25. April 2017

Okkultismus im ZDF Nachtstudio

Foto: Screenshot

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(AG WELT) Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) beschäftigt sich im „Nachtstudio“ am 6. November mit Okkultismus.

„Was für die Kleinen ein Mal im Jahr ein harmloser Spaß ist, bedeutet für andere eine ernste, intensive Auseinandersetzung“, steht im Programmhinweis der Sendung.

Okkultes bewege viele Geister. Okkultismus sei der „Glaube an verborgene Kräfte und Mächte, deren Wirken uns Rätsel aufgibt.“

Nun will das ZDF-Nachtstudio das Rätsel lüften, die „Welt der Gespenster, Vampire, Hexen“ erkunden und „den Stimmen aus dem Jenseits“ lauschen.

Moderator Volker Panzer diskutiert dazu mit der Ethnologin und Präsidentin der Universität Augsburg, Sabine Doering-Manteuffel. Sie habe sich „eingehend mit den Wurzeln und Erscheinungen des Okkultismus beschäftigt“ und ihre Erkenntniss im Buch „Das Okkulte“ festgehalten.

Eingeladen ist auch der Psychologe Eberhard Bauer vom „Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP)“ in Freiburg, der sich „gegen eine einseitige Verteufelung aller okkulten Phänomene“ wehrt. Zu ihm kämen Menschen, die „außergewöhnliche Erfahrungen“ gemacht hätten und diese „nicht auf die Reihe“ bekämen.

Peter Brugger, Professor für Verhaltensneurologie und Neuropsychiatrie, ebenfalls Gast im Nachtstudio des ZDF, forsche nach den Hirnfunktionen, die dem „Glauben an das Paranormale“ zugrunde liegen würden. Sein Motto: „Menschen, die an Geistheilung, die Kraft von magischen Steinen und ähnlich Übersinnliches glauben, denken ein wenig `anders` als der gemeine Skeptiker“. Für Brugger gebe es „eine große Nähe […] zwischen okkultem Denken, Kreativität und Schizophrenie.“

Den ausgleichenden Frauenanteil der Sendung bringt die Berliner Schriftstellerin Sarah Khan. Ein Erzählband trägt den Titel „Die Gespenster von Berlin“. Die evangelische Pfarrerstochter studierte Volkskunde, Geschichte und Germanistik an der Universität Hamburg und der Humboldt Universität in Berlin. Den Zugang zum Okkulten finde die reiberufliche Autorin und Dozentin über die Kunst. Für sie sei Okkultismus eine „künstlerisch-theatrale Strategie“, eine „Form von Suche nach Antworten, die anders anscheinend nicht geleistet werden kann“.

Die Sendung wird am Sonntag, dem 6. November um 0.35 Uhr ausgestrahlt. Die Wiederholung folgt dann am gleichen Tag um 17.00 Uhr auf Phoenix.

Anmerkung der AG WELT – Redaktion:
Bitte teilen Sie der ZDF-Redaktion Ihre Meinung zur Sendung mit : Kontakt zum ZDF, Email: info@zdf.de oder Telefon +49 (0) 6131-70-12161

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