16. Dezember 2017

PEGIDA: Bürger haben ihre Sprachlosigkeit verloren

15.000 Bürger demonstrieren am 15. Dezember 2015 in Dresden. Foto: Thomas Schneider/agwelt

15.000 Bürger demonstrieren am 15. Dezember 2015 in Dresden. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Von Thomas Schneider

ideaHeute, die Kurznachrichten auf BibelTV, greift am 10. Dezember die Frage auf: „PEGIDA: Droht in Deutschland eine Islamisierung?“

In der Nachrichtensendung heißt es unter anderem:

„Die Demonstrationen der Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, kurz PEGIDA, haben eine Debatte ausgelöst.“

Politiker gehen auf Konfrontation

Ja, aber einseitig! Denn die wahrheitsgetreue Botschaft der Bürger, die sich am vergangenen Montag bereits zum 9. Mal in Dresden zu einer Kundgebung versammelten und anschließend durch die Straßen der sächsischen Landeshauptstadt zogen, scheint bei den meisten Politikern im Land immer noch nicht angekommen zu sein.

Statt in Regierungsämtern und Parlamenten in eine ehrliche Debatte einzusteigen, gehen Politiker von CDU, CSU, SPD, Grüne und Linke auf Konfrontation zu den Demonstranten und unterstellen – im engen Schulterschluss mit den Medien – unbescholtenen Bürgern aus allen Schichten der Bevölkerung Rechtsradikalismus und Gewaltbereitschaft.

Nicht eine einzige Parole habe ich während der Veranstaltung gehört, die auch nur annähernd mit nationalsozialistischem Gedankengut in Verbindung gebracht werden könnte. Alles lief ordentlich und friedlich ab. Ein bekannter Arzt aus Dresden sagte zu mir: „Ich lasse mir in diesem Land den Mund nicht verbieten, weder in Bezug auf die Islamisierung, noch zum Gender-Wahnsinn, der über unsere Familien hereinbricht!“

Öffentliche Kritik muss erlaubt sein

15.000 Bürger gehen in Dresden auf die Straße, um ihre Meinung zu einer verfehlten Ausländer- und Asylpolitik kundzutun. Das ist völlig legitim!

Es stimmt mich sehr nachdenklich, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel die PEGIDA-Demonstrationen scharf verurteilt, ohne sich zu dem 19 Punkte umfassenden Positionspapier der Bürgerbewegung zu äußern. So heißt es im ersten dieser Punkte:

„PEGIDA ist FÜR die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist Menschenpflicht!“

Jedes Jahr kommen tausende Bürger in die Bundeshauptstadt Berlin, um gegen Abtreibung und Sterbehilfe zu demonstrieren. So muss es auch erlaubt sein, öffentlich Bedenken zu einer voranschreitenden Islamisierung Deutschlands zu äußern.

Islamisierung in vollem Gange

In der Nachrichtensendung ideaHeute vom 10. Dezember heißt es weiter:

„Für den evangelischen Islam-Experten Pfarrer Eberhard Tröger ist die schleichende Islamisierung Deutschlands in vollem Gange: ´Sie wird nicht nur sichtbar an der wachsenden Zahl repräsentativer Moscheen sondern auch an der zunehmenden Rücksichtnahme auf muslimische Lebensweisen und Sitten´, sagte er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Auch für die Exil-Iranerin Mahin Mousapour ist die Islamisierung in Deutschland Realität. Aber die Politik schaut weg, kritisiert die Pastorin…“

Genau diese Einschätzungen begründen das Entstehen der PEGIDA-Bewegung.

Am Volk wird vorbei regiert

Der Ruf „Wir sind das Volk“, der von den Bürgern während der Demonstration in Sprechchören zu hören war, ist keine – wie es der sächsische Landesbischof Jochen Bohl kürzlich sagte – „verfehlte“ Erinnerung an die Ereignisse vor 25 Jahren, sondern eine Bestätigung dafür, dass am Volk vorbei regiert wird. Scheinbar traut auch die Kirche dem mündigen Bürger nicht zu, sich eine eigene Meinung zu bilden und stellt sich auf die Seite linksradikaler und grölender Gegendemonstranten.

Das Plakat von Christen aus Dresden. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Das Plakat von Christen aus Dresden. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Unter den Teilnehmern der PEGIDA-Veranstaltung habe ich Menschen aus ganz normalen Familien und unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen getroffen. Besonders viele junge Leute sind der Einladung gefolgt, darunter auch eine Gruppe bekennender Christen aus Dresden.

Gewählte Volksvertreter zum Handeln verpflichtet

Sollte weiter die Bürger-Meinung missachtet und von politischen Verantwortungsträgern in den Schmutz gezogen werden, ist die viel gerühmte freiheitliche Demokratie in Deutschland gefährdet. Unrecht geschieht bereits dort, wo Menschen die freie Meinungsäußerung untersagt wird.

Nicht die PEGIDA-Initiatoren sind zum politischen Handeln verpflichtet, sondern die gewählten Volksvertreter, die sich immer wieder von Journalisten aus Fernsehanstalten und Presseagenturen ein Zerrbild vorgaukeln lassen.

Die Bürger unseres Landes, darunter viele Christen, lassen sich nicht länger an der Nase herumführen. Sie haben ihre Sprachlosigkeit verloren und sagen offen, was sie denken.

Kommentare

  1. Vielen Dank für den sachlichen Bericht. Ich stimme in allen Punkten zu.

  2. Ingeburg Dollase meint:

    Ich begrüße die Burgerbewegung in Dresden und hoffentlich bald deutschlandweit. Lange genug haben wir unsere Volksvertreter am Volk vorbei regieren lassen. Es sind soviele Fragen nicht beantwortet worden. So z.B. wie es mit der unkontrollierten Zuwanderung weitergehen soll. Uns wird erzählt, das wäre eine Bereicherung. Unter einer Bereicherung verstehe ich aber eine Zuwanderung von gut qualifizierten Menschen aber keine Zuwanderung in unsere Sozialsysteme. Wir haben ein Einwanderungsgesetz, das aber nicht angewandt wird. Ich wäre auch sehr dafür, daß diese Totgeburt von Euro und Europa endlich abgewickelt werden könnte. Man sieht, das es einen Euroraum mit so unterschiedlichen Wirtschaftssystem nicht geben kann, ohne dass es dabei Verlierer gibt. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat doch bestens funktioniert. Also Abwicklung bevor es noch teurer wird.

  3. Die Bürger werden von den Politikern wie unreife Teenager und dumpfbackige Schwachköpfe hingestellt, wenn behauptet wird, die Leute lassen sich „verführen“ oder „beeinflussen“. Das zeigt, dass sie nicht interessiert, was wir Bürger denken.

  4. Gerhard Will Nübling meint:

    Diese Darstellung hebt sich wohltuend von dem, was öffentliche Medien hier dazu sagen ab. Im Versuch tausende von Menschen in eine rechte Ecke zu drücken verkennt die Politik, dass die Bürger darauf nur mit noch größerer Präsenz und nicht nur in Dresden antworten werden. Wir brauchen schon seit langem ein vernünftiges Einwanderungsgesetz und wir brauchen in einem funktionierenden Rechtsstaat auch die Anwendung des Rechts. Wenn nur ca. 30 % der Asylanträge genehmigt werden, dann darf es nicht sein, dass knapp 90 % der Zuwanderer ein Bleiberecht erhalten.

  5. Solange wie solche sachlichen Beiträge weiterhin veröffentlicht werden können, solange hat die Demokratie noch keinen Schaden genommen. Wenn aber Herr Maas leichtfertig von den Dresdner Demonstrationen als „Schande für Deutschland“spricht, dann sollte man weiter auf seine Worte Acht geben!

  6. Manfred Luck meint:

    Deutschland droht infolge immer mehr werdender Muslime eine rasche Islamisierung. Bei einer Bevökerungszahl von heute etwa 80 Millionen haben 15-17 Millionen Bürger einen Migrationshintergrund, deren Mehrheit muslimisch geprägt sein dürfte. Ich will mich in meinem Land nicht als Fremder fühlen und wünsche auch nicht mit ihnen auf engstem Raum zusammenzuleben.

  7. Peter Krebs meint:

    Weder unsere Volksvertreter, noch die öffentlichen Medien haben in den letzten Jahren auf kritische Fragen der Bürger geantwortet. Und sie tun es bis heute nicht weil sie wohl Angst davor haben, etwas gegen die autoritären Vorgaben der herrschenden politischen Klasse zu sagen.