
von Thomas Raab
Ganz herzlichen Dank an Thomas Schneider von AG WELT für seine Stellungnahme zum Antwortleserbrief (idea Nr. 4) von Wilfried Plock (KfG) zum Leserbrief von Wolfgang Nestvogel (idea Nr. 3).
Auch mir ist dieser Leserbrief von Wilfried Plock sehr negativ aufgefallen. Statt auf die gute Argumentation von Wolfgang Nestvogel bezüglich der digitalen Notlösung von Gottesdiensten und der Übergriffigkeit des Staates in der Coronazeit einzugehen, gewinnt man den Eindruck, er arbeitet nur seine aufgestaute Aggression gegen Nestvogel ab.
Wenn Plock von dem „reformierten Theologen aus Hannover“ so spricht, als würde Nestvogel eine „auf Krawall gebürstete Sicht“ verbreiten, stellt sich doch die Frage, wer hier auf Krawall gebürstet ist?
Dieser polemische Leserbrief von Plock zeigt meines Erachtens auf, dass es ihm in seinem Leserbrief in erster Linie nicht um eine reflektierte Antwort geht, sondern vielmehr um ein verbales Abarbeiten aufgestauter Emotionen. Plock lässt sich – so scheint es – gar nicht darauf ein, dass es eben auch andere Bewertungen der Coronazeit außer seiner eigenen geben kann.
Man hat den Eindruck, seine Sicht der biblischen Aussagen zum Thema Christ und Obrigkeit bilden das Narrativ für alle Christen. Allerdings haben wir im protestantischen Raum keine päpstliche Deutungshoheit „ex cathedra“ und das ist auch gut so!