27. April 2017

Generalverdacht – was sonst?

Quelle: egmond-prill.de

Egmond Prill. Foto: LICHTFANG-Kassel

Egmond Prill. Foto: LICHTFANG-Kassel

von Egmond Prill

Er war gut integriert. Er war in der Fußballmannschaft und hatte eine Lehrstelle in Aussicht. Alles perfekt aus Sicht der „Welcome-Gutmenschen“. Dabei wissen Sicherheitsbehörden auch Tage danach noch nicht einmal ob es ein Afghane oder ein Pakistaner war, der mit einer Axt seinen islamischen Blutrausch in einem Regionalzug nahe Würzburg auslebte.

Der Terror von Paris und Brüssel war noch nicht verblasst, da machte Nizza Schlagzeilen. Ein Moslem war mit einem schweren LKW auf einer Prachtstraße in eine Menschenmenge gedonnert. Die „Experten“ brauchten lange, um den islamischen Hintergrund des Todesfahrers zu ermitteln; die Medien hierzulande noch länger, um das zu melden. Dabei ist doch klar, keiner macht so etwas, es sei denn ein Moslem. Er war ein netter Nachbar, unauffällig, heißt es. Er war vor Jahren aus Tunesien gekommen und lebte seit vielen Jahren in Frankreich. Er hatte ordentliche Papiere und trank Alkohol. Also einer wie wir. Aber nun kam die Nachricht: Er habe nach IS-Vorbild und im IS-Auftrag den Massenmord ausgeführt.

Auch der moslemische Mörder von Würzburg war unauffällig und nahm alle Angebote der „Willkommenskultur“ mit, er war „gut integriert“. Übrigens: Das waren auch die Attentäter des 11. September 2001. Sie waren gut ausgebildet, studierten an einer deutschen Universität und lebten angepasst unter uns in Hamburg.

Wer mag sich vorstellen, was Leute tun, die nicht so „gut integriert“ sind?

Politiker und Medienmacher sind sich einig: Keine Pauschalisierung, keine Verallgemeinerung, kein Generalverdacht! Bei jedem Feuer in einem Asylheim sind sich die gleichen „Experten“ sofort einig: Ein Anschlag von rechts! Das posaunen anschließend auch noch eilfertig Margot Käßmann und Heinrich Bedford-Strohm von der Evangelischen Kirche. Nur Stunden später ist die gesamte antifaschistische Volksfront aufmarschiert. Dabei ist kaum noch zu zählen, wie viele dieser Brände von den Ausländern selbst gelegt wurden oder von unzufriedenen Bauleuten oder Versicherungsbetrügern. Generalverdacht gegen „rechts“ aber ist immer richtig.

Beim islamischen (Entschuldigung: „islamistischen“) Terror muss man jedoch differenzieren. Die Politiker legen rasch die Platte auf: „Das alles hat nichts mit dem Islam zu tun. Es ist nur eine kleine Minderheit. Es sind bedauerliche Einzelfälle. Die Mehrheit der Muslime ist friedlich.“

Wirklich? Es waren doch gerade die netten islamischen Nachbarn. Die haben sich dann selbst radikalisiert und sind böse geworden, weil wir nicht freundlich und freigiebig genug waren. Wir hätten noch mehr Geld in die Hand nehmen müssen. So die politisch korrekte Lesart der Meinungsmacher. Nun, selber rasieren – das geht. Sich selbst radikalisieren – wie geht das? Innerhalb von drei Tagen die Axt schärfen, die Machete wetzen oder so? Oder doch anders: Die Gewalt kommt aus der islamischen Ideologie, mitten aus dieser Lehre. Heute noch der freundliche Moslem von nebenan, morgen der Mörder. Das sind die Erfahrungen der vergangenen Wochen, auch wenn viele das nicht sehen wollen.

Der in Berlin wohnende arabisch-israelische Islam-Experte Ahmad Mansour kritisiert: „Wir müssen in der Lage sein, nicht nur nach jedem Anschlag mit der Antwort zu kommen, das hat mit dem Islam nichts zu tun“. Der Terrorismus-Experte Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik erklärte kürzlich: „Man wird nicht über Nacht Terrorist.“

Aus allen Ecken Deutschlands kommen in diesen Wochen Nachrichten, die von sexuellen Übergriffen in Freibädern und an Badeseen berichten. Das ist schon fast so etwas wie der Normalfall, es wird höchstens in lokalen Zeitungen berichtet. In Kassel wurden kürzlich zwei Jungsozialistinnen von Ausländern tätlich angegriffen und sexuell belästigt. Sie verzichteten auf eine Anzeige, um zu verhindern, dass in der Öffentlichkeit Vorurteile gegen Asylanten bedient werden. Eine Schule in Berlin entschuldigt sich offiziell bei einem Imam, solle es „zwischen der Familie und Mitarbeitern unserer Schule zu Missverständnissen gekommen sein“. Ende Mai hatte eine Lehrerin ein Gespräch mit der Familie abgebrochen, weil der Vater ihr aus religiösen Gründen nicht die Hand geben wollte. Henryk Broder hatten schon vor Jahren ein Buch getitelt: „Hurra, wir kapitulieren!“

Allerorten Probleme mit dem Islam, nahezu alle unsere Lebensbereiche sind betroffen und im Land selbst sind wir nicht mehr sicher.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker empfahl nach den islamischen Gewaltorgien der Silvesternacht: Abstand auf Armlänge! Heißt das: Lieber die Straßenseite wechseln, die Straßenbahn verlassen, nicht mehr mit dem Zug fahren? Abstand halten zu Ausländern? Haben wir das so richtig verstanden?

Die Gutmenschen tönen allerorten: „Islam heißt Frieden, die überwiegende Mehrheit ist friedlich und integriert.“ Vielleicht dem Schein nach, wie uns schmerzlich die Wirklichkeit zeigt. Heute der nette Student, der er nie war – morgen der islamische Mörder. Im Islam gibt es die Pflicht zur „Verhüllung“, zur „taqiyya“. Es ist geboten sich anzupassen, auch religiöse Pflichten zu vernachlässigen, sogar den eigenen Glauben zu leugnen, um danach Stärke zu zeigen.

Während diese Zeilen notiert werden…

Freitag – ein in Deutschland geborener Iraner läuft Amok in München, mordet neun und verletzt dutzende Menschen.

Sonntagnachmittag – ein Asylbewerber aus Syrien erledigt in Reutlingen mit der Machete ein Frau auf der Straße und verletzt weitere Passanten.

Sonntagabend – ein 27-jähriger Syrer kommt zu einem Musikfestival nach Ansbach, sprengt sich am Eingang in die Luft und verletzt viele Menschen.

Generalverdacht – was denn sonst? Danach können wir uns über positive Ausnahmen freuen.

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Egmond Prill ist Journalist, Theologe und Israelkenner, geb. 1956. Er studierte Theologie in Berlin und Leipzig und absolvierte das erste und zweite Theologische Examen. Spezielle Studien: Altes Testament, Jüdische Geschichte und Philosophie. Egmond Prill hält Vorträge, Seminare und Fachreferate zu den Themen: Nahost, Israel und jüdisches Leben sowie Medien. Er spricht auf Einladung in Schulen und Gymnasien über Israel und Medienthemen. Er ist Leiter der Christlichen Medienakademie und hat sich u.a. in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Presse spezialisiert – dazu hält er Seminare und auf Anfrage Inhouse-Schulungen. Egmond Prill ist verheiratet und wohnt seit 1992 in Kassel.