25. April 2017

Mahnung in Berlin: Millionenfacher Mord

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1000 weiße Kreuze, die an den Tod abgetriebener Kinder erinnern sollen. Foto: Thomas Schneider/AGWELT

1000 weiße Kreuze, die an den Tod abgetriebener Kinder erinnern sollen. Foto: Thomas Schneider/AGWELT

von Michael Kotsch

Beim „Marsch für das Leben“ zogen am Samstag, dem 21.9.2013, über 4500 Menschen quer durch die Berliner Innenstadt, um an das tägliche Sterben zahlloser Ungeborener in Deutschland zu erinnern. Dazu eingeladen hatte der Bundesverband Lebensrecht (BVL) mit Sitz in Berlin.

Für eine öffentliche Kundgebung versammelten sich gegen 14.00 Uhr Tausende Lebensrechtler vor dem Bundeskanzleramt. Von Musikbeiträgen eingerahmt berichteten mehrere Frauen von Abtreibungen, die sie vornehmen ließen und es hinterher zutiefst bereuten. Ein Kinderarzt wies auf die zunehmende Tötung behinderter Kinder hin, eine junge Frau mit Trisomie 21 äußerte ihre Freude, nicht schon als Embryo abgetrieben worden zu sein.

Auf dem sich anschließenden Schweigemarsch durch die Innenstadt von Berlin, der vom Bundeskanzleramt aus auch am Bundesrat und am Brandenburger Tor vorbeiführte, wurden zahlreiche Transparente und weiße Kreuze getragen, die an den Tod abgetriebener Kinder erinnern sollten.

Polizei schützte Demonstranten vor Übergriffen Linksradikaler

Durch eine starke Polizeipräsenz wurden die Teilnehmer vor Übergriffen linksradikaler Gegendemonstranten geschützt. Gegen den „Marsch für das Leben“ hatte ein „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ zu Protesten aufgerufen. In heftigen Sprechchören wurden die Marschierenden beschimpft und angegriffen. „Deutschland stirbt aus, da klatschen wir Applaus!“, „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!“, „Hätt‘ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!“, „Kondome, Spirale, Linksradikale“, „Mein Bauch gehört mir!“ oder „Eure Kinder werden mal wie wir!“ skandierten die Abtreibungsbefürworter.

Einzelne Personen wurden beschimpft, Kreuze entwendet und verkehrt herum getragen, mindestens ein Kreuz wurde zerbrochen, andere wurden mit Kondomen beworfen. Mehrmals musste die Polizei hart durchgreifen. Mehrere junge Frauen entblößten ihre Oberkörper und schrien „My body, my choice“ („Mein Körper, meine Wahl“) oder „God is a rapist“ (Gott ist ein Vergewaltiger). Einige Störer versuchten mit Sitzblockaden den Demonstrationszug zu stoppen.

Schließlich erreichte der Zug den Lustgarten, direkt vor dem Berliner Dom, um einen Abschlussgottesdienst zu feiern. Weil einige Demonstranten trotz guten Zuredens die Störung des Gottesdienstes nicht beenden wollten, mussten sie schließlich von der Polizei weggetragen werden.

In der Predigt habe ich auf die Ungerechtigkeit der Abtreibung aufmerksam gemacht. Noch nie wurden in Friedenszeiten so viele Menschen legal getötet wie gegenwärtig. Allein 1,4 Millionen Kinder wurden in Deutschland seit der Jahrtausendwende durch Abtreibung umgebracht. Unglaubliches Leid ist dadurch ausgelöst worden. Nicht nur bei den verstorbenen Kindern, sondern auch bei deren Vätern und Müttern, Geschwistern und Cousins, Onkeln und Tanten. Keiner weiß, bei wie vielen potentiellen Künstlern, Lehrern, Erfindern, Vätern und Müttern das Leben durch Abtreibung verhindert wurde, bevor es richtig beginnen konnte.

Auf zum nächsten „Marsch für das Leben“ am 20. September 2014

Hoffen wir auf eine Zeit, in der nicht mehr Menschen über Leben und Tod anderer Menschen entscheiden können, weder am Anfang noch am Ende ihrer Existenz. Hoffen wir auf eine Zeit, in der alle Kinder gewollt und geliebt werden, ganz gleich wie schön oder gesund sie auch sind.

Mit dem Blick auf das 14. Kapitel des Matthäusevangeliums habe ich auf Jesus Christus hingewiesen, der an dieser Stelle Menschen in ganz verschiedenen Leiden half und sie tröstete, Menschen die aus politischen Gründen verfolgt wurden (Johannes der Täufer), Menschen die hungerten (Speisung der 5000), Menschen die unter den Naturkräften litten (die Jünger im Sturm) und Menschen die von Krankheiten niedergedrückt wurden.

Jesus Christus hört auch heute noch zu, kann eingreifen, Kraft schenken und trösten. Das gilt nicht nur für die direkten Opfer momentaner Abtreibungspraxis, sondern auch für das alltägliche Leiden der Teilnehmer des „Marsches für das Leben“. Gott sieht deren Konflikte in Familie und Arbeitsplatz, deren Leiden unter Krankheit und Mobbing, deren Depression und psychische Belastung. Im Anschluss an die Predigt gedachten die Teilnehmer des Marsches in einem stillen Gebet der Opfer der Abtreibung. Im Vertrauen auf die Führung Gottes auch in diesen ethisch-politischen Fragen folgte zum Abschluss des Gottesdienstes die Einladung zum nächsten „Marsch für das Leben“ am 20.9.2014 in Berlin. Der Vorsitzende vom Bundesverband Lebensrecht, Martin Lohmann, ermutigte die Teilnehmer dazu, im nächsten Jahr jeweils mindestens eine Person zusätzlich einzuladen und mitzubringen.

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Kommentare

  1. Wir waren zum ersten Mal dieses Jahr bei dem Marsch dabei und ich war sehr bewegt von den Eindrücken und entsetzt von dem intoleranten Auftreten der Gegendemonstranten. Wir kommen auf jeden Fall wieder und freuen uns, dass dieses Zeichen jedes Jahr größer wird!