboten, dessen Preis in keinem Verhältnis zum Wert steht oder gar noch am Tacho Manipulation betrieben wurde, handelt es sich um „Abzocke“. Die Grenze vom Legalen zum Betrug ist überschritten. Die Unwissenheit des Käufers, der meist fachunkundig ist, wird ausgenutzt.
Aufgrund staatlicher Fehlplanungen versickern jährlich Milliardenbeträge der Steuerzahler ins Bodenlose. Gelder, die dringend für Infrastruktur, Bildung, Wirtschaftswachstum usw. gebraucht würden. Die Finanzierung von Klimaschutz (Klimareligion*), Geschlechtergerechtigkeit (Genderwahn*), NGO’s (Denunziantentum*), Weltrettung (Eingriff in andere Kulturen*), globale Transformation (Weltherrschaft*), Digital Services Act (Überwachung der Bürger*), Migration (Völkervermischung*) etc. pp. dienen als ideologische Druckmittel, um den Zugriff auf das hart erarbeitete Geld und die Ersparnisse der Bürger zu legitimieren.
Solches Handeln der Obrigkeit – die nach Römer 13,4 „Gottes Dienerin, dir zum Guten“ sein soll – ist nichts anderes als „Abzocke“, ein Ausbeuten der Menschen durch Betrug, Vortäuschung falscher Tatsachen und Lügen. Die Leidtragenden der „Abzocke“ sind Menschen, die ohnehin nicht wissen, wie sie ihr Leben finanziell bewältigen sollen – insbesondere Menschen in sozialen Notlagen.
Das moderne Wort „Abzocke“ ist zwar in der Bibel nicht zu finden, wohl aber zahlreiche Parallelen, die genau das beschreiben. Gottes Wort verurteilt jede Form von Betrug, Wucher und Ausbeutung. In Sprüche 11,1 wird das Bild der manipulierten Waage angesprochen, ein bewußtes Täuschen zum Vorteil derer, die manipulieren: „Falsche (trügerische) Waage ist dem HERRN ein Gräuel; aber ein volles Gewicht ist sein Wohlgefallen.“ Gott stellt über den Propheten Micha (6,11) klar, daß Unehrlichkeit kein Kavaliersdelikt ist: „Oder sollte ich unrechte Waage und falsche Gewichte im Beutel billigen?“
Immer wieder spricht Gott dieses Thema an: „Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken noch berauben.“ (3Mo 19,13a) „Abzocke“ ist also keine harmlose „Alltagssünde“, sondern fällt klar unter Ungerechtigkeit und „jede Ungerechtigkeit ist Sünde“ (Joh 5,17). „Zweierlei Gewicht ist dem Herrn ein Gräuel“ (Spr 20,23)
Deshalb sollte es im Gehorsam gegenüber Gott Normalität sein, jede „Abzocke“ abzulehnen und erst recht sich selbst nicht zum Abzocker verführen zu lassen. Solltest du dahingehend selbst einmal schuldig geworden sein, dann nimm dir den Zöllner Zachäus (Lukas 19,8) zum Vorbild: „Wenn ich jemanden betrogen habe, gebe ich es vierfach zurück.“ – Würde so die Obrigkeit handeln und Buße tun für ihre fortwährende „Abzocke“ mit immer neuen und höheren Steuerlasten, wäre ein erster Schritt heraus aus der Gottlosigkeit getan.
* in des Volkes Munde