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PRO, queer.de und Kirche in einem Boot?

Screenshot weserreport.de

von Thomas Schneider

In einer Veröffentlichung des WESER REPORT vom 22. September dieses Jahres mit der Überschrift „Wieder Ärger in der Kirche – Leitung der Bremischen Evangelischen Kirche distanziert sich von Predigt-Inhalten bei der St. Martini Gemeinde“ heißt es:

„Nachdem im christliche Medienmagazin PRO und dem Portal queer.de Kritik an Hahnes Äußerungen aufkam, sah sich die BEK zu einer Stellungnahme veranlasst.“

Die St.-Martini-Gemeinde um Pastor Olaf Latzel habe „erneut den Unmut der Leitung der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) auf sich gezogen.“ Anlass sei „unter anderem eine Rede des Journalisten Peter Hahne (ehemals ZDF), die dieser im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung unter dem Titel ‚500 Jahre protestantische Verkündigung‘ Ende August gehalten hatte.“

Hahnes Kritik an modernen Bibelauslegungen, so die Zeitung, würde von der BEK als „diskriminierende Äußerungen“ gewertet und sei „die Verbreitung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“. Eine E-Mail-Anfrage vom Vorstand der St. Martini Gemeinde, welche Redepassagen konkret gemeint seien, habe die BEK nicht beantwortet.

Im PRO-Beitrag vom 4. September wurden u.a. folgende Zitate aus der Predigt des früheren ZDF-Moderators vom 23. August veröffentlicht:

Alles Zitate, die auch von jedem anderen bibeltreuen, bekennenden Christen in dieser oder ähnlicher Form hätten gesagt werden müssen. Hahne und St. Martini aber sind Namen, die keiner mal so leicht in die Schmuddelecke verbannen kann.

Dass vom reichweitenstärksten Onlinemagazin für die LGBTI-Community queer.de am 4. September nichts anderes zu erwarten war als Hass und Hetze gegen die St. Martini Gemeinde, muss hier wohl nicht gesondert kommentiert werden.

Aus dem WESER REPORT – Beitrag könnte folgende Schlussfolgerung gezogen werden: PRO und queer.de haben Hand in Hand (vielleicht mit einer Armlänge Abstand) dafür „Sorge“ getragen, dass die BEK gar nicht mehr anders konnte, als das Vorschubleisten der „christlichen“ und queeren Medienmacher wohlwollend aufzugreifen, um das religiöse Dauerfeuer gegen die St. Martini Gemeinde am Laufen zu halten. Sitzen also PRO, queer.de und Kirche in einem Boot? Wenn dem so sei, dann wird es kentern und sang- und klanglos untergehen.

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