16. Dezember 2017

RKK: Schwule bereichern christliche Gemeinschaft

Katholische Kirche kratzt an Gottes Schöpfungsordnung. Foto: Shutterstock.com/	Photobank gallery

Katholische Kirche kratzt an Gottes Schöpfungsordnung. Foto: Shutterstock.com/ Photobank gallery

Von Thomas Schneider

Erzbischöfe und Kardinäle aus aller Welt sind seit dem 5. Oktober zu einer Art „Familiensynode“ zusammen gekommen.

Zwei Wochen lang will man zum Thema Ehe und Familie beraten und damit ein Jahr vor der beschlussfassenden Versammlung, die vom 4. bis zum 25. Oktober 2015 tagen soll, eine Richtung vorgeben.

Der Vatikan strebt unter Papst Franziskus zum Thema Homosexualität eine Offenheit an, die in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) längst Realität geworden ist und der Heiligen Schrift widerspricht.

Erstmals ist im Führungskader der Römisch-Katholischen Kirche (RKK) von „positiven Aspekten“ homosexueller Beziehungen die Rede. Wer sich danach ausrichtet, was Gott in seinem Wort unmissverständlich zum Ausdruck bringt, kann aber in gelebter Homosexualität keine „positiven Aspekte“ finden.

Im synodalen Zwischenbericht des Vatikan heißt es, dass Schwule und Lesben die christliche Gemeinschaft „bereichern“ könnten. Bis jetzt hüllt man sich noch in Schweigen, wie eine solche Bereicherung in der Gemeindepraxis aussehen soll. Jedenfalls ist von einem „brüderlichen Platz“ die Rede, der Schwulen und Lesben angeboten werden soll. Weibliche Homosexuelle werden sich wohl schon an der Formulierung dieser Platzanweisung stoßen.

Ratzinger sprach noch von „Anomalie“

Der frühere Kardinal Joseph Ratzinger und spätere Papst Benedikt XVI. hatte sich noch klar und deutlich gegen ein Leben in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ausgesprochen. Für ihn war Homosexualität eine „Anomalie“, eine Abweichung von der Norm, eine „Verirrung gegen das natürliche Sittengesetz“.

Nun gibt auch die katholische Kirche mit ihrer verblendeten Weltsicht die von Gott festgelegte Schöpfungsordnung von Ehe und Familie dem widergöttlichen Zeitgeist in seine Obhut. Zu Recht spricht der Vatikan-Experte und Buchautor John Thavis angesichts dieser Entwicklung von einem „Erdbeben“.

Das Dokument „Relatio post disceptationem“ (Bericht zum Stand der Diskussion) wurde nach einer Woche Diskurs von den katholischen „Würdenträgern“ zu Papier gebracht und am vergangenen Montag in Anwesenheit von Papst Franziskus verlesen.

Gottes Wort wird menschlichen Gelüsten angepasst und Ethik und Moral werden dem Verfall preisgegeben. Ein Dokument, das weitere und wohl noch ungeahnte zerstörerische Kräfte zur Entfaltung bringen wird. Und der Teufel freut sich!