22. Mai 2017

Jeder vierte Deutsche glaubt an Horoskope

Foto: Thomas Schneider

Foto: Thomas Schneider

(AG WELT) Für die Märzausgabe des Magazins „Reader’s Digest“ wurden die Deutschen befragt, ob die Sterne ihr Leben bestimmen oder beeinflussen. Im Ergebnis der Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut Emnid glauben das 25 Prozent.

Dass also die Position der Sterne und Planeten zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes weiteres Leben bestimmen, glaubt jeder vierte Deutsche. Die auf Tierkreiszeichen aufgebauten Horoskope sollen darüber Auskunft geben können, wie sich die Konstellation der Himmelskörper in einer Vorausschau auf das persönliche Alltagsleben auswirken werde.

Ob es um Glück in der Liebe oder um Stress im Beruf geht, ob man Auskunft darüber haben möchte, wie sich das Eheleben entwickelt oder wann Mann oder Frau endlich den passenden Partner findet. All diese Lebensfragen sollen Horoskope beantworten können, so glaubt es jedenfalls ein Viertel der deutschen Bevölkerung. Dazu wurden 1006 repräsentativ ausgewählte Teilnehmer befragt.

Eher ernüchternd ist das Ergebnis, dass nur zwei Prozent der Befragten glauben, dass die eigene Persönlichkeit und der Lebensweg einzig und allein von den Sternen bestimmt werden. Immerhin 23 Prozent meinen aber, dass sie einen gewissen Einfluss hätten.

Besonders Frauen würden ihr Leben nach den Sternen ausrichten. Mit 33 Prozent bilden sie die stärkste Gruppe bei den Horoskopgläubigen. 35 Prozent der Deutschen würden zwar Horoskope lesen, aber „nicht wirklich“ daran glauben. 39 Prozent meinen, dass Sterne keinerlei Macht über ihr Leben hätten und Horoskoplesen reine Zeitverschwendung sei.

Der Naturwissenschaftler und Autor mehrerer Bücher Prof. Werner Gitt schreibt in seinem Buch
„Wunder und Wunderbares“(ab Seite 293): „Alles, was… in Horoskopen über die Zukunft erzählt wird, kann man getrost vergessen! Das Einzige, was bleibt, ist die zermürbende Angst, damit leben zu müssen. Man lebt in einem ständigen Zustand der Beeinflussung, in einem hilflosen Ausgeliefertsein und in einer Ohnmacht und ist nicht mehr in der Lage, etwas daran zu ändern. Die Sterne… sagen es ja; so steht es nun mal für dein Leben geschrieben, und du kannst dem nicht entrinnen!“