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Halloween in die Kirche holen?

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von AG WELT

Unter der Überschrift „Halloween meets (trifft) Reformation“ lädt heute, am 31. Oktober um 17:00 Uhr, die Pfarrerin Dr. Tia Pelz, in die Melanchthon-Kirche Nürnberg-Ziegelstein ein. Seit 2023 organisiert sie dort Grusel-Gottesdienste.

Wie es in einem Beitrag im Sonntagsblatt heißt, habe sie lange vergeblich gegen das heidnische Fest Halloween gekämpft. Sie sei „inzwischen … davon überzeugt: Wir können diesen Kampf nur verlieren. Gegen Verkleidung und Süßes kommt eigentlich nichts an.“ Deshalb habe sie das Gotteshaus als „Gruselkirche“ eingerichtet (siehe Fotos im Beitrag der Zeitung).

Als Pelz in Amerika lebte, habe sie das „Halloweenfieber“ erfaßt. „Die ganze Nachbarschaft“ sei unterwegs gewesen, um „ein Riesenfest“ zu feiern. Ihrer Ansicht nach würde „der Tod … nie so sichtbar und so verspottet wie zu dieser Jahreszeit“. Somit sei es wichtig, so Pelz: „Den Tod sichtbar machen und des Todes Macht verhöhnen.“ Halloween porträtiere nach ihrer Überzeugung, wie „allein aus Gnade“ (Martin Luthers reformatorische Gundüberzeugung) praktisch aussehe.

Den I-Punkt setzt Pelz mit der Aussage: „Und es ist wahrscheinlich das, was die Toten sich von uns wünschen würden. Daß wir einmal friedlich zusammen Spaß haben. Und wissen, der Tod kann uns nichts anhaben. Die Geisterwelt auch nicht. Denn Gott ist stärker.“ – Weiter heißt es, im Rückblick auf die Veranstaltung im Vorjahr: „Und dann feierten wir Gottesdienst. Mit einer echten Gruselgeschichte von der Geisterhand, die dem gotteslästernden König Belsazar seinen Tod ankündigt (nachzulesen in der Bibel im Buch Daniel, 5. Kapitel). Und mit Luthers Lieblingsrezepten gegen Angst vor den dunklen Mächten der Welt: Verkleidung und Humor, Psalm 23 und „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Da geht’s übrigens auch um Saures!). Und mit Tanzen in der Kirche. Das, so mußte Martin Luther zugeben, war zwar zu seiner Zeit undenkbar. Denn, da wären die Leute vor Schock tot umgefallen. Aber heute, fand Luther, ist es eine grandiose Form, unsere Freude über Gottes Liebe zu zeigen. Und den Teufel so richtig zu ärgern.“

Diese verirrte Pfarrerin läßt Halloween auf die Reformation los und damit Satan auf Gott. Sie spielt mit den Mächten der Finsternis und mit Gott – wie in einem Kasperletheater. Stundenlang würden, so heißt es im Beitrag, Jugendliche in der Kirche Spinnennetze spannen, Kürbisse schnitzen, Ballons aufblasen, Lichterketten aufhängen. „Dazu Snacks wie Spinneneier, blutige Fingerkekse und Wurstmumien.“ – Ein teuflisches Theater!

Diese Pfarrerin kennt keine heiligen Grenzen und scheut nicht einmal davor, Skelette in Vorgärten mit der Kreuzigung und Auferstehung Jesu zu vergleichen. Philipp Melanchthon (nach ihm ist die Kirche in Nürnberg-Ziegelstein benannt) und Martin Luther würden den ganzen Halloween-Müll und auch die verkleideten Leute samt Pfarrerin aus dieser Kirche verbannen und am Sonntag zu diesem satanischen Treiben saftige, bibeltreue Predigten halten. „Halloween meets Reformation“ marschiert in die gleiche Richtung wie „Bibel trifft Koran“ oder „Bibel trifft LSBTTIQ+“ Dieser religiöse Einheitsbrei führt geradewegs zur Hölle!

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Lesen Sie bitte auch unseren AG WELT – Flyer „Halloween – Ein Fest zum Feiern?“

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