19. August 2017

„Der Islam erhält Körperschaftsstatus in Deutschland“

Foto: Screenshot ahmadiyya.de

Foto: Screenshot ahmadiyya.de

In einer Bildergalerie seiner Internetplattform schreibt der Muslimverein „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ (AMJ): „Der Islam erhält Körperschaftsstatus in Deutschland“ (siehe Foto).

Damit suggeriert diese muslimische Vereinigung die grundsätzliche staatliche Anerkennung der islamischen Religion als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) in Deutschland.

Tatsache ist: Das Bundesland Hessen hat Ende April den in Frankfurt am Main ansässigen Verein als KdöR anerkannt, der seitdem rechtlich auf gleicher Stufe wie die evangelische oder katholische Kirche in Deutschland steht, Steuern einziehen und andere Rechte in Anspruch nehmen kann.

Die in den 50er Jahren gegründete AMJ hat inzwischen etwa 225 Gemeinden und mehr als 35.000 Mitglieder. Sie unterhält bundesweit 36 Moscheen mit Minarett und Kuppel, weitere sollen in Kürze eingeweiht werden. Vom nächsten Schuljahr an begleitet die AMJ den staatlich genehmigten „bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht“ an Grundschulen.

Nach eigenen Angaben sei die AMJ „weder eine neue Religion, noch eine Ergänzung zu einer alten.“ Sie erkläre nur „die Weisheit und die Philosophie des Islam für unsere Zeit“, heißt es auf der Internetseite der sogenannten „islamischen Reformbewegung“. Auch die Lehre der AMJ basiere „auf dem Heiligen Koran, der Sunna und den Hadith.“ Die AMJ hält „unabänderlich an die fünf Grundpfeiler des Islam fest“ und bekräftigt:

„Dementsprechend definieren die Glaubensartikel der AMJ den Koran als Wort Gottes, das die Menschen führt und leitet, und den Heiligen Propheten Muhammadsaw als vollkommene Verkörperung der islamischen Lehren, dessen Beispiel (Sunnah) jeder Muslim nacheifern soll.“

Jedes „neue Zeitalter“ bringe „neue Herausforderungen mit sich, so dass Gott (Allah) den Muslimen versprochen hat, ihre Religion von Zeit zu Zeit zu erneuern bzw. zu reformieren.“ Die Aufgabe eines Mudschaddids (Erneuerer der Religion) sei es, „die ursprünglichen Lehren der Religion wiederherzustellen und den Heiligen Koran entsprechend den Nöten und Herausforderungen des neuen Zeitalters zu interpretieren“, heißt es weiter.

Die Interpretation von „Nöten und Herausforderungen“ obliegt demnach einzig allein der AMJ, die den 2003 gewählten sogenannten „fünften Nachfolger des Verheißenen Messias“, Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, zum Oberhaupt (Kalifen) hat. Der Glaube der Ahmadis gründet sich auf die Vision des Begründers ihrer Bewegung, Mirza Ghulam Ahmad. Er war davon überzeugt, dass in Europa „der Islam blühen und die Welt beherrschen“ werde.

Bereits 2002 bezeichnete die Erziehungswissenschaftlerin Hiltrud Schröter in ihrer Schrift „Ahmadiyya-Bewegung des Islam“ die Ahmadiyya als Bewegung, die eine nach dem religiösen Gesetz des Islam (Scharia) ausgerichtete Gesellschaftsordnung anstrebe. Die Schriften der Ahmadiyya bezeichnete die 2010 verstorbene deutsche Wissenschaftlerin als „antichristlich“ und „antidemokratisch“. Von 1988 bis 2002 arbeitete Schröter als pädagogische Mitarbeiterin im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Kommentare

  1. Ute Brause meint:

    Als Christen wissen wir, dass das, was „in der Welt“ passiert, immer mehr dem widersprechen wird, was uns Gottes Wort sagt. Es ist erschreckend, in welch kurzer Zeit christliche Werte immer mehr relativiert und beliebig und austauschbar gemacht werden. Wir haben als Christen die Verantwortung, in unserem persönlichen Umfeld andere Maßstäbe zu leben und weiterzusagen, z. B., dass Allah NICHT der Vater unseres Herrn Jesus Christus ist.