16. Dezember 2017

Wer ist „dieser“ Jesus bei Sarah Young?

Sarah YoungVon Thorsten Brenscheidt

Die derzeit erfolgreichste christliche Buchautorin in Deutschland ist die US-Amerikanerin Sarah Young. Ihre Bücher, CDs, Textkarten und Kalender werden angeboten bei den christlichen Buchhandlungen Alpha, Asaph, SCM usw. Besonders junge Frauen sind begeistert von ihren Büchern „Komm zu mir. Briefwechsel mit Jesus“, „Ich bin bei Dir. 366 Liebesbriefe von Jesus“ und „Immer bei Dir. Liebesbriefe von Jesus“.[1] Die 366 Liebesbriefe belegten monatelang Platz 1 der idea-Bestsellerliste. [2]

Was ist das Besondere an Sarah Young?

Sie behauptet, neue und spezielle Offenbarungen von Jesus Christus persönlich und direkt erhalten zu haben. Dieses Phänomen ist für bibeltreue Christen in zweierlei Hinsicht zu überprüfen – erstens grundsätzlich und zweitens inhaltlich. Bibelleser wissen, dass gemäß Hebräer 1,1 und Offenbarung 22,18 die Offenbarungserkenntnis vollständig und abgeschlossen ist und auch keiner Neuerung oder Fortsetzung bedarf. Warum also nach der ersten noch eine zweite Prüfung? Weil die Bücher von Sarah Young durch „Ich“-Botschaften so geschrieben, als spräche Jesus Christus direkt selber zum Leser.
Wer ist dieser Jesus, den die Autorin kennengelernt hat? Ihre erste Begegnung mit ihm während eines Spaziergangs war geheimnisvoll:
„[…] Plötzlich hatte ich das Gefühl, ein warmer Hauch hülle mich ein. Ich wurde mir einer wunderbaren Gegenwart bewusst, und ich reagierte unwillkürlich damit, dass ich ‚Lieber Jesus‘ flüsterte. Diese Worte waren für mich völlig untypisch, und ich erschrak, als ich mich selbst so liebevoll mit Jesus sprechen hörte. Als ich über dieses kurze Gespräch nachdachte, erkannte ich, dass es die Antwort eines veränderten Herzens war; in diesem Moment wusste ich, dass ich Gott gehörte. Dies war viel mehr als all die intellektuellen Antworten, nach denen ich gesucht hatte. Es war eine Beziehung zum Schöpfer des Universums.“ [3]

Man bekommt hier den Eindruck, dass Sarah Young von keiner biblischen Bekehrung zu berichten weiß – keine Buße, Reue und Umkehr durch das Erkennen der Sündhaftigkeit und Verlorenheit, keine Furcht Gottes.

Horchen – eine geistliche Übung?

Besonders inspiriert wurde Young außerdem von dem Andachtsbuch „God calling“ von zwei anonymen Autorinnen, die ein direktes Hören auf Gott einübten:
„Diese Frauen warteten mit Stift und Papier in der Hand still in Gottes GEGENWART und schrieben die Botschaften auf, die sie von ihm bekamen. Die Botschaften sind in der ersten Person geschrieben und mit dem redenden ‚Ich’ ist Gott gemeint.“ [4]

Direkte Parallelen finden sich bei dem Spiritisten Johannes Greber, der 1932 das Buch „Der Verkehr mit der Geisterwelt“ verfasste. Im Abschnitt „Die Ausbildung der Medien“ gibt er folgende Anleitung:
Der Auszubildende „[…] beginnt mit einem kurzen Gebet, hält eine Lesung aus der Heiligen Schrift und denkt über das Gelesene nach. Darauf hält er seine Hand mit einem Bleistift auf ein vor ihm liegendes Blatt Schreibpapier und verhält sich abwartend ohne irgendwelche geistige Spannung. Wird er zur Niederschrift von Gedanken gedrängt, die mit großer Bestimmtheit ihm inspiriert werden, so schreibt er sie nieder.“ [5]

Young begann schließlich, diesen Spiritismus und vor allem den Frauen aus „God calling“ nachzuahmen:
„Im folgenden Jahr fragte ich mich, ob ich in den Zeiten, in denen ich vor Gott still wurde, auch Botschaften empfangen könnte. Ich hatte schon seit Jahren Gebetstagebücher verfasst, aber es war eine einseitige Kommunikation gewesen: Der Einzige, der hier sprach, war ich. Ich wusste, dass Gott durch die Bibel zu mir spricht, aber ich sehnte mich nach mehr. Immer mehr wollte ich hören, was Gott mir an einem bestimmten Tag persönlich zu sagen hat. Ich beschloss, mit dem Stift in der Hand auf Gott zu hören und aufzuschreiben, was er meiner Meinung nach sagte. Als ich es das erste Mal probierte, war ich ziemlich unsicher, aber Gott sprach zu mir. Seine Botschaft war kurz, biblisch und treffend. Sie sprach Themen an, die in meinem Leben sehr aktuell waren: Vertrauen, Angst und Nähe zu Gott. Meine Antwort schrieb ich in mein Gebetstagebuch. […] Diese regelmäßige Praxis, Gott zuzuhören, hat meine Beziehung zu ihm viel stärker vertieft als irgendeine andere geistliche Übung. Deshalb möchte ich einige Botschaften, die ich von ihm bekommen habe, weitergeben. In vielen Teilen der Welt sehnen sich Christen danach, Jesu GEGENWART und seinen Frieden stärker zu erfahren. Die Botschaften, die ich in diesem Buch wiedergebe, sprechen dieses Bedürfnis an.“ [6]

Die ständig wiederholten Hinweise in Youngs Büchern, auf Gott zu hören, auf seine Stimme zu horchen, erzeugen im Leser einen Druck, mehr diese mystischen Übungen zu praktizieren anstatt Gottes Wort zu lesen.
„[…] Mein Heiliger Geist ist der Regisseur dieses Prozesses. Manchmal stellt er dir Bibelverse vor Augen. Manchmal schenkt er dir die Fähigkeit zu hören, wie ich direkt zu dir ‚spreche’. Diese Gespräche stärken dich und bereiten dich auf das vor, was auf deinem Lebensweg vor dir liegt. Nimm dir Zeit, um auf meine Stimme zu hören.“ [7]

Young erklärt genauer, wie man Gottes „heilige Flüstern“ hören könne und erhöht damit beim Leser den Druck, ebenfalls diese Erfahrung zu machen:
„Komm zu mir! Komm! Komm! Das ist meine ständige Einladung an dich, die in einem heiligen Flüstern ausgesprochen wird. Wenn dein Herz und dein Verstand still sind, kannst du hören, wie ich dich einlade, näher zu kommen. […]“ [8]

Der Leser lernt also Gott am besten kennen, wenn er in sich hineinhorcht und nicht, wenn er Gottes Wort liest.
„Ich spreche unablässig mit dir. Es liegt in meinem Wesen, mich mitzuteilen, wenn auch nicht immer mit Worten. […] Ich spreche leise in den Tiefen deines Geistes, wo ich Wohnung bezogen habe. […]“ [9]

Gott in der Natur und in allem finden?

Sarah Young plädiert nicht dafür, Gott in seinem Wort zu finden, sondern in der Natur, in anderen Menschen und im eigenen Innern:
„Manchmal kannst du mich in deiner Umgebung finden: in einem singenden Vogel, im Lächeln eines geliebten Menschen, im goldenen Licht des Sonnenscheins. An anderen Tagen musst du nach innen blicken, um mich zu finden. […]“ [10]

Dieses „nach innen blicken“ hat folgenden Hintergrund:
„Ich wohne in den tiefsten Tiefen deines Seins, in ewiger Einheit mit deinem Geist. […] Aber tief in dir verläuft eine Goldader, die darauf wartet, entdeckt zu werden. […]“ [11]

Nirgendwo wird der Gläubige im Wort Gottes darauf hingewiesen oder gar dazu aufgefordert, in seinen „tiefsten Tiefen“ etwas Göttliches zu suchen oder zu entdecken. Ein mystisches Suchen oder Entdecken innerer Regungen oder Stimmen ist nicht biblisch geboten. Geistliche Wahrheiten werden nicht gefühlt, sondern erkannt. Es heißt ja auch nicht: „Seid still und spürt (oder fühlt), dass ich Gott bin.“

„Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.“ (Ps 46,11)

Nach Young offenbart sich nicht nur Gottes Schöpfungswerk, sondern seine Gegenwart direkt in der Natur. Er selbst sei darin zu finden:
„[…] Segensgeschenke, die meine Gegenwart offenbaren: Sonnenschein, Blumen, Vögel, Freundschaften, erhörte Gebete. Ich habe diese von der Sünde gequälte Welt nicht verlassen; ich bin darin immer noch sehr gegenwärtig. Halte tagsüber die Augen offen, ob du einen solch kostbaren Schatz entdeckst. Sei gewiss: Du wirst mich auf diesem Weg immer wieder finden.“ [12]

Es geht schließlich so weit, dass Gott sogar „in allem“ zu finden sei:
„Wenn du meine Nähe suchst, musst du die Gedanken an anderes beiseiteschieben. Ich bin über allem und auch in allem; […]“ [13]

Lässt sich hier eine Nähe zur Lehre des Pantheismus erkennen, dass Gott in allen Dingen sei?

Sind neue Offenbarungen nötig?

Sarah Young reichte die Bibel nicht mehr aus, sie sehnte sich „nach mehr“. Sie wollte direkte, neue und frische Offenbarungen. Das überlieferte Wort Gottes schien für sie dagegen alt und nicht so direkt und persönlich zu sein. Bereits bei den ersten Menschen wurde das Wort Gottes relativiert beziehungsweise in Frage gestellt: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, …“ heißt es in Genesis 3,1. Dies war die Verführung des Teufels. Und wenn auch heutzutage Christen neue Offenbarungen angeboten oder empfohlen werden, zudem mit dem Hinweis, diese seien mehr als „nur“ die Bibel, dann ist das ebenfalls Verführung.
Sarah Young fordert allerdings ihre Leser nicht direkt auf, diese Praxis nachzuahmen. Da sie aber persönlich bezeugt: „Diese regelmäßige Praxis, Gott zuzuhören, hat meine Beziehung zu ihm viel stärker vertieft als irgendeine andere geistliche Übung. […]“ [14], empfiehlt sie indirekt, ebenfalls diese Erfahrungen zu suchen und über das geschriebene Wort Gottes zu stellen. Auch ein scheinbar diplomatischer Weg der Verführung zum Spiritismus und zur Medialität ist dennoch antichristliche Verführung.

Welchen Stellenwert haben die Offenbarungen für Young selbst? Auf der einen Seite schreibt sie:
„Ich bekomme auch heute noch persönliche Botschaften von Gott, wenn ich in seiner Gegenwart ruhig werde und zuhöre. […]“ [15]
Auf der anderen Seite heißt es: „[…] Ich wusste, dass das, was ich hier niederschrieb, nicht so vom Heiligen Geist inspiriert war wie die Bibel, aber es half mir, enger zu Gott hin zu wachsen.“ [16]

Mit diesem „nicht so“, was vielleicht ein „nicht so ganz“ ausdrücken soll, relativiert die Autorin zwar etwas die Inspiration ihrer eigenen Erfahrungen, benötigt aber außerbiblische Hilfsmittel, um „enger zu Gott hin zu wachsen“, ihm also näher zu kommen. Die Bibel als abgeschlossene Offenbarungserkenntnis reicht ihr nicht aus. Die reformatorische Schlüsselthese „Allein die Schrift“ und die „Allgenügsamkeit“ [17] der Bibel ist für sie kein Maßstab. In der Praxis steht für Young ein mystisches Hören auf neue Offenbarungen höher als das Lesen und Verstehen der Heiligen Schrift.
Sarah Young stillt mit ihren Offenbarungen die Sehnsucht ihrer vielen Leser, Gott möglichst einfach zu verstehen. Hinzu kommt, dass die Botschaften fast jeden Tag das Gleiche beinhalten, von der Art und Weise und auch inhaltlich. Auch wenn verschiedene Themen in nur leicht abgewandelter Form behandelt werden, die Richtung und die Wirkung ist immer die Gleiche. Bereits nach den ersten Zeilen wird deutlich, dass es wieder und wieder um Liebe, Schönheit, Zärtlichkeit, Vertrauen, Genießen, Spüren und Fühlen geht, was regelrecht zu Langeweile führen könnte, doch emotional angesprochene Leser werden es wahrscheinlich lieben. Es scheint, als verfolge Young ein einfaches Schema mit immer gleichen Botschaften, die einem sehr kurz gedacht vorkommen. Problematisch ist vor allem, dass die Einseitigkeit der Themen nicht dem Gottesbild der Bibel entspricht.
Statt zu aktiver, konsequenter Nachfolge und kompromissloser Jüngerschaft herauszufordern, verleiten Youngs Texte eher dazu, den Christen in einer Wohlfühlmentalität, Genußsucht, Bequemlichkeit und Passivität einzulullen. Dem Leser begegnet laufend seichter, sanfter, lieblicher und zärtlicher Zuspruch, niemals Gebote, Aufforderungen oder Ermahnungen. Beim genaueren Hinsehen entdeckt man dann doch einige, wenn auch sehr fragwürdige Gebote, nämlich Licht zu saugen, zu tanken, zu atmen und ein Geheimnis zu verbergen:
„Sauge das Licht meiner GEGENWART in dich auf, während du deine Gedanken auf mich richtest.“ [18]
„Tanke in meiner Gesellschaft auf, atme meine Gegenwart in tiefen Zügen ein. […]“ [19]
„Lerne es, das Geheimnis meiner GEGENWART zu verbergen, selbst wenn du mit deinen Pflichten in dieser Welt beschäftigt bist.“ [20]

Welcher Geist redet solche mystischen und esoterischen Worte?

Gerade in Zeiten vermehrter Verführung (2Thess 2,3; 1Tim 4,1) ist Wachsamkeit geboten (Mk 14,38; 1Kor 16,13). „Standhaftes Ausharren“ ist ganze 28mal und die Aufforderung, wachsam zu sein, 11mal im Neuen Testament erwähnt. Dies zeugt vom Ernst der Lage im Kampf des Glaubens. Bei Young ist alles viel einfacher. „Sich öffnen“ führe in Gottes Gegenwart, Gemeinschaft, Geborgenheit und zu neuen, frischen, persönlichen und direkten Offenbarungen.
Wer sich an diesen Jesus hält, den Sarah Young ihren Lesern präsentiert, wird wohl völlig untauglich für ein Leben zur Ehre Gottes. Auch ein Leiden um Christi Willen ist bei „diesem Jesus“ nicht denkbar. Wie anders waren da die Apostel eingestellt?

„Sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um Seines Namens willen.“ (Apg 5,41)

2013 erschien ein weiterer Band mit neuen Offenbarungen: „Immer bei dir. Liebesbriefe von Jesus“. Teilweise enthält dieses Buch jedoch identische Texte aus der 2011 erschienenen Ausgabe „Komm zu mir. Briefwechsel mit Jesus“. Zu Beginn erklärt die Autorin:
„[…] Wie bei meinen vorherigen Büchern habe ich auch beim Abfassen dieses Buches immer wieder auf das leise Reden Gottes gehört. Dabei habe ich ständig still gebetet und mich vom Heiligen Geist führen lassen. Ich habe aufgeschrieben, was ich von ihm, der mich liebt, ‚gehört’ habe, während ich in seiner Gegenwart war und mich auf sein Reden konzentriert habe. ‚Immer bei dir“ ist im selben Stil geschrieben wie ‚Komm zu mir’: aus der Sicht Jesu, der zu Ihnen spricht.“ [21]

Der Leser weiß also gleich, was ihn erwartet: Echte, göttliche Offenbarungen. Was sollen diese bewirken? „[…] Ich wünsche mir, dass Sie die Nähe Jesu jeden Tag deutlicher spüren und dass Ihre Verbundenheit mit ihm immer inniger wird.“ [22]

Young geht es also nicht um Wachstum in der Erkenntnis, sondern um ein gefühlsmäßiges Spüren, Fühlen und ein Empfinden inniger Verbundenheit. Mit anderen Worten: Es geht nicht um ein Verstehen Gottes durch das Wort, sondern um ein sinnliches Erleben Gottes, es geht nicht um Geist, sondern um Fleisch.

„Denn diejenigen, die gemäß [der Wesensart] des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht; diejenigen aber, die gemäß [der Wesensart] des Geistes sind, [trachten] nach dem, was dem Geist entspricht.“ (Röm 8,5)

Was diese Offenbarungen zum Inhalt haben, dokumentieren die nachfolgenden Zitate mit kurzen Statements aus biblischer Sicht.

Tanzen – eine geistliche Übung?

„Lass dich begeistern. Ich bin das feste Fundament, auf dem du tanzen und singen und unablässig meine Gegenwart feiern kannst. […]“ [23]

Bei dem Herrn Jesus und den Aposteln sind Begeisterung und Tanzen nicht der Maßstab, sondern vielmehr Wachsamkeit und Nüchternheit.
„Tanzen, Singen und Beten sind nur einige der Möglichkeiten, wie du deine Begeisterung über mich zum Ausdruck bringen kannst. […]“ [24]

Lehrt das Neue Testament wirklich Tanzen und Begeisterung? Oder geht es vielmehr um Vertrauen, Gehorsam und Treue, um Gottes Ehre auszudrücken.

Ausruhen – eine geistliche Übung?

„Komm zu mir und ruhe dich bei mir aus. Gönne deinem Geist eine Pause von dem ständigen Zwang, alles beurteilen zu müssen. […]“ [25]

Bei vermehrter weltweiter Verführung ist jedoch gerade geboten, alles zu prüfen und zu beurteilen:

„Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.“ (1Joh 4,1)

„Nimm dir Zeit, dich in der Liebe und im Licht meiner Gegenwart auszuruhen. […]“ [26]

Bei vermehrter weltweiter Verführung ist wohl kaum die Zeit beziehungsweise geboten, sich auszuruhen.

„Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden.“ (1Tim 4,1)

„Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.“ (Mt 24,11)

Entspannen – eine geistliche Übung?

Grundlage der wenigen Gebote in den vielen Offenbarungen ist immer wieder Passivität statt Aktivität, sich auszuruhen und einfach zu entspannen:
„Trage meinen Mantel der Gerechtigkeit und fühle dich wohl darin. […] Entspanne dich im luxuriösen Stoff deines herrlichen Mantels. […]“ [27]

Flüstern – eine geistliche Übung?

Im Neuen Testament ist ausdauerndes und anhaltenes Gebet geboten:

„Seid beharrlich im Gebet!“ (Röm 12,12c) „Betet ohne Unterlass!“ (1Thess 5,17)

Leser von Sarah Young könnten denken: Warum so aufwendig, wenn ein einfaches Flüstern reicht?!
„Flüstere in liebevoller Zufriedenheit meinen Namen, und sei dir gewiss, dass ich dich nie verlasse oder im Stich lasse. Verteile diese friedlichen Augenblicke großzügig über deinen ganzen Tag. Diese Übung wird dir helfen, Freundlichkeit und Güte zu entwickeln, und diese Eigenschaften erfreuen mich. […]“ [28]
„Flüstere mit einer liebevollen Zärtlichkeit meinen Namen. […]“ [29]

Das immer wiederholende Flüstern eines Namens ist keine biblische Praxis, sondern eine mantraartige Übung aus der Mystik und dem Hinduismus. Bedient sich Sarah Young, eine christliche Autorin, magischer und fernöstlicher Praktiken? Das klärt sich aufgrund der Definition eines Mantras. Dieses ist „eine meist kurze, formelhafte Wortfolge“ [30], auch mit Wiederholungen „des Namens einer Gottheit“ [31]. „Mantren können entweder sprechend, flüsternd, singend oder in Gedanken rezitiert werden.“ [32] Mit welchem Ziel? „Das Rezitieren eines Mantras kann dem Freisetzen mentaler und spiritueller Energien dienen, oft auch als Gebet.“ [33]
„Im Klang des Mantras wird die Gottheit […] gegenwärtig und verfügbar.“ [34]

Indem Sarah Young durch eine angeblich göttliche Offenbarung darstellt, dass man erstens den Namen Jesus, also einer Gottheit, allein ausspricht, zweitens diesen Namen flüstert und drittens eine „spirituelle“ Veränderung erwartet, bedient sie sich einer magischen Handlung, die keinesfalls der biblischen Lehre entspricht.

Atmen – eine geistliche Übung?

Die Empfehlung, kurze Gebete zu wiederholen, baut auf das magische Verständnis auf:
„[…] Sag zum Beispiel: ‚Jesus, fülle mich mit deinem Frieden.’ Du kannst diese Gebete so oft aussprechen, wie du willst – wenn nötig, mit jedem Atemzug.“ [35]

Atemübungen, die in Hinduismus und Yoga bekannt sind, greift Young wie das mantraartige Flüstern ebenfalls auf:
„[…] Atme langsam ein und aus, während du dein Augenmerk auf mich richtest. Auch ein einfaches Gebet wie ‚Erfülle mich mit deinem Frieden, Jesus!’ kann hier hilfreich sein.“ [36]
„Atme mich mit jedem Atemzug ein. […]“ [37]

Kommunizieren mit dem Heiligen Geist – eine geistliche Übung?

Obwohl es in der gesamten Bibel kein einziges Beispiel und erst recht keine Aufforderung gibt, sich im Gebet direkt an den Heiligen Geist zu wenden und ihn anzurufen, findet sich dies jedoch mehrfach bei Sarah Young. Hier nur ein Beispiel:
„[…] Bitte den Heiligen Geist, durch dich zu denken und zu sprechen. Weil er tief in deinem Innern lebt, kann er leicht auf dich einwirken, aber er wartet darauf, dass du ihn darum bittest. Je öfter du ihn in dein Leben einlädst, desto glücklicher wirst du sein.“ [38]

Lachen – eine geistliche Übung?

Wenn man eigene Wege und nicht die des Herrn geht, empfiehlt Young, nicht Buße zu tun, sondern über sich selbst zu lachen:
„[…] Du kannst entweder den schweren Weg gehen (mich ignorieren) oder den richtigen Weg (nach meinem Willen fragen). Sei dankbar dafür, dass sich deine Gedanken so oft überschlagen, wenn du dich zu sehr in deine unzähligen Pläne hineinsteigerst. In solchen Zeiten kann diese Verwirrung dir helfen, einmal innezuhalten und über dich selbst zu lachen.“ [39]

Mit Gott für ein Abenteuer zusammenarbeiten?

Was macht eigentlich den Dienst für Gott aus? Es geht um die selbstlose Nachfolge eines Herrn im Vertrauen und Gehorsam. Gott ist kein gleichberechtigter Partner, sondern eben der Herr. Bei Sarah Young heißt es, mit Gott zusammenzuarbeiten und sich auf „dieses heilige Abenteuer“ einzulassen:
„[…] Auch wenn ich der Herr der ganzen Welt bin, so sehne ich mich doch danach, mit dir zusammenzuarbeiten. Wenn du dich auf dieses heilige Abenteuer einlässt, wirst du mehr und mehr zu dem Menschen, den ich im Sinn hatte, als ich dich erschuf.“ [40]

Passiv warten – eine geistliche Übung?

„[…] Während du in meiner Gegenwart wartest, wird mein göttliches Leben in dich hineinströmen und dich mit himmlischen Gütern füllen. Ich möchte, dass du ganz bis zum Rand mit Liebe, Freude und Frieden erfüllt bist. Weil diese göttlichen Gaben aber fortwährend wieder aus dir heraussickern, musst du dich ständig neu von mir füllen lassen.“ [41]

Das Leben genießen – eine geistliche Übung?

„Ich freue mich, wenn du mir so sehr vertraust, dass du dein Leben unbeschwert genießt. […]“ [42]
„Dein Leben ist ein kostbares Geschenk, und ich möchte, dass du es in all der Fülle, die ich für dich bereithalte, genießt […]“ [43]

Möchte der Herr Jesus das wirklich?

„Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.“ (Joh 12,25; vgl. Mt 10,39; 16,25; Mk 8,35; Lk 9,24; 17,33)

„Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!“ (Offb 12,11)

„Das Wissen, dass deine Zukunft absolut gesichert ist, kann dir die Freiheit schenken, dein Leben heute in vollen Zügen zu genießen. […]“ [44]

Warum ist dies an keiner Stelle im Neuen Testament erwähnt, dass sich Christen diese Freiheit nehmen können? Warum erinnern die Apostel in ihren Briefen nie daran, das irdische Leben „in vollen Zügen zu genießen“? Weil sie …

„[…] nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.“ (2Kor 5,15)

Sie haben die geistliche, himmlische und nicht irdische Gesinnung, …

„[…] die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes.“ (1Petr 4,2)

„Lerne, das Leben mehr zu genießen. Entspanne dich, und erinnere dich daran, dass ich der Gott bin, der mit dir ist. […] Je mehr du dich auf meine Gegenwart konzentriert, umso vollständiger kannst du das Leben genießen. […]“ [45]

Hier stellt sich die Frage, ob man sich selber darum bemühen beziehungsweise lernen sollte, das Leben mehr zu genießen oder ob man es Gott überlässt, dass er solche Momente nach seinem Dafürhalten schenkt.
„Ich wünsche mir so sehr, dass meine Kinder innerlich wach sind und dass es sie begeistert, die Freude meiner Gegenwart zu genießen. […] Je mehr du dich über mich freust und meine Nähe genießt, desto besser weißt du die Segnungen zu schätzen, mit denen ich dich überschütte. Wenn es in deinem Leben nichts gibt, an dem du dich so sehr erfreust wie an mir, werde ich dich überreichlich segnen. […]“ [46]

Wie dieser Segen konkret aussieht, erläutert Young nicht. Es scheint, als ob es immer nur zum Genießen, Wohlergehen und zur Begeisterung führt. Dass dieser Segen auch mit Prüfungen und Leiderfahrungen zur Ehre Gottes zusammenhängen kann, ist bei Sarah Young seltener erwähnt. Alles ist nur schön, lieblich und wohltuend. Gott ist nur sanft, zärtlich und bejahend bis schmeichelnd. Entspricht das dem biblischen Bild?

„Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde und habt das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht: ‚Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst! Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.’ Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr ja unecht und keine Söhne!“ (Hebr 12,4-8)

Im Gegensatz dazu tut Gottes Erziehung nach Sarah Young nie weh, denn er will „[…] dich sanft und liebevoll umgestalten“ [47].
„Ich gehe sanft und zärtlich mit dir um, […]“ [48]

Young erklärt Gottes Sanftheit im Herzen des Menschen:
„[…] Dort möchte ich innige Gemeinschaft mit dir pflegen; dort möchte ich mit sanfter, leiser Stimme zu dir sprechen.“ [49]
Schließlich erhält der Leser eine Anweisung, durch welche Praktik man Gott heute zum Sprechen bringen könne. Biblisch ist dieses Vorgehen nicht.

Still werden – eine geistliche Übung?

„[…] Sitze still in meiner Gegenwart und lass meine Gedanken dein Denken umwandeln.“ [50]
„Ich begegne dir in der Stille deiner Seele. Dort spreche ich mit dir. […]“ [51]

Der Reformator Martin Luther hat dieses Stillsitzen auch schon gekannt und alles andere als empfohlen:
„Deshalb mahne ich euch vor solchen verderblichen Geistern, die sagen, ein Mensch empfängt den Heiligen Geist durch stilles Sitzen in der Ecke, auf der Hut zu sein. Hunderttausend Teufel wird er empfangen und nicht zu Gott kommen“ [52]

Die gestillte Sehnsucht nach einem leidenschaftlichen Liebhaber?

Wer die immer wieder vorkommenden schmeichelnden Formulierungen liest, wird verstehen, warum die Bücher von Sarah Young gerade bei jungen Frauen so beliebt sind:
„Ich betrachte dich mit den Augen eines leidenschaftlichen Liebhabers. […]“ [53]
„[…] Du bist meine Braut, und ich bin der ewige Geliebte deiner Seele.“ [54]
„Höre dir das Liebeslied an, das ich dir unablässig singe. […]“ [55]

Aufgrund solcher Worte heißt es in einer Rezension bei Amazon schließlich:
„Wow, ist das schön! Als würde Jesus direkt mit dir sprechen und deine Seele streicheln […]“ [56]

Wer ist nun „dieser“ Jesus bei Sarah Young?

Nun bleibt abschließend zu klären, welchen Jesus Sarah Young ihren Millionen Lesern vorstellt. Ist es der anbetungswürdige Retter (Jud 25), der zur Selbstverleugnung und bedingungslosen Nachfolge aufruft (Mt 16,24), der „das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist“ (Kol 2,10), der „die Lauen auspeien wird aus seinem Munde“ (Offb 3,16) und „Lebendige und Tote richten wird“ (2Tim 4,1)?
Der Jesus, der Sarah Young zur einflussreichen Bestsellerautorin machte, ist, wie nachzuweisen ist, nicht deckungsgleich mit der biblischen Offenbarung.
Es ist damit nicht der Jesus der Bibel, sondern ein „anderer“ Jesus. Paulus musste die falsche Toleranz solchem gegenüber bereits den Korinthern klagen:

„Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.“ (2Kor 11,4)

Einen „anderen“ Jesus sollen die, denen die wahre Offenbarung Gottes in seinem Wort noch etwas sagt, nicht annehmen und hinnehmen. Die begeisterten Leser von Sarah Young dagegen verstehen nicht, dass man diesen ausschließlich liebevollen, zärtlichen Kuschel-Jesus nicht annimmt. Unbiblische Offenbarungen sind als Erkenntnis über Jesus Christus jedoch, geistlich gesprochen, nicht „Milch und feste Speise“ (1Kor 3,2), sondern „heilloser Schlamm“:

„Das befremdet sie, dass ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten.“ (1Petr 4,4-5)

Sarah Young glaubt an „ihren“ Jesus und verführt Millionen von Lesern mit außerbiblischen, geistlich einseitigen bis falschen und damit unbiblischen Offenbarungen – ganz abgesehen vom Lehrverbot der Frauen gemäß 1Tim 2,11-12.

„Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts.“ (2Kor 11,13-14)

[Alle Rechte vorbehalten. Abdruck, Veröffentlichung jeglicher Art, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors. Der vorliegende Aufsatz ist ein Kapitel des Buches „Spürst Du Gott schon oder liest Du noch die Bibel?“, das 2013 erscheint. Thorsten Brenscheidt, Tüfinger Str. 3, D-88690 Uhldingen, info@brenscheidt.eu]

Anmerkungen:
Bildnachweis: http://mtlmagazine.com/mtlwp/wp-content/uploads/CoverGirl-SarahYoung-610×305.jpg
[1] Vgl. die fast ausschließlich begeisterten Rezensionen unter URL: http://www.amazon.de/product-reviews/386591649X/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1.
[2] „Die christlichen Bestseller im Juli“, in: ideaSpektrum Nr. 34/2013 (Wetzlar: idea e.V., 2013), S. 10;
„Die christlichen Bestseller im Juni“, in: ideaSpektrum Nr. 29/30/2013 (Wetzlar: idea e.V., 2013), S. 10;
„Die christlichen Bestseller im März“, in: ideaSpektrum Nr. 17/2013 (Wetzlar: idea e.V., 2013), S. 10.
[3] Sarah Young: Ich bin bei Dir. 366 Liebesbriefe von Jesus (Asslar: Gerth Medien, 2008), S. 6f.
[4] Sarah Young, Immer bei Dir, a.a.O., S. 11. (Hervorhebung im englischen Original.)
[5] Johannes Greber, Der Verkehr mit der Geisterwelt (Zürich: A. Brunner, 1932), S. 133.
[6] Sarah Young, Immer bei Dir, a.a.O., S. 11ff. (Hervorhebung im englischen Original.)
[7] Ebd., S. 386.
[8] Ebd., S. 261. (Hervorhebung im Original.)
[9] Ebd., S. 204.
[10] Ebd., S. 54.
[11] Ebd., S. 72.
[12] Ebd., S. 173.
[13] Ebd., S. 224.
[14] Ebd., S. 13.
[15] Ebd., S. 12.
[16] Ebd.
[17] Vgl. die biblisch fundierten Ausführungen von Georg Walter zur „Allgenügsamkeit der Heiligen Schrift“ unter URL: http://distomos.blogspot.de/2012/01/die-allgenugsamkeit-der-heiligen.html.
[18] URL: http://distomos.blogspot.de/2012/01/sarah-young-jesus-ruft-dich.html. (Hervorhebung im englischen Original.)
[19] Ebd., S. 211.
[20] URL: http://distomos.blogspot.de/2012/01/sarah-young-jesus-ruft-dich.html. (Hervorhebung im englischen Original.)
[21] Sarah Young, Immer bei Dir, a.a.O., S. 6.
[22] Ebd., S. 7.
[23] Ebd., S. 18.
[24] Sarah Young, Immer bei Dir, a.a.O., S. 18.
[25] Ebd., S. 297.
[26] Ebd., S. 162.
[27] Ebd., S. 259.
[28] Ebd., S. 41. (Hervorhebung im Original.)
[29] Ebd., S. 413.
[30] URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Mantra.
[31] Ebd.
[32] Ebd.
[33] Ebd.
[34] Othmar Gächter: „Mantra“, in: Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Auflage, Sonderausgabe 2009 (Freiburg i. Br.: Herder: 2006), S. 1286.
[35] Sarah Young, Immer bei Dir, a.a.O., S. 52.
[36] Ebd., S. 270.
[37] Ebd., S. 58.
[38] Ebd., S. 236.
[39] Ebd., S. 88.
[40] Sarah Young, Immer bei Dir, a.a.O., S. 81.
[41] Ebd., S. 202.
[42] Sarah Young: Ich bin bei Dir, a.a.O., S. 201.
[43] Sarah Young, Immer bei Dir, a.a.O., S. 176.
[44] Sarah Young: Ich bin bei Dir, a.a.O., S. 94.
[45] Ebd., S. 263. (Hervorhebung im Original.)
[46] Sarah Young, Immer bei Dir, a.a.O., S. 100f.
[47] Ebd., S. 231.
[48] Ebd., S. 268.
[49] Ebd., S. 108.
[50] Ebd., S. 225.
[51] Ebd., S. 122.
[52] Ewald Martin Plass (Ed.): What Luther says. An Anthology. Volume 3 (St. Louis: Concordia Publishing House, 2006), S. 1462.
[53] Ebd., S. 138.
[54] Sarah Young, Immer bei Dir, a.a.O., S. 288.
[55] Sarah Young: Ich bin bei Dir, a.a.O., S. 99.
[56] URL: http://www.amazon.de/product-reviews/386591649X/ref=cm_cr_pr_hist_5?ie=UTF8&filterBy=addFiveStar&showViewpoints=0&sortBy=bySubmissionDateDescending.

Kommentare

  1. Silvia Schnobrich meint:

    Meine erste Meinung, als ich diesen Artikel gelesen habe. Wieder jemand, der gute christliche Bücher kritisieren will. Jedes christliche Buch, das Erfolg hat und von vielen gelesen wird, wird von Satan angegriffen. Siehe auch die Hütte. Da gibt es ja schon ein Buch dagegen, um zu warnen. Natürlich haben wir Endzeit und die Verführung ist groß. Aber wir haben den Heiligen Geist in uns. Wenn wir wirklich und echt wiedergeboren sind. ER leitet uns in die ganze Wahrheit und wir haben keine Belehrung nötig. Ich habe schon einige Bücher gelesen, wo mir sofort unwohl war und ich gemerkt habe, das ist nicht die Wahrheit. Bei den Büchern von Sarah ging es mir nicht so, Diese Bücher sind für mich wertvoll und ich habe sie schon vielen geschenkt und weiterempfohlen. In erster Linie geht es um eine tiefe und innige Liebesbeziehung zu Jesus. Alles andere ist Religion. Ich bin Geistgetauft und lasse mich vom Hlg. Geist führen. ER ist der beste Lehrer und offenbart uns Jesus so wie ER wirklich ist. Das ist wunderbar und spannend. Es gibt die Gabe der Geisterunterscheidung, die wir bekommen können, wenn wir es wollen. Jesus läßt uns nicht im dunkeln tappen. Dann gibt es Christen die diese Lehre von den Geistesgaben ablehnen oder sogar glauben, wir brauchen das heute nicht mehr. Was für ein großer Irrtum. Gerade in der Endzeit sind diese Gaben sehr wichtig. Können wir doch Dinge erkennen die wir mit unserem Verstand niemals erfassen können. Ich habe keine Angst vor Verführung, weil ich weiss, dass Jesus das gute Werk das er in mir angefangen hat auch zur Vollendung bringt. Amen!! Das war meine spontane Einschätzung. Herzliche Grüsse, Silvia Schnobrich

    • „Gute christliche Bücher“ zu kritisieren hat sicherlich keine Berechtigung, wenn die Prüfung keine solide biblische Grundlage hat. Auch Sarah Young wird sich für ihre „neuen Offenbarungen“ verantworten müssen, ob „ihr Jesus“ der ist, „wie die Schrift sagt“. In Joh. 7,38 heißt es: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, […]“ und nicht: „Wer an mich glaubt, wie seine Bedürfnisse, Wünsche oder Erfahrungen sagen, […]“ Wenn eine biblische Prüfung ausbleibt, kann eine eigene Jesus-Vorstellung mit dem biblischen Jesus verwechselt werden – auch heute: 2.Kor. 11,13-14.
      Wenn jedoch KEIN EINZIGER Kritikpunkt zu Sarah Youngs Offenbarungen biblisch widerlegt wird, fehlt für eine faire Auseinandersetzung die Grundlage. Fraglich ist in Sachen Fairness auch, ob der direkte Vergleich mit Satan („Wieder jemand, der gute christliche Bücher kritisieren will. […] wird von Satan angegriffen.“) als nicht mehr zu steigernder Angriff in die Öffentlichkeit gehört oder nicht doch erst mal in eine persönliche E-Mail?