27. März 2017

Lindsey Stirling – Megastar und Mormone

Lindsey Stirling, Foto: youtube.com/user/lindseystomp

Lindsey Stirling, Foto: youtube.com/user/lindseystomp

(AG WELT) Kaum jemand begeistert momentan junge Menschen so sehr für klassische Musik und traditionelle Instrumente wie die US-amerikanische Violinistin Lindsey Stirling.

Ihre gekonnte Verbindung von virtuosen Geigenspiel und kreativer Choreographie gefällt Millionen von Menschen. An originellen Plätzen tanzt sie und spielt dabei mitreißend auf ihrer Violine.

Außerordentlich bekannt wurde die junge Künstlerin durch die Musik-Clips auf ihrem YouTube-Kanal. Ihr Weihnachts-Musikvideo mit dem Titel „Hallelujah“ wurde allein innerhalb von zwei Wochen von 9 Millionen Menschen gesehen (2015).

Mit dem deutschen Musikpreis Echo ausgezeichnet

Bereits im Alter von sechs Jahren lernte Stirling auf eigene Initiative hin Geigenspielen. Mit 16 komponierte sie ihre ersten Musikstücke. 2007 eröffnete Stirling den YouTube-Kanal lindseystomp, auf dem sie seither viele ihrer Musikvideos veröffentlichte. In der Zwischenzeit hat der Kanal weit über eine Milliarde Videoaufrufe und über 7,5 Millionen Abonnenten. Durch ihre Teilnahme an der fünften Staffel von America’s Got Talent wurde Stirling 2010 amerikaweit bekannt. 2013 startete sie ihre erste Welttournee auf der sie auch in Deutschland vor ausverkauften Hallen spielte. Sowohl 2014 als auch 2015 wurde Sterling mit dem deutschen Musikpreis Echo ausgezeichnet. 2015 erhielt sie den YouTube Music Award als Künstler des Jahres.

Kritik an Religionsgemeinschaft der Mormonen

In ihren neueren Musikvideos bekennt sich Sterling mutig zu ihrem Glauben an Gott und an Jesus Christus. Dabei erzählt sie von ihren persönlichen Krisen, ihren tiefen Minderwertigkeitsgefühlen als Jugendlicher und ihrer Magersucht. In diesen schwerwiegenden Problemen habe ihr Jesus Christus geholfen, so die Künstlerin. Es scheint ihr nur wenig auszumachen, durch diese Äußerungen schwach oder als religiös überspannt wahrgenommen zu werden.

Gleichzeitig aber bekennt Sterling auch freimütig Mormone zu sein. Sie wuchs schon in einem mormonischen Umfeld auf und absolvierte 2015 ein Studium an der mormonischen Brigham Young University in Provo / Utah. An dieser Stelle wird deutlich, dass Sterling nicht für den christlichen Gott und den biblischen Jesus Christus wirbt. Christen sollten beachten, dass die 1830 von ihrem Prophet Joseph Smith gegründete Religionsgemeinschaft der Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) in erheblichem Maße vom christlichen Glauben und von den Aussagen der Bibel abweicht. Dazu gehören nicht nur die lange Zeit praktizierte Polygamie, die mit internen Offenbarungen begründete Diskriminierung Farbiger und Gewaltanwendungen gegen Andersgläubige, sondern auch einige grundlegende theologische Sonderlehren:

1. Bei den Mormonen gibt es neben der Heiligen Schrift noch drei andere verpflichtende Offenbarungen, die z.T in krassem Gegensatz zu den Aussagen der Bibel stehen (Das Buch Mormon, Lehre und Bündnisse, Die köstliche Perle). 2. Mormonen glauben, selbst zu Gott werden zu können. 3. Mormonen sprechen von einer göttlichen Familie im Himmel. Gott hätte eine reale Frau, mit der er zahlreiche Kinder gezeugt habe, die sich jetzt auf der Erde bewähren sollen. 4. Für Mormonen war Jesus Christus lediglich ein normaler Mensch, der sich zu seinem Status als Gott heraufgearbeitet habe. 5. In geheimen Ritualen schließen Mormonen vorgeblich Ehen für alle Ewigkeit. Sie hoffen, zukünftig auf einem eigenen Planeten mit der ihnen zugesiegelten Frau zusammenleben zu können. 6. Durch stellvertretende Rituale in ihren Tempeln wollen Mormonen ihre verstorbenen nichtmormonischen Vorfahren im Jenseits zu echten Mormonen machen. 7. Für Mormonen ist Jesus Christus eher ein Vorbild oder ein älterer Bruder, als derjenige, der für ihre Sünden gestorben ist.

Mehr zu Geschichte und Glauben der Mormonen in folgenden Videos:

Die Mormonen – Geschichte

Die Mormonen – Lehre

Die Mormonen – Zitate aus Literatur der Mormonen