28. April 2017

An 27 hessischen Grundschulen Islamunterricht

Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Von Gigi Romeiser

Während der Diskussion um die Einführung von Islamunterricht an 27 hessischen Schulen teilte Integrationsminister Jörg Uwe Hahn schon vor Jahren mit, daß man nicht sicher sei, ob die Religionsgemeinschaft „Ditib“ als Partner die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen erfülle.

Kritisch werde vor allem gesehen, die Zusammenarbeit von Ditib und der türkischen Religionsbehörde. Denn die Ditib müsse den Unterricht organisieren. „Wir haben wenig Ermessen als Hessische Landesregierung“, ließ er erstaunlicherweise verlauten.

Diese Meldung macht einmal mehr deutlich, wie gering der Informationsstand unserer Politiker ist und mit welcher Naivität sie solch schwerwiegende Entscheidungen treffen.

Die Ditib hat inzwischen – warum auch immer – die Gnade der hessischen Regierung gefunden. Vielleicht weil der Vorsitzende der Ditib beschwichtigte und wahrheitswidrig behauptete, sie hätten organisatorisch überhaupt keine Berührung mit Ankara.

Ditib keinen Kontakt zur türkischen Regierung?

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Die Ditib ist die türkische Regierung. Von der Türkei aus wird unser Land schon lange fremdbestimmt von dieser machtvollen Vertretung türkisch/islamischer Interessen – der Ditib – einem Amt für religiöse Angelegenheiten. Der Etat dieses Amtes ist der größte nach dem Militärhaushalt. Ditib ist ein Teil der türkischen Staatsgewalt. Sie untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht in Ankara und damit dem türkischen Ministerpräsidenten.

Sie ist in Deutschland Besitzer vieler der 2.500 im Grundbuch eingetragenen Moscheen, die somit dem türk. Staat gehören – quasi exterritoriales Gebiet. Hunderte von Imame (130 jährlich) werden nach Deutschland geschickt (etwa 500 bis 600 sind ständig hier). Sie sind überwachte türkische Staatsfunktionäre; wie die Lehrer (letztere bezahlen wir), die an deutschen Schulen Islamunterricht erteilen.

Minister Hahn und die hessische Kultusministerin verantworten, daß sie mit der Einführung des Islamunterrichts dem türkischen Staat die Möglichkeit eröffnen, Einfluß an deutschen Schulen zu nehmen, der sich der Kontrolle der Kultusbehörde entzieht.

Mein Brief an Hahn 2011 in dieser Angelegenheit blieb unbeantwortet und unbeachtet.

[Leserbrief von Gigi Romeiser an den Hanauer Anzeiger zum Beitrag „Maintaler Grundschule startet im neuen Schuljahr mit Islam-Unterricht“]