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Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht

Foto: AG WELT

von Thomas Schneider

Die Redewendung „Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht“ ist besonders im deutschsprachigen Raum recht bekannt.

Die bildliche Vorstellung eines Krugs, der immer wieder Wasser holt, bis er schließlich bricht, macht deutlich: Der Mensch kann nicht bis ins Unendliche riskantes Handeln an den Tag legen, ohne daß es irgendwann negative Konsequenzen nach sich zieht.

Es beginnt im Kleinen: Überstrapaziert sich der Mensch in seinen alltäglichen Aufgaben und Pflichten, kann das nicht nur schwerwiegende Folgen für ihn selber haben, sondern auch auf sein Ehe- und Familienleben, auf seine Stabilität im Beruf und auf seine soziale Kompetenz in der Gemeinschaft mit anderen.

Auch wenn die Redensart „Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht“ so nicht wörtlich in der Bibel zu finden ist; Gottes Wort mahnt auf exklusive Weise an vielen Stellen zur Vorsicht.

So warnt die Bibel beispielsweise vor Ehebruch in Sprüche 6,27-29, wo es heißt: „Kann auch jemand ein Feuer unterm Gewand tragen, ohne daß seine Kleider brennen? Oder könnte jemand auf Kohlen gehen, ohne daß seine Füße verbrannt würden? So geht es dem, der zu seines Nächsten Frau geht; es bleibt keiner ungestraft, der sie berührt.“

Der Mensch weiß, daß Sünde gegen Gott – ohne Buße und Vergebung – unausweichlich zum Bruch führen muß! Gott aber will weder Unheil noch Zerstörung, sondern Heil und Frieden und bietet dem Sünder durch den Sühnetod Christi die Option zur Umkehr an: heraus aus der Sackgasse eines sündhaften Lebens, hin zu einem neuen Leben nach Gottes Wohlgefallen.

Die oben genannten Verse aus Sprüche 6 bestätigen die volkstümliche Redewendung mit Krug und Brunnen und sind eine Warnung vor der Verdammnis (Verurteilung zum Tod im Gericht Gottes), die es dann nicht (!) gibt, wenn der Mensch „ganz mit Christus Jesus verbunden“ ist (Röm 8,1).

Seit dem Sündenfall ist der Mensch geneigt, weltlichen Versuchungen nachzugeben und sich immer wieder in Sünde zu verstricken. Sein Schöpfer weiß das und hat ihm deshalb Sein Wort und Seinen Sohn zur Hilfe aus allen Nöten an die Hand gegeben. Wer aber nicht auf Gott hört und sich immer wieder der gleichen Sünde hingibt, beispielsweise fortwährend zum Brunnen des Ehebruchs geht, der bekommt – wie der Krug – den bitteren Zerbruch zu spüren.

Ja, Gott hat große Geduld mit jedem Sünder. Sie endet aber dann, wenn der Mensch das Angebot zu Buße und Umkehr mißbraucht und den Krug ständig überlastet. Der Mensch deutet Gottes Geduld gern mit den Worten: „Es passiert ja nichts“. Doch das ist ein schlimmer Trugschluß! Wer seine sündigen Wege nicht verläßt, geht nicht nur selbst vor die Hunde (Röm 2,5), sondern reißt verantwortungslos andere mit ins Verderben – seelisch und physisch.

In seiner Tiefe symbolisiert die Redewendung „Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht“ die menschliche Neigung, Warnungen oder Risiken zu ignorieren – bis es zu spät ist. Sie betont die Wichtigkeit von Verantwortungsbewußtsein und Vorsicht im täglichen Leben. Selbst mancher Christ glaubt, sich ohne Reue und Buße für sein sündiges Verhalten am Thron Gottes vorbeimogeln zu können. Für ihn wird es eine schwere Enttäuschung geben!

Selbst gegenüber dem Volk Israel verwendet Gott den Krug als Bild für die Konsequenzen fortwährenden Ungehorsams, weil es immer wieder andere Götter verehrte. Durch den Propheten Jeremia läßt Gott seinem Volk sagen: Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Augen der Männer, die mit dir gegangen sind, und zu ihnen sagen: So spricht der HERR Zebaoth: Wie man eines Töpfers Gefäß zerbricht, daß es nicht wieder ganz werden kann, so will ich dies Volk und diese Stadt zerbrechen. (Jer 19,10-11)

Du hast die großartige Chance, vor dem wunderbaren Heiland und Erlöser Jesus Christus zu bekennen, wie es in dem alten Lied Jesus nimmt die Sündern an heißt: Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade zur Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. – Der Krug muß nicht solange zum Brunnen gehen, bis er bricht. Die Entscheidung liegt ganz bei dir.

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