28. Juni 2017

„Der Weg zum Glück“ zu Olympischen Spielen

Foto: Wolfgang Pfensig/pixelio.de

Foto: Wolfgang Pfensig/pixelio.de

(AG WELT) Wie aus einer Meldung der Nachrichtenagentur idea hervorgeht, werben Scientologen bei den Olympischen Spielen für ihre Lehren.

Mindestens zwei Millionen Broschüren „Der Weg zum Glück“ des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard (1911-1986) sollen, so der Vertriebsleiter des scientologischen Bridge-Verlags in Großbritannien, Patrick Howson, gegenüber der Londoner Zeitung „The Times“, verteilt werden.

Scientology bezeichnet sich als Kirche und gibt vor, den einzigen Weg für das Überleben der Menschheit zu wissen. Kritiker werfen Scientology vor, ihre Mitglieder durch das Kursprogramm „Dianetik“ in psychische Abhängigkeit zu bringen und auszubeuten.

Erstmals im Juni 1997 stellte die Ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK) in Deutschland fest, dass bei der „Scientology-Organisation“ (SO) Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung bestehen. Seitdem beobachtet das Bundesamt für Verfassungsschutz und einige Landesämter die angebliche Kirche. Nach Verfassungsschutzangaben soll diese „religionsgemeinschaftliche Organisation“ in Deutschland etwa 6.000 Anhänger haben.

Zu den Olympischen Spielen, die bis zum 12. August in London stattfinden, sind auch Vertreter anderer Religionen vertreten. Christen haben für das sportliche Weltevent die missionarische Initiative „More than Gold“ ins Leben gerufen.