15. Dezember 2017

Endlich wieder Randale

Michael Kotsch, Foto: Thomas Schneider/agwelt

Michael Kotsch, Foto: Thomas Schneider/agwelt

Von Michael Kotsch

Tausende von Linken und Autonomen frönen momentan wieder einmal ihrem liebsten Hobby: Demonstrieren. Aus ganz Deutschland reisen Berufs-Demonstranten nach Frankfurt, um auf ihre Art die Einweihung des neuen Hauptsitzes der Europäischen Zentralbank (EZB) zu feiern. Für sie ist dogmatisch klar, an allem ist der Staat schuld und natürlich die großen Konzerne. Und an diesem liebgewordenen Sündenbock hält man mit großer Begeisterung fest.

Unter anderem sei die EZB verantwortlich für die Verarmung in Griechenland. Dass gerade die EZB die griechische Regierung seit Jahren mit Milliarden versorgt, damit die dortige Wirtschaft eben nicht ganz zusammenbricht, wird gerne vergessen, weil es nicht zum einmal festgelegten Freund-Feind-Schema passt. Die Misswirtschaft der griechischen Regierung wird ebenfalls nicht thematisiert. Heute ist für Autonome und Linke die EZB verantwortlich für alles, worüber man sich ärgert oder was man selbst nicht in den Griff bekommt; morgen ist es eine andere Regierungsbehörde oder ein anderes Unternehmen.

Heldengeschichten bei einem Joint erzählen

Wenig überraschend ist die gewohnte Doppelmoral, mit der sich die linken Demonstranten gewöhnlich gegen die „Gewalt des Staates“ oder die „Intoleranz der Christen“ wenden. Bislang wurden von den „toleranten“ und „progressiven“ Linken in Frankfurt acht Polizeifahrzeuge abgefackelt und 88 Polizisten krankenhausreif attackiert. Zahlreiche andere Gebäude und Fahrzeuge wurden beschädigt. Tausende Anwohner und Angestellte werden indirekt zu Geiseln der gewalttätigen Demonstranten. Verändert wird durch diese Demonstrationen natürlich nichts, verbessert schon gar nicht. Aber unter den Autonomen hat man wieder einige Heldengeschichten mehr, die man sich in den nächsten Wochen bei einem Joint erzählen kann.

Kommentare

  1. Ja, unglaublich, oder? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das ganz klar mit der Gottlosigkeit zu tun hat. Warum? Ich war früher ähnlich „drauf“. Zwar nie demonstrativ und gewalttätig, aber verlogen grün und „back to the roots“ und „zurück zur Natur“. Der Staat war an allem schuld, und ich habe vergessen, dass ich dem Staat einiges verdanke, also respektive den Steuerzahlern im Staat, da ich einen eher brotlosen Beruf gewählt hatte und immer wieder durchgefüttert wurde vom „bösen“ Staat. Ja, es gibt Bestimmungen des Staates, die nahezu unverständlich sind…, nur: mich würde mal interessieren, wovon diese Demonstranten leben? Welche Berufe üben sie aus, wieso bekommen sie Urlaub zum Demonstrieren? Manche der Pegida-Demonstranten wurden gekündigt, als „ruchbar“ wurde, dass sie wohlgemerkt in ihrer Freizeit (!) demonstriert haben, was wesentlich sinnvoller war als Gewalt auszuüben. Sind das organisierte Massen? Für mich stellt sich mittlerweile die Frage: Wer zieht die Strippen und wer hetzt hier gegen wen? Wer vor allem profitiert davon? Im Übrigen denke ich, dass das alles – da es an GOTTES Thron vorbei muss – ein Vorgeschmack ist auf das Gericht Gottes. ER hat genug von der Gottlosigkeit und siehe die Losung. Passt!