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Thomas Dietz: Pfarrer mit Rückgrat

Screenshot Video MWGFD

von Thomas Schneider

In der Corona-Zeit waren sie kaum anzutreffen: Pfarrer mit Rückgrat. Überall im deutschen Lande waren die Geistlichen entweder verblendet (wie Juden, die Jesus Christus als den Messias nicht erkennen), haben der politischen Führung gehuldigt (wie leider bereits in der Geschichte exerziert) oder sie hatten pure Angst vor staatlichen Repressionen.

Thomas Dietz, bis August 2025 Pfarrer in Schönfeld im Kirchenkreis Uckermark, hatte damals die politischen Maßnahmen zur Plandemie durchschaut und den Menschen die Kirchentür geöffnet, damit sie weiter unter Gottes Wort Gemeinschaft haben können, getröstet und ermutigt werden.

Während der Corona-Zeit startete Pfarrer Dietz mit dem „Malchower Format“ einer Gesprächsreihe mit prominenten Gästen – unter ihnen auch der frühere ZDF-Moderator und Bestsellerautor Peter Hahne. Obwohl dieser Pfarrer mit Rückgrat bereits ab September 2025 in den Ruhestand verabschiedet wurde, führt er noch bis zum Frühjahr 2026 die gesellschaftskritischen Veranstaltungen weiter.

Wie der Nordkurier schreibt, soll nun Schluss sein mit der Vortragsreihe, die weit über den Kirchenkreis hinaus große Beachtung fand. Der Kirchengemeinderat habe bereits bei der letzten Veranstaltung um Verständnis für seine Entscheidung gebeten, das „Malchower Format“ auslaufen zu lassen. Begründung: Es fehle „einfach die Kraft, weiter solche Höhepunkte zu stemmen“.

Ja, es braucht schon einen Kirchengemeinderat, der das Rückgrat hat, sich gegen den Mainstream zu stemmen und den mutig beschrittenen Weg von Pfarrer Dietz weiterzugehen. Aber das will man offensichtlich nicht. Vielleicht auch deshalb, weil Kirchenobere Druck aufgebaut haben? Denn die waren es doch größtenteils, die in der Corona-Zeit völlig versagt haben und nun jede Kritik verhindern müssen.

Der Nordkurier-Bericht über das Aus der beliebten Vortragsreihe hat Peter Hahne jedenfalls wütend gestimmt. Mit Blick auf das Kirchenleben sagte der Journalist gegenüber der Zeitung: „Dann sitzt da bald nur noch ein Opa meiner Generation und macht das Licht aus.“ Die „einstige TV-Größe“, wie ihn der Nordkurier zu Recht betitelt, wird am 7. Mai dieses Jahres das „Malchower Format“ wohl letztmalig besuchen und zu seinem gleichnamigen Buch die Frage in den Fokus nehmen: „Warum macht ihr uns kaputt?“

Deutschland braucht überall Pfarrer, Prediger und Evangelisten mit Rückgrat, die vor der Obrigkeit nicht einknicken, sondern aufrechten Ganges nicht nur für Aufklärung in schweren Zeiten sorgen, sondern den Menschen Trost, Mut und Zuversicht zusprechen. Wie Dietz in einem sehenswerten Interview sagte, hat er jede seiner Malchower Veranstaltungen mit Andacht und Gebet begonnen. Schließlich steht der allmächtige Gott über allem, was in dieser Welt geschieht.

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