28. Juni 2017

16. Shell-Studie: Religiosität unter Jugendlichen sinkt

Shell-Jugendstudie 2010

Shell-Jugendstudie 2010

(AG WELT) Die 16. Shell-Jugendstudie sagt aus, dass die Religiosität für Jugendliche im Osten Deutschlands überhaupt keine Rolle mehr spielt, im Westen nur noch eine geringe.

Zur Studie, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde, sind Anfang 2011 mehr als 2.500 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren unter anderem zu ihren Glaubens- und Wertvorstellungen befragt worden.

Danach bejahen nur etwa acht Prozent von den jungen Menschen aus dem Gebiet der ehemaligen DDR, dass sie an einen persönlichen Gott glauben. In den westdeutschen Bundesländern sind es 23 Prozent Jugendliche, von denen die meisten eine „Patchwork-Religion“ pflegen: eine Verknüpfung von religiösen und pseudoreligiösen Elementen und dem Aberglauben.

Die „traditionelle Religiosität“ ist bei den Jugendlichen evangelischer Konfession mit 23 Prozent am geringsten ausgeprägt. Aber auch unter katholischen Jugendlichen glauben nur noch 27 Prozent, dass der Gottesglaube eine wichtige Rolle in ihrem Leben spiele.

Unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund hat die Religiosität erheblich zugenommen und liegt bei 67 Prozent. 52 Prozent der ausländischen Jugendlichen glauben an einen persönlichen Gott.

Um welchen „Gott“ es sich bei der Umfrage handelt, lässt die Studie offen.

Die Shell-Jugendstudie ist eine empirische Untersuchung der Einstellungen, der Werte, der Gewohnheiten und des Sozialverhaltens von Jugendlichen in Deutschland, die vom Mineralölkonzern Shell seit 1953 herausgegeben und im Abstand von drei bis vier Jahren einem Wissenschaftlerteam in Auftrag gegeben wird.