23. August 2017

Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!

Martin Reininghaus - Foto: privat

Martin Reininghaus - Foto: privat

Liebe Leserinnen und Leser,

im vergangenen Jahr bis hin zur aktuellen Stunde mussten und müssen viele starke Persönlichkeiten in Politik und Wirtschaft erfahren, wie schnell die eigene Führungsposition und Kraft ins Wanken gerät und oftmals auch zu Ende geht! Ob selbstherrliche Diktatoren, reiche Manager, verschiedene Finanz- und Wirtschaftssysteme oder auch demokratisch gewählte Staatsoberhäupter, alle unterliegen der Macht der Medien. Die auf eigene Stärke gegründete Sicherheit gerät dann schnell ins Wanken und als einzige Sicherheit bleibt oft der unvermeidliche Absturz ins Ungewisse!

Trotz dieser uralten Erfahrungen wird in unserer modernen und angeblich aufgeklärten Gesellschaft nur der Starke hofiert. Die Manager sagen: „Unsere Kraft (Investition) ist in den Starken mächtig!“ Da nützt es auch nichts, immer wieder für arme Menschen Spenden zu sammeln und so das Gewissen zu beruhigen!

Alles nur zum Schein?

In der Öffentlichkeit möchten wir unsere eigenen persönlichen Schwächen lieber verheimlichen und als starke, selbstbewusste Persönlichkeiten auftreten. Es gibt da ja viele Fortbildungsangebote, um „etwas aus sich zu machen“. Doch gleichzeitig drückt da im Verborgenen die Angst, dass jemand etwas von unserer Unzulänglichkeit merken könnte.
Wir schmücken uns und unsere Betriebe darum mit allerlei Zertifikaten, Urkunden und anderen angeblichen Beweisen von Qualität und Stärke und machen andere Menschen für aufgedeckte Fehler verantwortlich. Merken wir eigentlich nicht, dass man inzwischen unsere vermeintliche Stärke in fast allen Bereichen grundsätzlich anzweifelt?

Ein verhängnisvoller Irrtum!

Die immer zahlreicher und aufwendiger werdenden Prüfungen dienen doch nur vordergründig einer angeblichen Qualitätsverbesserung oder Vertrauensstärkung. Tatsächlich haben sie mittlerweile den einzigen Zweck, irgendwelche oftmals bisher unwichtigen Dinge als Schwachheiten zu benennen, um dann die entsprechenden Gegenleistungen zu mindern, d.h., die Preise zu drücken oder jemand aus seiner Position zu drängen. Doch Misstrauen war noch nie eine gute Basis für das Zusammenleben. Es verbreitet sich wie ein Geschwür und macht alles kaputt! Familien, Arbeitsverhältnisse und geschäftliche und politische Positionen zerbrechen schon nach immer kürzerer Dauer.

Der einzige Ausweg

Der Apostel Paulus hat solches auch in seiner Umgebung erfahren und er hat gemerkt, dass er trotz seiner Leistungen und seines Glaubens zum Beispiel nicht mit seinen körperlichen Problemen fertig wird. Er resignierte zunächst, wandte sich dann aber in seiner persönlichen Not an Gott. Und dann erhielt er die Zusage durch Jesus Christus: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!“ (2. Korinther 12,9)

Auch uns gilt diese Mut machende Zusage! Wer erkennt, dass er nur eine sehr kümmerliche Kraft hat, die auch sehr schnell am Ende ist, durch den kann die Kraft Gottes umso mehr wirken. Es ist ja oftmals so, dass unsere vermeintliche Kraft dem Wirken Gottes in unserem Leben im Wege ist!

Gott möchte unsere freiwillige Unterordnung. Wir dürfen im Gebet Gott unsere Schwachheit bekennen und um seine Kraft bitten. Dann dürfen wir auch erleben, wie Gott uns in seinen Plan einbezieht und er uns einen ganz neuen Blick für seine Liebe, Gnade und den Sinn unseres Lebens gibt!

Diese Erfahrung wünscht Ihnen und Euch

Martin Reininghaus
Vorstand AG WELT e.V.