19. Oktober 2017

Fliege: „Deine Rettung steht längst in den Sternen.“

Foto: Grey59/pixelio.de

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(AG WELT) Auf seiner Internetseite schreibt der evangelische Theologe, Buchautor und Talkshowmoderator Jürgen Fliege, dass die „Rettung des Menschen längst in den Sternen“ stehe.

In seinem Tagebucheintrag am 24. Dezember erzählt Fliege Kindheitserinnerungen an die Weihnachtsnacht:

„Ich wollte den Engeln begegnen und nicht den vielen Leuten. Hier in der Kirche schienen die Engel doch zu Hause zu sein. Und wenn sie in dieser Heiligen Nacht nicht wirklich und `in echt` und mit den Augen sichtbar zu mir kämen, dann könnte man sie vielleicht spüren, wenn die alten Weihnachtslieder gesungen werden. Auf jeden Fall war für mich klar: Engel wohnen gern im Dunkeln.“

Engel seien ihm damals nicht begegnet, aber er meine, sie immer gespürt zu haben.

Er mache sich, je älter er werde, damit vertraut, „dass sie eher zu mir in meinen Dunkelheiten finden als im Licht.“ Sie kämen als „Traum in der Nacht“, als „Erinnerung am Abend“ und als „Zeichen in dunklen und ausweglosen Situationen“.

Vieleicht könne man Engel, fragt Fliege, „herbeilocken, indem man kindlich ihre Lieder singt, ihre Instrumente spielt und ihre Melodien hört?“ Engel sängen immer wenn sie auftreten, behauptet der Ruhestandspfarrer. Zur Herkunft der Engel erklärt er:

„Und wenn wir in dieser Zeit die alten Lieder singen, steigen sie aus den Tiefen unserer Seele auf.“

Unter der Überschrift „Wenn man an Weihnachten die Engel spürt“ verkündet Fliege den Besuchern seiner Homepage die Botschaft der Engel. Sie würden in jeder Nacht sagen:

„Fürchte dich nicht! Du bist auf dieser Welt nicht nur ein ausgesetztes Findelkind. Du bist nicht von irgendeinem fremden Schicksal einfach und achtlos fallengelassen worden. Deine Rettung steht längst in den Sternen. Deine Rettung kommt, denn du und alles was lebt, wird auch wieder aufgelesen von den Straßen der Welt. Und selbst wenn du nicht glaubst, dein Herz weiß längst Bescheid. Und dann und wann lässt es sich nicht länger verleugnen und macht sich Luft in unaussprechlichen Seufzern. Also: Fürchtet euch nicht. Der Retter kommt!“

Wer dieser „Retter“ sein soll, bleibt in Flieges „Weihnachtsbotschaft“ allerdings offen. Jesus Christus jedenfalls wird als Retter nicht genannt.

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