30. April 2017

Buddhismus im Mutterland der Reformation

Quelle: amitayus.net

Quelle: amitayus.net

Im Mutterland der Reformation, im erzgebirgischen Schönfeld, steht das einzige buddhistische Kloster Sachsens mit Namen „Amitayus“.

Vor etwa einem Jahr erwarben zehn buddhistische Mönche und Nonnen den alten Landgasthof „Weiße Mühle“ in der 235 Einwohner (Stand: 30.06.2011) zählenden Gemeinde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, um ein buddhistisches Zentrum einzurichten.

Zum Ortsteil Schönfeld schreibt das Gemeindeamt Schmiedeberg auf seiner Internetseite: „Das Ortsbild wird von der Kirche beherrscht“. Weiter heißt es: „Schönfeld ist ein Ort für Urlauber die Ruhe und Entspannung suchen.“ Vielleicht machen sich die zugezogenen Buddhisten diese menschliche Sehnsucht zunutze, um ihre Religion an den Mann und an die Frau zu bringen.

Die Gemeinschaft besteht nach eigenen Angaben aus Mönchen und Nonnen verschiedener buddhistischer Traditionen. Der Leiter und Gründer des Zentrums ist Thich Hanh Tan. Seine Schüler entstammen der Dharmagupta Vinaya Tradition des Buddhismus. Der Vinayapitaka ist eine Sammlung von buddhistischen Ordensregeln und bildet die Grundlage für das buddhistische Mönchtum. In der Dharmaguptaka Vinaya haben Bhikkhus (Mönche) 250 Regeln und Bhikkhunis (Nonnen) 348 Regeln für den Tagesablauf für Umgangsformen im Kloster und mit buddhistischen Laien zu beachten, die auf den einstigen Bettelmönch, Buddha und Gründer des Buddhismus Sakyamuni (Siddhartha Gautama) zurückgehen.

Das buddhistische Zentrum erfahre, so die dort niedergelassenen Mönche und Nonnen, „Unterstützung von Laien BuddhistInnen, die für eine kürzere oder längere Zeitspanne in der Gemeinschaft eintauchen, um nach deren Rythmus zu leben und zu praktizieren“. Wenn sie dann nach einer so intensiven Zeit in Schmiedeberg wieder nach Hause kämen, könne für sie „das Leben eine neue, nie erahnte Tiefe erfahren“. So könnten Schieflagen „vielleicht wieder ausbalanciert werden“, so dass Friede und Freude keine Fremdworte mehr blieben.

Das buddhistische Kloster sei ins Leben gerufen worden, um „Platz für Praktizierende zu schaffen, die die Lehren des Buddha intensiv üben und verwirklichen möchten“. Es sei offen für Menschen, „die die Meditation in ihren verschiedensten Formen wie stilles Sitzen, Buddhanamen Verinnerlichen, Vajrayanapraktiken u.v.m. ausüben wollen“. Ziel jeder praktischen Übung nach strengen Maßregeln ist es, über intensives „In-sich-Gehen“ die vollkommene Erleuchtung Buddhas zu erlangen.

Zum früheren Schönfelder Landgasthof „Weiße Mühle“ gehören etwa 15.000 qm Land. Nach einem Bericht der BILD-Zeitung habe „Meister Thich Hanh Tan“ das Anwesen für 115.000 Euro erworben, alles seien Spendengelder von Anhängern der buddhistischen Religion.

Buddhistische Mönche, Nonnen und Laien glauben an fortlaufende „Reinkarnationen“(Wiedergeburten). Mit dem Austritt aus dem „Samsara“, dem sogenannten Kreislauf des Leidens und der Wiedergeburten, stehe am Ende die vollkommene Erlösung, die Auslöschung im Nirvana, im Nichts. Das nennen Buddhisten Seeligkeit.

Die buddhistische Lebensweise steht im krassen Widerspruch zum christlichen Glauben.