26. Juni 2017

Sonne Mond und Sterne sollen Sankt Martin ablösen

Martinstag. Foto: Thomas Schneider

Martinstag. Foto: Thomas Schneider

(AG WELT) In den letzten Tagen ist ein heftiger Streit um „Sankt Martin“ entbrannt, der sich inzwischen auf die gesamte Bundesrepublik ausgedehnt hat.

Eine städtische Kindertagesstätte in Bad Homburg will das traditionelle „Sankt Martins – Fest“ durch ein „Sonne Mond und Sterne – Fest“ ablösen, weil das im Umgang mit Menschen anderen Glaubens politisch korrekter sei. Mit dieser Begründung hatte bereits eine Bochumer Kindertagesstätte den „Sankt Martin“ als Begleiter des Laternenumzugs abgeschafft.

Rückendeckung bekommen die Kinderbetreuungseinrichtungen von der Partei „Die Linke“ in Nordrhein-Westfalen. Ihr Landessprecher Rüdiger Sagel sieht im „Sankt Martins – Fest“ mit seinen Laternen-Umzügen eine „Diskriminierung für den muslimischen Kulturkreis“.

Dazu schreibt der bekannte Fernsehjournalist Peter Hahne in seinen „Gedanken am Sonntag“ in der aktuellen Ausgabe der BILD-Zeitung:

„Lieber Herr Sagel, selbst die Nazis und Eure alte SED haben es nicht geschafft, die christlichen Traditionen unseres Volkes zu zerstören. Gott sei Dank! […] Die europäische Sozialgeschichte ist ohne diesen Mann nicht zu denken. Die Linken müssten den heiligen Martin eigentlich zum Ehrenmitglied ernennen, anstatt sein Fest zu verteufeln.“

Selbst der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, habe zur Teilnahme an den Laternen-Umzügen aufgerufen, weil der heilige Martin auch für Muslime vorbildlich sei.

Die Gemüter an einer Legende erhitzen sich

Martin von Tours, einer der bekanntesten „Heiligen“ der katholischen Kirche, soll einer Legende nach am Stadttor von Amiens als Soldat auf einem Pferd einem frierenden Bettler begegnet sein. In dessen Not habe er mit dem Schwert seinen Mantel geteilt und ihm die Hälfte davon abgegeben. In der darauffolgenden Nacht sei diesem Martin Christus mit dem abgetrennten Mantelstück erschienen. Daraus schlussfolgerte er, dass Christus ihn damit geprüft hätte. Bereits im Alter von 18 Jahren sei Martin aus dem Militärdienst ausgeschieden, weil sich seiner Ansicht nach Militärdienst und Christsein nicht vereinbaren ließen. Diesem Martin werden nach Überlieferungen nicht nur die „Mantel-Geschichte“ sondern auch Wundergeschichten und Totenerweckungen nachgesagt.

Bei allem Wohlwollen für Menschen in Armut und Not: Wer hätte gedacht, dass sich an einer Legende um einen geteilten Mantel die Gemüter in Deutschland so sehr erhitzen würden? Auch wenn die Geschichten um diesen Martin von Tours vollständig der Wahrheit entsprächen und dieser alles im Auftrag von Jesus Christus und in seinem Namen getan hätte, bliebe doch die Frage, ob deshalb ein Fest gefeiert werden muss. Aus biblischer Sicht besteht jedenfalls keine Veranlassung dazu. Die ganze Diskussion zeigt aber sehr deutlich, dass antichristliche Lobbygruppen in Deutschland auf dem Vormarsch sind.

Kommentare

  1. Ja, die antichristliche Lobby ist schon länger auf dem Vormarsch. Interessant, dass der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime diese christliche Geschichte stehen lässt; ruft sie doch zur Friedfertigkeit auf. Wo gibt es das im Islam? Wann endlich hören wir von den sogenannten „friedlichen“ Muslimen , dass sie die Gewalt und die Christenverfolgung genauso verabscheuen wie wir? Wann „solidarisieren“ sie sich mit denen, die Religionsfreiheit wollen? Aber es denen dann nicht verwehren, wenn sie die Wahrheit erkannt haben, auch so zu leben, nämlich als bibeltreuer Christ? Wir werden das nie hören. Denn es widerspricht dem Koran und den Hadithen. So werden die Christen immer mehr ins Abseits gedrängt, die sich wirklich am HERRN festhalten; so wie es in der Bibel steht, für die Endzeit.