26. Juni 2017

„Islamische Unternehmen gesucht“ – Ein Kommentar

Foto: Screenshot

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(AG WELT) Ende Januar veröffentlichte SPIEGEL ONLINE einen Beitrag mit der Überschrift „Islamisch korrekt, politisch unkorrekt“.

Es wird berichtet, dass in einem Geschäftshaus an der Straße „Krummholzberg“ im Süden Hamburgs ein Geschäftszentrum mit Namen „FIRDAUS CENTER“ entstehen soll.

Was bei der Einrichtung des neuen Einkaufstempels wohl einzigartig ist, steht auf dem großflächigen Werbeplakat hinter der Schaufensterscheibe des Geschäftshauses mit blauen Fensterrahmen:

„Islamische Unternehmen gesucht“

Durch Deutschland würde doch ein unüberhörbarer Aufschrei gehen, käme ein Einheimischer bei der Planung eines neuen Enkaufszentrums auf die Idee, mit dem Slogan „Deutsche Unternehmer gesucht“ werben. Eine Medienkampagne würde sein Leben schlagartig verändern. Beschimpfungen mit „Ausländerfeind“ und „Rechtspopulist“ und eine dauerhafte Stigmatisierung wegen „Diskriminierung von Migranten“ müsste er über sich ergehen lassen.

Worauf das geplante islamische Einkaufszentrum abzielt, könne nur (so SPIEGEL ONLINE) Noura A. beantworten, die für die Geschäftsräume am Krummholzweg ein Einzelhandels-gewerbe angemeldet habe. Doch sie lehne jeden Konkat ab.

A. betreibt den Internethandel „Mumin-Shop“. Für den Begrüßungstext auf ihrer Startseite hat sie Worte aus dem Koran ausgesucht:

„O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder reichlich über sich ziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (dann) erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig.“ [Quran][al-Ahzaab 33:59]

In der von der Saudi-Arabischen Botschaft genehmigten Übersetzung steht als Erklärung zu den „gläubigen Frauen“ im Koranvers: „Nämlich als freie, ehrbare Frauen, im Gegensatz zu den nicht ehrbaren Frauen.“ Dazu ist wohl jeder weitere Kommentar überflüssig.

Der Internetshop von A. empfiehlt muslimischen Frauen u.a. Vollverschleierung. Während der Portalbesucher einkauft, läuft auf der Website unter „News“ der Text:

„Abu Musa (al-Aschàri) ra überliefert, dass der Gesandte Allahs saw sagte: `Der wahre Mumin (Überzeugte) steht dem anderen Mumin (Überzeugten) bei, als wären sie ein fest gefugter Bau: jeder Teil hält und verstärkt den anderen.` Um dies zu verdeutlichen verschlang der Prophet saw, die Finger einer Hand mit denen der anderen. Buchari und Muslim.“

Der islamische Einkaufstempel in Hamburg soll den Namen „FIRDAUS CENTER“ tragen. Firdaus (arabisch:فردوس) ist ein Begriff aus dem Koran und wird von Muslimen als eine der höchsten Stufen des Paradieses verstanden. In Sure 23,10-11 heißt es: „Das sind die Erben, die das Paradies erben werden; ewig werden sie darin bleiben.“ So gibt es beispielsweise die nach „Firdaus“ benannte „Madrasa al-Firdaus Moschee“ in Aleppo (Syrien). Vielleicht dient sie eines Tages als Vorlage für eine große Moschee am „Krummholzweg“ im Süden Hamburgs. Denn schon heute haben (nach den von SPIEGEL ONLINE veröffentlichten Zahlen) von den in Hamburg-Harburg lebenden rund 152.000 Menschen fast 37 Prozent einen Migrationshintergrund. (Thomas Schneider)