16. Dezember 2017

Medienkonzern Google fördert Homosexuelle

Alexander Klaus  / pixelio.de

Alexander Klaus / pixelio.de

(AG WELT) Mit einer weltweiten Kampagne gegen „Homophopie“ will der Medienkonzern „Google“ die Rechte homo- und transsexueller Menschen stärken.

Unter dem Motto „Legalise Love: LGBT Rights Are Human Rights“ will der Suchmaschinenkonzern Google mit einer Reihe von Projekten den Finger in die Wunde der Staaten legen, in denen gleichgeschlechtliche Partnerschaften unterdrückt werden.

Schon seit längerem gleiche das Unternehmen seinen homosexuellen Mitarbeitern finanziell Steuervergünstigungen aus, die ausschließlich heterosexuellen Ehen gewährt würden. Nun will Google mit der Kampagne erreichen, dass ihre „schwulen, lesbischen und transsexuellen Mitarbeiter außerhalb des Büros ebenso gleichberechtigt sind, wie am Arbeitsplatz“, so Firmenmanager Palmer-Edgecumbe auf einer Pressekonferenz.

Die Förderung von Homo- und Transsexuellen soll über Seminare, Lehrgänge, Konferenzen und Kooperationen mit verschiedenen Initiativen und Unternehmen laufen. Besonders in Polen würde die katholische Kirche durch Einflussnahme auf die Gesetzgebung eine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare behindern. Aber auch der Insel- und Stadtstaat Singapur sei ein Schwerpunktland, wo Menschen wegen ihrer Homosexualität diskriminiert würden. Besonders in Ländern, wo Google eine Niederlassung habe, wolle man den Druck auf die Regierungen verstärken. In London will sich Google an der „World Pride“ der Lesben- und Schwulenbewegung mit einer Tagung beteiligen.

Laut Projektinformationen sollen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle dazu ermutigt werden, ihre „ganze Persönlichkeit“ an den Arbeitsplatz mitzubringen und dort zu entfalten. Bereits im letzten Jahr hätten mehr als eintausend Google-Beschäftigte an Pride-Events teilgenommen.

Google ist weltweit Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen. Der Marktanteil liegt bei etwa 82 Prozent. Weit abgeschlagen liegen bing.com mit 5,4 Prozent auf Platz 2 und T-Online mit 3,8 Prozent auf Platz 3 der Rangliste. T-Online, Web.de, AOL Suche und gmx.net verwenden selbst Google als Internetpartner. Allein die Suchmaschine Yahoo verwendet Bing.