AG Welt

Missachtung der Menschenwürde ist tiefgreifender Angriff auf Gott!

von AG WELT

Die Missachtung der Menschenwürde ist deshalb ein tiefgreifender Angriff auf Gott, weil sie den Schöpfer des Lebens selbst attackiert.

Wer die Würde des Menschen antastet, wie beispielsweise die deutsche Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf1, der geht nicht nur brutal und unmenschlich gegen das Geschöpf Gottes vor, sondern stellt moralisch verwerfliche Geschütze gegen Gott auf. Es handelt sich also um einen massiven Angriff auf Gottes Wesen, Ehre, Heiligkeit und Wahrheit.

Gott ist der Schöpfer des Lebens – auch im Mutterleib. „Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe … Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war“ (Psalm 139,13–16). Also noch vor der Verschmelzung von Ei und Samenzelle hat Gott das von ihm neu geschaffene menschliche Leben gesehen. Erst recht wirkt Gott dann im Mutterleib aktiv am Leben des Menschen mit – und nicht erst nach der Geburt. „Deine Hände haben mich gebildet und gemacht … Leben und Gnade hast du mir gegeben.“ (Hiob 10,8–12)

Es gibt auch eine Berufung von Gott vor der Geburt – wie bei Jeremia: „Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt“ (Jeremia 1,5). Johannes der Täufer hüpft im Mutterleib, als Maria mit dem noch ungeborenen Jesus zu Elisabeth kommt (Lukas 1,41-44). Bereits im Mutterleib reagiert ein Kind auf Gottes Gegenwart.

Wenn bei einem Streit eine schwangere Frau verletzt wird und das Kind Schaden nimmt, wird das wie ein Angriff auf ein Leben behandelt, heißt es in 2.Mose 21,22-23. Das ungeborene Kind hat rechtlichen Schutz im Gesetz Gottes. „Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.“ (1.Mose 9,6)

Der Schutz des Lebens gilt ohne Abstriche (!), weil jeder Mensch Gottes Ebenbild ist (1. Mose 1,27). Gott ist HERR über Leben und Tod. „Der HERR tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf“ (1. Samuel 2,6). Leben ist nicht Besitz des Menschen, sondern Gottes Geschenk. Missachtung der Würde – etwa durch Abtreibung, Euthanasie oder Verachtung alter und schwacher Menschen – bedeutet, sich an Gottes Platz zu setzen. Das ist schwerste Gotteslästerung, Auflehnung des Menschen gegen Gottes Souveränität.

Jede Verletzung der Würde eines Menschen ist eine Verletzung gegenüber Christus selbst. Die Würde eines Menschen missachten heißt: Christus selbst missachten. Jesus sagt: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Matthäus 25,40).

Jeder Mensch, unabhängig von Alter, Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder Herkunft, trägt das „Imago Dei“ (lat.) – das Bild Gottes. Das Leben ist heilig vom ersten Augenblick im Mutterleib bis ins hohe Alter. Wer dieses Leben geringachtet, entheiligt damit Gottes Werk.

Wenn Menschen Gott und seine Schöpfung in den Schmutz ziehen ist es notwendig, gegen jede Missachtung der Menschenwürde aufzustehen, weil sie Gott seiner Ehre beraubt und Menschen ins Elend und letztlich in die Gottverlassenheit führt.

Der Marsch für das Leben in Berlin und Köln am 20. September, ab 13 Uhr, ist eine gute Gelegenheit, öffentlich für den Schutz der Menschenwürde einzutreten. Dieser friedliche Protest setzt ein sichtbares Zeichen, dass das Leben heilig ist und nicht dem Belieben des Menschen untersteht. Damit wird öffentlich Gottes gute Ordnung bezeugt. Ungeborene, Kranke und Sterbende können ihre Stimme nicht selbst erheben.

Beim Marsch für das Leben wird der gottesfürchtige Mensch zum Sprachrohr für die, die keine Stimme haben. Angesichts des schweren Unrechts ist jedes Schweigen Wind auf die Mühlen aller Gotteslästerer.„Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind! Tu deinen Mund auf und richte recht und schaffe Recht den Elenden und Armen!“ (Sprüche 31,8-9)

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1 In der Bundestagsanhörung zum Lebensrecht ungeborener Kinder sagte sie: „Meines Erachtens gibt es gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt.“ Im gleichen Kontext erklärte sie im Widerspruch zu geltendem Recht: „Menschenwürde und Lebensschutz sind rechtlich entkoppelt.“

Lesen Sie auch die AG WELT – Information „Abtreibung“ AG1059

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