19. Oktober 2017

Nicht alle Menschen suchen nach Gott

Gott suchen. Foto: Thomas Schneider/agwelt.de

Gott suchen. Foto: Thomas Schneider/agwelt.de

Von Michael Kotsch

Bei Glaubensgesprächen liegt eine besondere Herausforderung darin, zu unterscheiden zwischen den Menschen, die wirklich auf der Suche sind, auch wenn sie es selber noch nicht wissen sollten, und den Menschen, die zwar diskutieren und sich über die Ungerechtigkeit der Welt beschweren, eigentlich aber gar nicht an Gott interessiert sind.

„In Bezug auf die Religion gibt es fünf Klassen von Menschen, zwei von ihnen sind lobenswert und drei sind zu verwerfen: solche, die gefunden haben; solche, die mit voller Hingabe auf dem rechten Weg suchen; solche, die da glauben zu wissen, was sie doch nicht wissen; solche, die fühlen, dass sie nicht wissen, aber nicht so suchen, dass sie finden könnten und endlich solche, die weder zu wissen glauben noch suchen wollen.“ (Augustinus)

Viele werden sich in Gottes Ewigkeit eingestehen müssen, dass sie eigentlich nicht wirklich an ihm interessiert waren. Entweder wollten sie nur Gott und seinem Anspruch ausweichen, oder sie suchten lediglich nach Selbstbestätigung und intellektueller Anregung, oder sie wollten ihr Leben und Denken nicht verändern.

Schwierig ist es natürlich, die verschiedenen Menschen-Typen korrekt voneinander zu unterscheiden. Schlecht wäre es, einem Menschen falsche Motive zu unterstellen. Wenig hilfreich ist es aber auch, seine Zeit in überflüssigen Gesprächen zu verschwenden.

Kommentare

  1. Wer Gott sucht, wird Ihn finden. Jesus will, dass man Ihn sucht und Er lässt sich finden. Wenn man Ihn gefunden hat, soll man in die Tiefe gehen und Ihn besser kennenlernen. Sein Wort lädt uns dazu ein. Der Bibel gehorsam sein zu wollen, ist keine Werkegerechtigkeit, sondern drückt das Verlangen nach Reife und Erfülltein aus. Auch der Glaube und die Liebe sind Akte des Gehorsams. Gott ist Liebe und Er will, dass wir in Seiner Liebe wandeln und Seine Gegenwart und Sein Wort lebenslang suchen. Wir können es nicht ohne Ihn. Wir können wollen, auch wenn wir nicht in diesem Leben vollkommen sind. Wir sollen das Unsere tun und Gott tut das Seine. Gott möchte Beziehungen, die auf Freiwilligkeit beruhen. Machen wir es moeglich!