19. Oktober 2017

Nachhaltiges Leben bei Jugend hoch im Kurs

Ehe und Familie im Trend. Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Ehe und Familie im Trend. Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Nach einer Studie der Berliner Strategie-Agentur „Diffferent“ stehen immaterielle Güter hoch im Kurs, also Dinge, die sich der Mensch mit Geld nicht kaufen kann. Bereits Anfang August veröffentlichte die „WELT AM SONNTAG“ dazu den Beitrag „Das perfekte Leben“.

Im Ergebnis der standardisierten Online-Umfrage mit etwa 2.000 Personen im Alter ab 14 Jahren hätten besonders die jungen Leute überrascht. 77 Prozent hielten die Ehe als Bund für das Leben erstrebenswert. Die jüngeren Befragten tendierten insgesamt zu konservativen Werten.

Auch „Kinder haben“ (73 Prozent), „richtig gut kochen können“ (75 Prozent), „stets über die Weltpolitik informiert sein“ (66 Prozent) und „sich ehrenamtlich engagieren“ (65 Prozent) rangierten auf den vordersten Plätzen.

Statussymbole verändern sich

80 Prozent der Befragten begehrten lediglich ihre eigenen vier Wände. Spitzenreiter bei der Frage nach Wertvollem aber sei die Zeit (90 Prozent). Danach kämen Wünsche nach körperlicher Fitness (84 Prozent) und dem Lernen vieler Sprachen (73 Prozent).

Neun der zehn abgefragten Begehrlichkeiten gibt es nicht zu kaufen. Demnach heißen die Statussymbole nicht mehr Haus, Auto, Boot, sondern nachhaltiges Leben. 60 Prozent wünschten sich einen großen Freundeskreis „im echten Leben“, statt nur auf facebook oder Xing. Eine Auszeit von Smartphone und Internet erstrebten immerhin 45 Prozent.

Doch noch immer würden 48 Prozent der Deutschen das Auto als Statussymbol an die erste Stelle setzen, gefolgt von Computer und Smartphone mit jeweils 16 Prozent. Der Trend gehe dahin, den Besitz von Gütern mit immateriellen Werten zu verknüpfen.

Statusverschiebung fordert Christen heraus

Nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen, ist die wachsende Begehrlichkeit nach immateriellen Werten ein Indiz dafür, dass die Sehnsucht des Menschen nach einem gelingenden und nachhaltigen Leben aufgebrochen ist.

Die Statusverschiebung fordert die gesamte Gesellschaft in der Weise heraus, dass beispielsweise der Begehrlichkeit nach einer ehelichen Beziehung, nach Kindern und mehr Zeit für`s Persönliche und zum Nachdenken über das eigene Leben viel mehr Rechnung getragen werden müsste.

An dieser Stelle sind insbesondere auch Christen gefordert, die ihr Leben nach dem Willen Gottes ausrichten. Sie haben die großartige Chance, insbesondere junge Menschen bei der Vorbereitung auf den Ehestand und der damit verbundenen Lebensaufgaben – auch und gerade im Hinblick auf zu erwartende Kinder und deren Erziehung – entsprechende Hilfen über christliche Gemeinden und Hauskreise anzubieten.