19. Oktober 2017

Ramadan: Schulen sollen Rücksicht auf Muslime nehmen

Imam-Ali-Moschee Hamburg-Uhlenhorst. Foto: Bernd Sterzl/pixelio.de

Imam-Ali-Moschee Hamburg-Uhlenhorst. Foto: Bernd Sterzl/pixelio.de

(AG WELT) Da sich Muslime mitten im Fastenmonat Ramadan befinden, die großen Sommerferien in Hamburg aber vorüber sind, fordert die Schulbehörde von den Schulen Rücksicht gegenüber muslimischen Schülern.

In einem Merkblatt an die Lehrer erwartet Hamburgs Schulbehörde, dass Lehrer betreffende Schüler im Sportunterricht nicht zu sehr fordern. Auch von Klassenfahrten wird abgeraten, da diese eine zu große Belastung im Ramadan darstellen könnten.

Da sich viele Mädchen und Jungen bereits in jungen Jahren am islamischen Ritus des Fastens beteiligen, sollten die Mitwirkung an der Tradition durch die Schulen unterstützt werden. Wenn sich bei Kindern der Gesundheitszustand wegen Flüssigkeitsverlust verschlechtern sollte, möchten die Lehrer Kontakt mit den betreffenden Eltern aufnehmen, so die Behörde.

Der islamische Fastenmonmat Ramadan dauert noch bis zum 19. August und geht in ein dreitägiges Fest über. Für muslimische Schüler gibt es aus diesem Anlass einen Tag schulfrei. Auch Kinder jüdischen oder christlichen Glaubens werden bei bestimmten „religiösen Festen“ von der Schule befreit.

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