23. August 2017

Selbsternannter „Prophet“ muss vor texanisches Gericht

Der Tempel der FLDS im texanischen Eldorado (17. Mai 2006) - Quelle: wikipedia/Randy Mankin of the Eldorado Success

Der Tempel der FLDS im texanischen Eldorado (17. Mai 2006) - Quelle: wikipedia/Randy Mankin of the Eldorado Success

(AG WELT) Wie HNA.DE meldet, muss sich der selbst ernannte „Prophet“ der Sekte „Fundamentalist Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints“, Warren Jeffs, vor einem taxanischen Gericht verantworten.

Dem Anführer einer polygamen Sekte, die sich von der Mormonen-Kirche abgespalten haben soll, droht wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger lebenslange Haft.

Bereits im Jahr 2007 befand ein Gericht in Utah den Sektenführer schuldig. Das Urteil habe man nach drei Jahren wegen Verfahrensfehlern aufheben müssen.

Ein abtrünniges Sektenmitglied habe Jeffs vorgeworfen, totalen Gehorsam verlangt zu haben. So glaube der Führer daran, Gott zu sein.

Bereits bei der Prozesseröffnung habe der Sektenguru die Vielehe als Gottes Gebot verteidigt, so die Zeitung „San Angelo Standard Times“.

Die „Fundamentalistische Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ mit Sitz im texanischen Eldorado hält die Polygynie (eine spezielle Form der Polygamie/Vielehe) für notwendig, damit der Mensch die höchste Stufe der Erlösung erreicht: die Gottheit. Um dieses Ziel zu erlangen, müsse ein Mann mindestens drei Frauen heiraten.