28. Juni 2017

Unser Missionswerk wird 40 Jahre

Ernst Martin Borst, Gründer der AG WELT e.V., Foto: Thomas Schneider/agwelt

Ernst Martin Borst, Gründer der AG WELT e.V., Foto: Thomas Schneider/agwelt

Von Ernst Martin Borst (Gründer)

Liebe Glaubensgeschwister, meine Frau und ich machen selten Urlaub. Doch wenn wir einmal eine Reise unternehmen, zieht es uns in die Berge. Am liebsten fahren wir dann ins Berchtesgadener Land und erfreuen uns am Bergwandern. Wenn man dort ein bestimmtes Ziel erreichen will, sind zwei Dinge wichtig: eine gute Wanderkarte und intakte Wegweiser. Ohne diese Hilfsmittel ist es fast unmöglich, das ausgesuchte Ziel zu erreichen.

Die Frage nach dem richtigen Weg

Wenn man bedenkt, dass es weltweit mehrere 10 000 verschiedene Religionen, Philosophien, Weltanschauungen, Sekten und Kulte gibt, so ist die Frage nach der richtigen „Wanderkarte“ und dem richtigen „Wegweiser“ mehr als berechtigt. Wie und wo finde ich den richtigen Weg? Wo oder von wem bekomme ich die richtige „Wanderkarte“?

Mit diesen Fragen und deren Beantwortung begann vor 40 Jahren die Arbeit unseres Missionswerkes. Durch die Gnade Gottes durften die Gründer unserer Arbeitsgemeinschaft erkennen: Es ist unser Auftrag, den suchenden Menschen zu sagen, dass die Bibel die einzig richtige „Wanderkarte“ (Ps 119, 105) und Jesus Christus allein der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Joh 14, 6). Als kirchenunabhängiges Werk vermitteln wir generationsübergreifend notwendiges Wissen über Religionen, Sekten, Kulte und Weltanschauungen und bewerten deren Veränderung, stehen Menschen zur Seite, die Opfer von Sekten und kultischen Handlungen geworden sind und bieten ihnen Orientierung. Wie Petrus bekennen wir vor Jesus: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ (Joh 6, 68)

Immer mehr Menschen suchen Rat

In den zurückliegenden vier Jahrzehnten konnten wir viele Publikationen veröffentlichen. Immer wieder wurden wir zu Vortragsveranstaltungen und Predigtdiensten eingeladen. Doch der Schwerpunkt unserer Arbeit lief zumeist im Stillen ab, unbemerkt von der Öffentlichkeit. Gemeint sind die unzähligen persönlichen und telefonischen Seelsorgegespräche. Immer mehr Menschen sind von geistlichem Notstand hart getroffen, haben sich verirrt und suchen Rat. Gerade in frommen Kreisen findet der Widersacher Gottes immer wieder Angriffspunkte, um Glaubensgeschwister zu Fall zu bringen. Dabei denke ich an die vielen Anfragen von besorgten Eltern, Pastoren und Lehrern. Wenn wir im Nachhinein von Betroffenen oder Ratsuchenden erfahren dürfen, wie ihnen Jesus Christus in ihrer Situation geholfen hat, freut uns das sehr.

Jesus Christus ist der Wegweiser

Wir sind Gott sehr dankbar für unsere Freunde und Förderer, die unseren Dienst im Gebet und auch finanziell treu unterstützt haben. Werke, die nicht so herausragend in der Öffentlichkeit stehen und mehr im „stillen Kämmerlein“ ihren Dienst tun, haben es oft schwer, Beter und Spender zu finden. Umso mehr sind wir unserem Herrn dankbar, dass er uns immer wieder Glaubensgeschwister zur Seite stellt, die sich gemeinsam mit uns vom „Wegweiser“ Jesus Christus ausrichten lassen und täglich die überlebensnotwendige „Wanderkarte“, das Wort Gottes, studieren. Auch in turbulenten Zeiten hat uns der allmächtige Gott geholfen, so wie er es wunderbar im Psalm 23 verheißt. Deshalb dürfen wir getrost die Zukunft unseres Missionswerkes diesem gnädigen Gott anvertrauen. Ihm sei alle Ehre!