16. August 2017

Des Teufels Blut und seine Musik

Hard-Rock-Band The Devil’s Blood

Hard-Rock-Band The Devil’s Blood

(AG WELT) Der Chef der niederländischen Band „The Devil’s Blood“ (Des Teufels Blut), Selim Lemouchi, gab WELT KOMPAKT ein Interview.

Die Hard-Rock-Band mit okkultem und satanistischem Hintergrund veröffentlichte mit „The Thousandfold Epicentre“ (Der tausendfache Mittelpunkt) ihr zweites Album.

Ihre Musik sei „voller Leidenschaft, harmonisch aber auch zerstörerisch“. Lemouchi hofft, dass der Hörer „durch die Musik auf einen eigenen spirituellen Trip geht“. Während des Schreibens seiner Musik habe er „überhaupt keine Kontrolle“ über sich. Er sei „wie ein leerer Behälter, der befüllt werden soll“. Wenn er dazu nicht bereit sei, käme auch nichts.

Es gehe, so Lemouchi, „um eine Person, die an den Punkt kommt, wo sie feststellt, dass sie ihr Leben nicht mehr so leben möchte, wie sie es bis vor wenigen Augenblicken noch getan hat.“ Auf die Frage, was die Person tun sollte, die diese Musik hört, Sex und Drogen? – antwortet der Chef der Gruppe:

„Klar, klingt gut. Ich würde sofort mitmachen. Die Menschen sollen das tun, was sie im Innersten wollen. Sie sollen sich in ihrem eigenen Tempel wohlfühlen und sich frei bewegen. Der Tempel ist deine Seele, dein Verstand. Das ist das alte Ich – es definiert dich. Das neue Ich entsteht, während du dich der Musik hingibst. Du sollst es in einer Situation hören, die dir ermöglicht, tief in dein Innerstes zu gehen und die Musik hineinzulassen.“

Das 15minütige „Feverdance“ (Fiebertanz) sei „mehr Hypnose als wirklich Song“. Auf der Bühne beschmieren sich die Teufels-Musiker mit Blut, das sie sich vorher vom Metzger geholt haben. Blut sei „ein Weg, um sich von sich selbst zu distanzieren“. Es gehe darum, „das Ego, das Ich, abzuschalten“. Das Blut sei „eine Maske, um ein Geist zu werden“. Dabei soll das normale Leben nicht im Weg stehen. Der Mensch, der diese Musik hört, soll „so weit weg von allem Irdischen sein, wie es nur geht. Das Blut soll die Persönlichkeit zerstören“.

Die Beschäftigung mit Satanismus „dient meiner geistigen Reise“ sagt der Chef der Okkultband. Satanismus sei ein Teil dieser Reise. Auf die Frage, ob er an Gott glaube, entgegnet er: „Ich glaube an die kreative und die zerstörende Kraft. Und diese sind beide göttlich“. In seiner Wohnung gebe es auch diverses Blut und einige Knochen.

In einem Spiegel-Interview 2009 sagte Lemouchi:

„Ich kann nicht genau sagen, wer oder was mich beim Verfassen der Texte beeinflusst hat, denn der größte Einfluss ist Satan.“

Anmerkung der Redaktion:
Nicht zuletzt durch die propagandistische Einflussnahme von Rockgruppen, die sich dem Satan verschrieben haben, gewinnt der Satanismus in Europa wieder mehr an Popularität. Allein die Verwendung satanistischer Symbole in der Öffentlichkeit und mannigfache Angebote okkulter Praktiken (inkl. Musik) zeugen davon, wie abgestumpft der Mensch in der pluralistischen Gesellschaft gegenüber dem Gegenspieler Gottes geworden ist. Die Zahl derer, die den Teufel bewusst anbetet, mag gering sein; die Zahl der unbewussten Teufelsverehrer (Zuhörer, Zuschauer) hingegen weitaus größer. Viele Menschen neigen zum Ausprobieren (weil das doch nicht so schlimm sein kann) und gehen irgendwann Satan auf den Leim. Die Beschäftigung mit satanischem Gedankengut kann in eine seelische Versklavung führen. Schlafstörungen, Angstzustände und Depressionen bis hin zu Suizidgedanken können die Folge sein. Jesus Christus zerstört die Werke des Teufels (1Joh 3,8) und befreit aus okkulten und satanischen Bindungen.

Lesen Sie:
Satan ist kein Mythos
Christus oder Satan
Der 1. Korintherbrief
Satanismus – Antireligiöser Protest…