30. April 2017

Unna: Evangelischer Pfarrer heiratet Mann

Standesamt Unna. Foto: Ulrich Schorn/pixelio.de

Standesamt Unna. Foto: Ulrich Schorn/pixelio.de

(AG WELT) Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet, wird der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Unna (NRW), Jörg Uwe Pehle, am 14. September einen Mann heiraten. Dabei handele es sich um den aus Bremen stammenden Diplomingenieur für Verfahrenstechnik Thomas König.

Pehle besetzt eine der drei Pfarrstellen im Presbyterium des Kirchenkreises und ist für den „Pfarrbezirk Gartenvorstadt“ verantwortlich. Die diensthabenden Pfarrer stehen – so heißt es auf der Internetseite „evangelisch-in-unna.de“ – für den Seelsorge- und Beratungsdienst „in besonderer Weise zur Verfügung“, der mit einem Wort aus dem 2. Brief des Paulus an die Korinther im 3. Kapitel auf der Internetseite begründet wird:

„Gelobt sei Gott, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“

„Ein Gespräch mit einem Pfarrer oder einer Pfarrerin“, so ist die Gemeinde überzeugt, könne helfen, wenn ein Mensch „mit einem Problem nicht weiter kommen“ sollte oder „eine Krankheit“ zu schaffen mache. Pehle ist „Ansprechperson“ für „Unna-Süd-West (Gartenvorstadt und Kastanienhof und westlich der Hertingerstraße bis zum Bornekamp)“.

Die Unnaer Kirchengemeinde bietet „eine neue Form der Trauung“ an. So kann im sonntäglichen Gottesdienst einem Paar persönlich Gottes Segen zugesprochen werden. Dieses Angebot nehmen auch Pehle und König in Anspruch und wollen nach dem Termin im Standesamt den kirchlichen Segen Gottes für ihre homosexuelle Partnerschaft empfangen. „Wir möchten“, so der schwule Pfarrer gegenüber der Zeitung, „unsere Beziehung legalisieren“. Wenn man sich entscheide, das Leben mit jemanden zu verbringen, sei „der Segen Gottes wichtig“, so Pehle.

Die Superintendentin Annette Muhr-Nelson werde den Segnungsgottesdienst in der Stadtkirche leiten. Seitdem sich die beiden Männer entschieden hätten zu heiraten, habe sich ihre Beziehung „noch einmal verfestigt und einen ernsteren Kontext bekommen“, so Pehles Partner. Seit 15 Jahren ist Pehle Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde in Unna und habe „nie einen Hehl daraus gemacht, schwul zu sein“, so die WAZ.

Nicht alle Gemeindeglieder begrüßen die praktizierte Homosexualität ihres Pfarres und haben sich inzwischen eine andere christliche Gemeinde gesucht. Ihrer Ansicht nach ist „Homosexualität nicht die von Gott gewollte Schöpfung“. Wer seine Homosexualität auslebe, „leiste seiner Trennung von Gott Vorschub“, so ein früheres Gemeindeglied gegenüber AG WELT.

Kommentare

  1. interessiert die Kirche eigentlich noch was Gott über die notwendigen Eigenschaften eines Gemeindevorsteher sagt? Interessiert es noch jemanden was Gott über Homosexualität sagt? Haben Betreffende keine Furcht davor, dass Gott sein Wort hält? Warum glauben einige, dass Er seine Verheißungen, sein Wort brechen wird?

    Titus 1,5-9
    Voraussetzungen für den Ältestendienst
    Ich habe dich zu dem Zweck in Kreta zurückgelassen, damit du das, was noch mangelt, in Ordnung bringst und in jeder Stadt Älteste einsetzt, so wie ich dir die Anweisung gegeben habe: wenn einer untadelig ist, Mann einer Frau, und treue Kinder hat, über die keine Klage wegen Ausschweifung oder Aufsässigkeit vorliegt.
    Denn ein Aufseher muß untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigenmächtig, …. sondern …. das Gute liebend, … heilig, beherrscht; einer, der sich an das zuverlässige Wort hält, wie es der Lehre entspricht, damit er imstande ist, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen.

    Ps 19,10
    Die Furcht des Herrn ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des Herrn sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht.

    Spr 1,7
    Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht!

    Spr 1,28-30
    Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich eifrig suchen und nicht finden, weil sie die Erkenntnis gehaßt und die Furcht des Herrn nicht erwählt haben, weil sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisung verschmäht haben.

    1Mo 1,27
    Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.

    3Mo 18,22
    Du sollst bei keinem Mann liegen, wie man bei einer Frau liegt, denn das ist ein Greuel.

    3Mo 20,13
    Wenn ein Mann bei einem Mann liegt, als würde er bei einer Frau liegen, so haben sie beide einen Greuel begangen, und sie sollen unbedingt getötet werden; ihr Blut sei auf ihnen!

    Mt 19,4
    Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf

    Mk 10,6
    Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau erschaffen.

    Röm 1,26 -27
    Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen.

    1Tim 3,2
    Nun muß aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfreundlich, fähig zu lehren;

    1Tim 3,12
    Die Diakone sollen jeder Mann einer Frau sein, ihren Kindern und ihrem Haus gut vorstehen;

    2Tim 4,3
    Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben;

    Hebr 5,12
    Denn obgleich ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr es wieder nötig, daß man euch lehrt, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise.

    Jak 3,1
    Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wißt, daß wir ein strengeres Urteil empfangen werden!