19. Oktober 2017

Staatliche Zwangserziehung

Michael Kotsch. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Michael Kotsch. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Von Michael Kotsch

Da freuen sich Grüne und Linke. Das als „Herdprämie“ diffamierte Betreuungsgeld ist vom Bundesverfassungsgericht als unrechtmäßig abgelehnt worden.

Wo käme man denn auch hin, wenn Eltern, die ihre Kleinkinder lieber selbst erziehen, eine staatliche Unterstützung erhalten. Das entspricht so garnicht einem linken Konzept vom Menschen und der Gesellschaft.

Demnach soll sich jeder individuell und alleine möglichst frei vergnügen und selbst verwirklichen. Die Erziehung seiner Kinder soll der brave Bürger gefälligst dem Staat überlassen, der ohnehin am besten weiß, was die nächste Generation denken und machen soll.

Frühsexualisierung und Unterdrückung christlichen Glaubens passen ins Bild

Weil es dem beabsichtigten Zweck dient, unterstellt man Müttern gerne, sie könnten ihre eigenen Kinder nicht professionell genug erziehen und sollten diese Arbeit deshalb besser dem Personal überlassen, dass in seiner Ausbildung lange genug von einem linken humanistischen Menschenbild geprägt wurden.

Eine Frühsexualisierung der Kinder und Unterdrückung christlichen Glaubens in einem Großteil der Kindergärten passen da genau ins Bild. Ebenso die mangelnde Entwicklung der Bindungsfähigkeit und die Einübung esoterischer Praktiken. Intelligenten Müttern wird geradezu ein schlechtes Gewissen eingeimpft, wenn sie sich selbst um ihre eigenen Kinder kümmern, statt sie einer öffentlichen Einrichtung zu übergeben.

Es braucht mehr Mut, sich frei und vor Gott zu entscheiden

Offensichtlich braucht es wieder mehr Mut, sich frei und vor Gott zu entscheiden, was dran ist. Kinder, die unter staatlicher Obhut aufgezogen werden, nehmen das dort vermittelte Gedankengut als Grundlage mit in ihr Leben. Eltern, denen auch andere Werte wichtig sind sollten sich trotz eines künstlich erzeugten gesellschaftlichen Drucks entscheiden, Zeit für Kinder zu nehmen – auch ohne Betreuungsgeld. Und sie sollten Eltern nicht nur belächeln, wenn sie auf einer Party nicht von irgendwelchen neuen spannenden Projekten aus dem Berufsleben oder einer kostspieligen Urlaubsreise zu erzählen wissen.