11. Dezember 2017

Für Muslime „Platz in der Mitte der Gesellschaft“

Foto: Bernd Sterzl/pixelio.de

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(AG WELT) Hamburg plant einen Staatsvertrag mit drei islamischen Verbänden und der alevitischen Gemeinde.

Der Senat verhandelte mit der SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V., mit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), mit dem Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) und mit der alevitischen Gemeinde Hamburg e.V. (HAKM).

Damit ist Hamburg das erste Bundesland, das mit einem staatlichen Regelwerk dem Islam Rechte und Pflichten bestätigt. Wie Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) bei der Vorstellung des Vorhabens am 14. August in der Freien und Hansestadt sagte, will man den etwa 130.000 in Hamburg lebenden Muslimen und Aleviten den „Platz in der Mitte der Gesellschaft“ einräumen.

Das Vertragswerk, das bereits im Herbst beschlussfähig werden soll, regelt beispielsweise einen gemeinsamen Religionsunterricht für evangelische und muslimische Kinder, die Anerkennung von drei islamischen Feiertagen, die Trägerschaft von Kindertagesstätten und den Bau von Moscheen.

Die beiden großen Kirchen, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland und das Erzbistum Hamburg, unterstützen das Projekt. Für deren Bischöfe schaffe der Staatsvertrag „Sicherheit und Verlässlichkeit für beide Seiten“. Muslime und Aleviten trügen zur Gestaltung Hamburgs bei und erführen dadurch „öffentliche Anerkennung“. So will man seitens der Kirchen den Religionen Raum geben und den interreligiösen Dialog fördern.

Kommentare

  1. Kritik am Staatsvertrag mit Muslimen

    Die Nord-„Kirche“ in persona Kirsten Fehrs („Bischöfin“ in Hamburg) und hinter ihr stehend deren Leiter, Ullrich (Schleswig), sowie der umstrittene Weihbischof Jaschke (katholisch) begrüßen den geplantenVertrag der Stadt Hamburg mit den Muslimen. Die Kirchenleiter stimmen auch der Einführung des Chrislam-Unterrichts in öffentlichen Schulen zu – obwohl sie dazu kein Mandat haben.

    Das ist der Supergau einer selbstherrlich auftretenden Führungsclique in den Kirchen, die sich auch über Bibel und Grundgesetz hinwegsetzt. In Artikel 7 (Schulwesen) ist ausdrücklich geklärt, dass der christliche RU in den öffentlichen Schulen ordentliches Lehrfach ist und unter der Aufsicht der „Religionsgemeinschaften“ – gemeint sind die verschiedenen Kirchen, nicht aber andere Religionen – erteilt wird.

    Seit 2007 wird bereits über diesen „Staatsvertrag“ verhandelt. Die Kirchen hätten also genug Zeit gehabt, ihren Einfluss geltend zu machen. Doch was wollte man von der „weltweit ersten Bischöfin“ Jepsen schon erwarten, die sogar an Schwulen- und Lesben-Partys teilnahm? Und Bischöfin Fehrs? Der Schleswiger Nordkirchenleiters Ullrich lobte sie als „reflektierte Theologin und brillante Predigerin“, die die Kirche zukunftsfähig gestalten werde (HA vom 21.06.12). Ansonsten rauscht die Hamburger Problematik mit den Muslimen, die vom Verfassungsschutz observiert werden, an ihr vorüber. Allerdings auch an Ullrich, der durchaus ein offenes Ohr für Religionsvermischung hat. Tatsache ist jedenfalls, dass die Hamburger Kirche unter ihren Leiterinnen einen erheblichen Mitgliederschwund zu verzeichnen hat. Als die neue Bischofsfrau von den Presseleuten gefragt wurde, wie sie es denn nun mit den Muslimen halten werde, meinte sie etwas naiv: sie könne sich Muezzinrufe in der Hansestadt vorstellen, wenn die Muslime i h r e (!) Bedingungen einhielten! Solche Rufe (die Allah als den „Größten“ preisen, sind zugleich mit der Aufforderung an die „Ungläubigen“, sich Allah zu unterwerfen, verbunden!) seien akzeptabel, wenn „Moscheen kooperierend, demokratisch, integrierend und anti-islamistisch“ seien! Man merkt, die gute Frau hat sich noch nicht mit den koranischen Lehren und der Schari´a befasst!

    Schon 2002 beklagte der wirkliche Islam-Kenner und Orientalisten Hans-Peter Raddatz den weit verbreiteten „Mythos vom toleranten Islam“ (FAZ vom 11.09.2002) und betonte, dass „literarische Fiktionen, zum Beispiel Lessings „Nathan der Weise“ und politische Wunschbilder einen ehrlichen Dialog erschweren. In seinem Buch „Von Allah zum Terror“ (München 2002) warnt Raddatz vor der Verharmlosung des Islam.

    Heftige Kritik an einer „kirchlichen Überanpassung an die Moderne“ übt auch der renommierte Medientheoretiker Prof. Norbert Bolz, Berlin. Dies gelte besonders für die evangelische Kirche: „Das ist eine Anbiederung, die gnadenlos ist und keine Grenzen mehr kennt – das bringt die Kirche um“, sagte der Protestant auf einem Kolloquium in Bonn über Christliche Medienpräsenz in Deutschland. Bolz kritisierte auch einen „ausgeprägten Meinungsjournalismus“ in Deutschland, der einen „radikalen Antiklerikalismus“ vertrete und den Kirchen vorschreiben wolle, wie sie sich an die moderne Welt anpassen sollten („idea-Spektrum 19/2011).

    Dieser Supergau für die Kirchen in Deutschland kommt aber nicht von ungefähr und hat schon eine lange Tradition. Er ist aber für manchen überraschend, weil die Kirchen diesem Synkretismus (Religionsvermischung), der in der Bibel im Zusammenhang der Untreue Israels gegenüber GOTT als „Ehebruch“ bezeichnet wird und die lange Zerstreuung des Gottesvolkes zur Folge hatte, freiwillig zustimmt. Nur im Unterschied zu Israel macht die Kirche nun gemeinsame Sache mit denen, für die Juden und Christen Todfeinde sind! In allen islamischen Herrschaftsgebieten werden „Ungläubige“ (Juden und Christen vor allem) unterdrückt, verfolgt, getötet oder doch wenigstens als Dhimmis gedemütigt. Dhimmis sind im System der Schari´a geduldete Minderheiten, fast ohne Rechte, sie müssen jedoch eine Kopfsteuer bezahlen, sind aber von der Wehrpflicht befreit. Der ehemalige deutsche Botschafter, der promovierte Jurist, Dr. Wilfried „Murad“ Hofmann (ZMD), der die Einführung der Schariá in Deutschland befürwortet, bezeichnet das islamische Minderheitenrecht als „das liberalste Statut für Andersgläubige, … das die Welt bis heute gesehen oder normiert hat“ (Webseite des ZMD http://www.zentralrat.de vom 30.08.2004).

    Ein Großteil der „Kirche“ verbündete sich schon mit den Machthabern während der Diktatur der braunen Sozialisten („Reichskirche“). Aus diesem Desaster lernten nur wenige dazu! In der Zeit der Diktatur der roten Sozialisten in der DDR bemühten sich besonders westdeutsche Kirchenleiter sozialistischer zu sein als ihre Genossen auf der anderen Seite von Mauer und Stacheldraht. Einige sehen selbst heute darin keinen Makel. So stimmte die Magdeburger Bischofsfrau der Führerin der SED-Nachfolgeorganisation, Gesine Lötzsch, erst kürzlich zu, als diese die Rückkehr in den DDR-Sozialismus als Parteiziel ausgab.

    Die „Vergeschwisterung“ der Kirche mit dem Islam, der dritten Diktatur unserer Zeit, die der Islam-Kenner Bassam Tibi als „Polit-Ideologie“ bezeichnete, der Londoner „Telegraph“ titelte jedoch am 29.12.09 schärfer: Der Islam „A murderous ideology tolerated for too long“ . Kirchenleitungen haben schon früh mit dem Islam angebandelt. So wurden die „Palästinenser“ von Anfang an in jeder Weise in ihrem Kampf gegen Israel unterstützt, indem die „Palästinensische Theologie“, die das AT nicht mehr gelten lässt und Israel aller Rechte auf sein Land berauben will, unterstützt. Kirchenleiter besuchten häufig den Terroristen und Friedensnobelpreisträger Arafat und werteten ihn damit auf. In Deutschland begann spätestens in den 70er Jahren die „Dialog-Kultur“. Kirchenleiter förderten die Unterwerfung unter den Islam, der gar nicht daran dachte, seinen Anspruch, die „einzig wahre Religion“ zu sein, aufzugeben. Da wurden Kronleuchter zu Moschee-Einweihungen geschenkt, weiterer Moscheebau gefordert und gefördert (Kock, Schneider), zum Ramadan Glückwünsche übermittelt – obwohl doch der Ramadan zur Erinnerung an die „Herabsendung“ des Koran begangen wird und Christen in dieser Zeit nichts zu lachen haben – berechtigte Kritik an den meschenverachtenden Lehren des Koran als „krankhaft und unchristlich“ (Schneider) gescholten.

    Die ersten „Islam-Beauftragten“ der Kirchen wurden berufen. Sie sollten den zweifelnden Christen den Islam schmackhaft machen. Auch in den Parteien rührten sich die ersten Befürworter der islamischen Ideologie. Die „C“SU hielt sich noch zurück, nicht so die „C“DU. Hier war sie sich mit den Linken und Grünen eins: der „Islam-Unterricht“ wurde zuerst in Niedersachsen unter dem Ex-MP und Ex-Präsidenten Wulff eingeführt. Weitere „C“DU-Länder folgten.

    Zurück zur Islam-Reformation in Nordelbien. Ausgerechnet vom Nordelbischen Missionszentrum wurde Anfang der 90er Jahre ein junger Absolvent der Theologie mit dreimonatiger Erfahrung an einer islamischen Uni in Nordafrika in das Amt eines Islam-Beauftragten berufen. Landauf, landab informierte er mündlich und schriftlich in Hamburg und im ländlichen Schleswig-Holstein die uninformierten Christen über die vermeintliche Ähnlichkeit des Islam mit dem christlichen Glauben. In der Schrift des Hamburger Missionswerks „nm“ schrieb er unendliche Folgen über den Islam, die einen nicht bibelfesten Christen schon ins Schleudern bringen konnten. Proteste und Gespräche halfen nichts – weder beim Missionswerk noch bei dem damaligen Schleswiger Bischof Knuth.

    Die Befürwortung der Islamisierung wurde stärker, sowohl von Seiten der Kirchen als auch von der Politik. Immer häufiger war zu hören, der Islam gehöre zu Deutschland. In Hamburg konnte sich die „weltweit erste Bischöfin“ Jepsen, aber auch Weihbischof Jaschke, die täglichen Rufe des Muezzin vorstellen. Im Zentrum des Muezzin-Rufes steht aber nicht der Ruf zum „Gebet“ (Rezitation von Suren), sondern die Lobpreisung Allahs als dem „Größten“ (über alle anderen Götter) und die Aufforderung an die „Ungläubigen“ sich Allah zu unterwerfen. Die neue Bischöfin Fehrs denkt ebenso und Kirchenleiter Ullrich hat nichts dagegen. Die ehemalige Lübecker „Bischöfin“ Bärbel Wartenberg-Potter versuchte auch ihr Bestes in Sachen „Dialog“ mit den Muslimen, aber nicht einmal ein „christlich-islamischer“ Frauengesprächskreis kam zustande. Es entsteht der Eindruck, dass alle diese Befürworter des Islam nicht wussten bzw. wissen, was der Islam überhaupt ist und was er für Ziele hat. Propst in Lübeck war zu jener Zeit ein Mann, der nicht nur alles mitgetragen hat, sondern nun in Hannover der Landeskirche vorsteht. Nach dem Abgang von Bärbel Wartenberg-Potter wurde auch der Lübecker Bischofssitz aufgegeben. Ein Zeichen, aber auch eine Folge der Gleichgültigkeit vieler „Christen“ in der Hansestadt. Dem niedersächsischen Landesbischof Meister blieb es nun als erstem „Geistlichen“ vorbehalten, die Einführung der menschenverachtenden Lehren des Koran auch an einer kirchlichen Privatschule bei Hannover anzuordnen.

    Dass die Verhandlungen mit den muslimischen Verbänden in Hamburg bereits seit fünf Jahren geführt werden, erstaunt. Sie fingen also unter Bürgermeister Ole von Beust („C“DU) unter Mitwirkung von Maria Jepsen an und wurden abgeschlossen unter dem jetzigen Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und der Nachfolgerin von Jepsen.

    Das Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland (BIG e.V.) ist ein von Muslimen in Neumünster gegründeter Landesverband mit Sitz in Hamburg. Er ist Mitglied im Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland. Vorsitzender ist Ramazan Ucar, der „Theologie und Islamwissenschaften in Syrien studiert hat. Das Bündnis, mit dem HH einen Vertrag abschließen will, vereint DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion), SCHURA („Versammlung“, in der verschiedene Gruppen zusammen geschlossen sind, die von MILLI GÖRÜS – islamische Vereinigung der neuen Weltsicht- dominiert werden – und VIKZ (Verband der Islamischen Kulturzentren).

    Aus der Hamburger Taiba-Moschee, die (erst) im August 2010 geschlossen wurde, stammen bekanntlich einige der Selbstmordattentäter von 9/11-2001. Die Aktivitäten einiger aus der „salafistisch-dschihadistischen“ Szene wichen deshalb nach Schleswig-Holstein aus. Die übrigen der obigen islamischen Vereine haben zwar unterschiedliche Schwerpunkte, vom Verfassungsschutz werden aber alle mehr oder weniger beobachtet. Sowohl der neue Innensenator Neumann (OHA 24.05.2011) als auch der frühere schleswig-holsteinische Innenminister Schlie (LN 04.05.2011) beobachten die islamischen Aktivitäten in ihren Bereichen mit gemischten Gefühlen und sehen in der islamischen Bedrohung „die größte Gefahr“.

    Die zum Teil aus dem türkischen Ministerium für Religion aggressiv gesteuerte Mission der Milli Görüs führte dazu, dass im ländlichen Schleswig-Holstein mittlerweile 37 Moscheen stehen, darunter die Milli Görüs Großmoschee in Rendsburg mit zwei 26 Meter hohen Minaretten. Eine weitere Großmoschee ist in Bad Segeberg geplant.

    Wie sehr „C“DU-Politik und Kirche dem Islam entgegen kommen, wurde bei der Einweihung des islamischen Zentrums der Milli Görüs am 09.10.2009 in Rendsburg deutlich. Der ehemalige MP Carstensen („C“DU) meinte da wohlwollend: „Diese Moschee hat eine wunderbare Ausstrahlung von Sanftmut! … Ich bin stolz eine solche Moschee in m e i n e m Bundesland zu haben … Die Moschee wird ein Symbol für Frieden und Freiheit sein! … Ich freue mich, wenn man in dieser Art und Weise und in Ehre seinem Herrgott dienen kann und hier beten kann.“

    Bei diesem frohen Anlass konnte der jetzige Islam-Beauftragte der Nordelbischen Kirche, „Pastor“ Dr. Detlef Görrig, nicht schweigen. Er mahnte zur Toleranz – nicht etwa an die Intoleranten gerichtet, sondern an die 850 besorgten Rendsburger, die eine Moschee in ihrer Nachbarschaft nicht haben wollten!

    Es ist erschütternd und macht mehr als traurig, dass die „Kirche“ mit der ihr am härtesten widerstehenden „Religion“ einen solchen Vertrag schließen will, durch den der HERR der Kirche, JESUS CHRISTUS, verraten und verworfen wird. Sein Evangelium, das ja immerhin noch ansatzweise in der Schule verbreitet werden konnte, wird nun der Vermischung Chrislam geopfert, die niemandem zum Heil werden kann. Und was werden unsere Glaubensgeschwister in den Ländern der blutigen Verfolgung sagen?

    H.N. 17.08.2012