
von Thomas Schneider
In dieser Welt ist der Mensch ständig Versuchungen zum Bösen ausgesetzt, entweder durch Satan oder durch eigene menschliche Schwächen und Begierden.
Deshalb mahnt Jesus die schlafenden Jünger vor seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane: „Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“ (Mk 14,38)
Jeder Augenblick im Leben fordert konzentrierte Wachsamkeit. Wie schnell schafft sich die Gefühlsregung im Herzen Platz, einen Mitmenschen in eine Falle zu locken, ihn mal so richtig „auflaufen“ zu lassen. Vielleicht stacheln eigene negative Erfahrungen und daraus folgende häßliche Gedanken dazu an.
Die Redewendung „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ hat ihren Ursprung in der Bibel, in den Sprüchen Salomos, Kapitel 26, Vers 27. Diese Weisheit wird verstärkt mit einem zusätzlichen Bild: „Wer einen Stein auf andere wälzt, auf den rollt er zurück.“
An vielen Stellen belegt Gottes Wort, wie Intrigen und Verleumdungskampagnen den Verursachern zum Verhängnis wurden – hier drei Beispiele:
- Der Pharao, der alle Jungen, die den Israeliten geboren wurden, im Nil ertränken ließ (2Mo 1,22), ging schließlich selber mit seinem gesamten Heer unter in den Wassern des Schilfmeeres (2Mo 15,4).
- Haman, der Erste Minister des Königs Ahasveros, ließ einen hohen Galgen errichten, an dem er den Juden Mordochai aufhängen wollte; dann hing er wenig später selber an jenem Galgen (Est 5,14; 7,10).
- Abimelech, ein Sohn Gideons, ermordete auf einem Stein 70 seiner Brüder (Ri 9,5); später warf eine Frau einen Mühlstein Abimelech auf den Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel (Ri 9,53; Ps 7,17).
Im Psalm 7,17 steht treffend: „Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt – und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat.“
Wird auch nicht alles Hinterhältige in dieser Welt bestraft werden, so geschieht es spätestens dann, wenn Gott alle Toten in der letzten großen Versammlung zum Gericht vor seinen Thron ruft.
In der Offbarung des Johannes (20,12ff) heißt es dazu: „Vor dem Thron aber sah ich die Toten stehen, vom Größten bis zum Kleinsten. Es wurden Bücher aufgeschlagen, in denen alle Taten aufgeschrieben sind, und dann noch ein anderes Buch: das Buch des Lebens. Anschließend wurde Gericht über die Toten gehalten. Jeder bekam das Urteil, das seinen Taten entsprach… Wenn also jemand nicht im Buch des Lebens stand, wurde er in den Feuersee geworfen.“
Dann wird der, der voller Bösartigkeit anderen eine Grube gegraben hat – ohne für sein Vergehen vor Jesus Christus Buße getan zu haben – selber in eine Grube fallen, aus der er nie mehr zurückkehrt.
Wenn du an Jesus Christus glaubst, dann bist du durch Sein Blutvergießen am Kreuz von Golgatha vor dem ewigen Tod gerettet und wirst einen neuen Himmel und eine neue Erde sehen – das himmlische Jerusalem (Offb 21,1).