27. April 2017

Westfalen: Aberglaube im „RELIGIO“-Museum

Foto: Thomas Schneider

Foto: Thomas Schneider

(AG WELT) Am kommenden Freitag, dem 13., eröffnet das Westfälische Museum für Religiöse Kultur „RELIGIO“ in Telgte eine Ausstellung zum Thema „Aberglaube“.

Die Museumsleitung teilt mit, dass abergläubisches Denken und Handeln aus der Vergangenheit mit Blick auf den „Hexenhammer“ 1511 bis in die Gegenwart zum sogenannten „Italien-Fluch“ der deutschen Fußball-Nationalmannschaft 2012 reiche. Von Amulett bis Zauberei werde alles gezeigt, was unter Aberglaube einzuordnen ist. Alle Exponate sollen in einem „zauberhaften Zusammenhang“ mit Objekten der Künstler von Ines Braun und Iris Stephan präsentiert werden, so die Verantwortlichen.

Von den drei Freitagen, die auf einen 13. fallen, ist der kommende in diesem Jahr der Letzte. Wollte man die Ausstellung an einem Freitag, dem 13. wiederholen, müssten die Veranstalter bis zum September oder Dezember 2013 warten.

Kommentar

Immer wieder beschäftigt Menschen die Frage, ob Freitag, der 13. Unglück bringt. Online-Zeitungen starten Umfragen, ob sich der Mensch an so einem Tag anders verhalte als sonst. In manchen Hotels fehlt das Zimmer mit der Nummer 13. Der abergläubische Mensch assoziiert Freitag den 13. mit Pleiten, Pech und Pannen. Aberglaube ist ein Symptom für versteckten oder offensichtlichen Mangel an Gottesglauben. Die krankhafte Angst vor einem Freitag dem 13. wird Paraskavedekatriaphobie genannt. Manche trauen sich an so einem Tag nicht auf die Straße, bleiben in ihren vier Wänden oder gleich im Bett. Statistiken belegen, dass an einem Freitag, dem 13. nicht mehr Unfälle geschehen als an einem anderen Tag im Jahr. In der jüdischen Tradition ist die 13 sogar eine Glückszahl und ein Symbol Gottes, weil sie über der Zwölf steht. Was die Ausstellung im Westfälischen Museum für Religiöse Kultur angeht, wäre eine Besinnung auf christliche Werte wünschenswert, zumal im „RELIGIO“-Objekt einst ein Krippenmuseum untergebracht war.