
von Thomas Schneider
Immer häufiger ist die Redensart „Dafür müssen wir bluten!“ zu hören, wenn die weltliche Obrigkeit übergriffig geworden ist; wenn sie die Menschen knechtet, ihnen einen „Maulkorb“ verpaßt und ihr hart verdientes Geld für idiotische Vorhaben aus der Tasche zieht. Willkür und Machtmißbrauch, Inkompetenz (inklusive Dummheit) und autoritäre Strukturen treiben so ihr böses Spiel auf dem Rücken der Menschen.
Wenn Ideologie klaren Verstand verbietet, dann verstehen sich Menschen nur noch als „Melkkühe“ eines Systems, das gegen ihre eigenen Interessen agiert und sagen es frei heraus: „Dafür müssen wir bluten!“
Das Handeln einer weltlichen Obrigkeit – wie beschrieben – ist ein Frontalangriff auf die göttliche Ordnung. Der Staat spielt Gott, bereichert sich durch Diebstahl am Volk und belügt es in einem fort. Wenn eine Obrigkeit meint, Gottes Naturgesetze umdefinieren und über das Gewissen der Menschen herrschen zu müssen, dann führt sie sich selber ad absurdum.
In der Bibel gibt es dafür ein klares Urteil: „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen“ (Jesaja 5,20). Doch auch für eine weltliche Obrigkeit, die sich gegen Gott und Seine Ordnung auflehnt, gibt es die Chance zur Umkehr. Was müßten die Regierenden tun? Sie müßten vor Gott und den Menschen ihre Schuld bekennen. Denn auch für sie hat Jesus Christus Sein teures Blut am Kreuz von Golgatha vergossen. Es gibt keine Schuld, die zu groß ist, um nicht durch das Blut Jesu Christi vergeben zu werden – vorausgesetzt, es findet eine echte Umkehr statt.
Wenn Regierende heute umkehren wollten, müßten sie tatsächlich den Weg der Demut gehen: Die Lüge stoppen, das Unrecht beim Namen nennen und die göttliche Ordnung wieder als Maßstab anerkennen. Der Schächer am Kreuz, ein Kollaborateur, erkennt in den letzten Minuten seines Lebens, daß er gerecht bestraft wurde und bittet Jesus – der unschuldig leiden mußte: „Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!“. Da sagt Jesus zu diesem Verbrecher: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23,43)
Das zeigt uns die unermeßliche Gnade Gottes: Es ist nie zu spät für eine aufrichtige Reue. Selbst wer sein ganzes Leben (oder seine ganze Amtszeit) gegen Gottes Willen gehandelt hat, findet Vergebung, wenn er seine Schuld bekennt und sich an Jesus klammert. Die Errettung hängt nicht an menschlichen Werken oder politischer Macht, sondern allein an der Annahme des Opfers Jesu. Für die Sünde des Menschen und für die Sünde der ganzen Welt mußte Jesus bluten. Wem das klar ist, für den bekommt die Redensart „Dafür müssen wir bluten!“ eine völlig andere Einordnung.