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Wo Glaube ist, da ist Hoffnung! (Teil 1)

Foto: AG WELT

von Thomas Schneider

Was ist Glaube? So mancher sagt: „Ich glaube an Gott.“ Aber was heißt das? Wenn du auf der Straße gefragt wirst „Glaubst du an Gott?“ und du sagst: „Ja!“. Und dann wird nachgefragt: „Was meinst du damit?“ Was antwortest du dann?

Ein junger Mann hat mir einmal in einem Gespräch in Hamburg vorgeworfen: „Du hast ja einen völlig blinden Glauben an einen Gott, den keiner sehen kann!“ Da konnte ich nur zustimmen. Dieser Vorwurf ist berechtigt! Denn es ist ein biblischer Vorwurf! Bei Johannes 1,18 steht: „Niemand hat Gott jemals gesehen“ Du kannst Gott nicht einfach herzeigen wie deinen Ehepartner, deine Kinder oder deine Freunde.

Als die Russen zum ersten Mal mit Sputnik in den Weltraum geflogen sind, da kamen sie zurück und haben in etwa gesagt: „So Freunde, jetzt wissen wir: Gott existiert nicht! Denn wir waren im Weltraum, haben die Sterne gesehen, aber wir haben Gott nicht gesehen.“ Schlußfolgerung: „Es gibt keinen Gott!“ – Das hätte ich diesen Astronauten schon vor ihrem Flug sagen können, weil das ja in der Bibel drinsteht: „Niemand hat Gott jemals gesehen.“

Gott ist unsichtbar, weil: Gott ist Geist! Im Johannesevangelium (4,24) steht: „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Das Auge ist das falsche Instrument, um Gott zu sehen! Das ist ungefähr so, als wenn du versuchst mit dem Fieberthermometer die Luftfeuchtigkeit zu messen. Das Fieberthermometer funktioniert und die Luftfeuchtigkeit ist auch da, aber die Messung funktioniert nicht. Sie kann nicht funktionieren! Um Gott wahrzunehmen, braucht es ein anderes Instrument als das Auge, nämlich den Glauben.

Sehen wir es doch einmal aus der Sicht eines Menschen, der nicht an Gott glaubt, aus der Sicht eines Atheisten oder Humanisten. Aus ihrer Sicht ist das Evangelium von Jesus Christus eine lächerliche Botschaft“. Auch das stimmt aus deren Sicht! Darum schreibt der Apostel Paulus in seinem 1. Brief an die Gemeinde in Korinth (1,18): „… das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen…“. Das Wort vom Kreuz ist und bleibt für Ungläubige eine Dummheit. Und ich empfehle jedem, der an das Wort vom Kreuz glaubt: Versuche es niemals klüger zu machen. Es wird nicht klüger. Das ist das Geheimnis des Glaubens.

Es ist mir nicht möglich, Gott zu zeigen. Wenn ein Atheist zu mir sagt „Glaubst du an Gott? Dann zeig ihn mir!“ – Ich kann ihm Gott nicht zeigen, das geht nicht! Aber damit zu behaupten, daß Gott nicht existiert, ist natürlich eine völlig falsche Schlußfolgerung. Wie kann ich einem Atheisten erklären, daß es Gott gibt, obwohl ich Gott nicht zeigen kann? Im Grunde ist es einfach. Ob er es dann glauben will, das ist dann eine Angelegenheit zwischen ihm und Gott.

Niemand zweifelt an der Realität von Liebe! Ich glaube, jeder von uns glaubt an die Liebe. Zeige sie mir! Wo ist die Liebe? Du kannst sie nicht beweisen. Das heißt aber nicht, daß Liebe nicht existiert. Das ist ungefähr so, als wenn du ein Klavier in 1000 Stücke zerlegst und dann sagst, daß du die Musik darin nicht finden konntest. Kommst du dann zu dem Schluß: „Es gibt keine Musik!“? Mit Schraubenschlüssel und Hammer kannst du Musik im Klavier nicht finden. Aber sie existiert!

Wie erkenne ich die Realität von Gott, auch wenn ich IHN noch nie gesehen habe, meine Ohren IHN noch nie akustisch wahrgenommen haben, ich IHN noch nie berührt habe? Durch Menschen! Durch Menschen, die im lebendigen Glauben an den lebendigen Jesus Christus leben! Ihr Leben ist ein Beleg dafür, daß Gott existiert! Menschen, die aus Glauben an Gott leben, sind der lebendige Beweis für die Existenz eines unsichtbaren Gottes.

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Teil 2 zum Thema Wo Glaube ist, da ist Hoffnung! erscheint in Kürze.

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