11. Dezember 2017

„Ich gehe hin, um die Genossen Marx, Lenin und Engels wiederzutreffen.“

(AG WELT) Vorwort im ZEITJOURNAL Nr. 3/2009 (Zeitjournal hier bestellen!)

Dir. und Prof. a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt, Braunschweig - Foto: privat

Dir. und Prof. a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt, Braunschweig - Foto: privat

Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die sich mit der Sinnfrage des Lebens befassen: Woher komme ich? Wozu lebe ich? Wohin gehe ich? Auf diese Fragen suchen wir eine Antwort.

Viele meinen sie in der Evolutionstheorie zu finden. Diese kennt definitionsgemäß keinen Urheber, aber niemand glaubt, dass ein Auto, eine Uhr oder auch nur ein Knopf oder eine Büroklammer von selbst entstehen können. Der Einsatz unseres Denkens erlaubt uns mühelos, von den genialen Werken der beobachtbaren Schöpfung auf einen Schöpfer zu schließen (Röm 1,20). Allein die riesige Informationsmenge in unseren Zellen verweist den Evolutionsgedanken ins wissenschaftliche Abseits.

Wer keinen Schöpfer kennt, vermag auch im Leben keinen Sinn zu finden, wie es der Dichter Hermann Hesse zum Ausdruck bringt: „Das Leben ist sinnlos, grausam, dumm und dennoch prachtvoll – es macht sich nicht über den Menschen lustig, aber es kümmert sich um den Menschen nicht mehr als um den Regenwurm.“ Viele unserer Zeitgenossen sehen den Sinn ihres Lebens im Streben nach ausschließlich irdischen Gütern. Sportler streben nach Weltmeistertiteln und Goldmedaillen. Künstler suchen ihre Anerkennung auf den Bühnen dieser Welt. Aller weltliche Ruhm ist nur zeitlich. Wenn unser Leben jedoch eine Schöpfung Gottes ist, so kann es nur dann sinnvoll sein, wenn es mit diesem Gott gelebt und von ihm geführt wird. Ein Menschenherz bleibt rastlos, leer und unerfüllt, wenn es nicht Ruhe in Gott findet.

Die riesigen Pyramiden der Ägypter sind gewaltige Zeugnisse eines Glaubens an ein Weiterleben nach dem Tode. Selbst Atheisten sind davon überzeugt. So auch der nordvietnamesische Revolutionärs Ho Chi Minh (1890-1969), dessen Testament vor der kommunistischen Prominenz verlesen wurde. Hierin stand: „Ich gehe hin, um die Genossen Marx, Lenin und Engels wiederzutreffen.“

Woher kommt eine solche Denkweise? Nun, Gott hat jedem Menschen „die Ewigkeit ins Herz gelegt“ (Pred 3,11). Wohin gehen wir einmal? Hunderte von Religionen versuchen darauf eine Antwort zu geben. Nach dem Urteil der Bibel gibt es aber keine andere Brücke in den Himmel als Jesus allein.

Ich freue mich, dass es die „Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen e.V.“ gibt, die sich mit Publikationen, der Internetplattform www.agwelt.de, Vorträgen und Seminaren an Menschen wendet, die Hilfen im Umgang mit Sekten, Religionen und den vielfältigen Formen des Atheismus suchen. Für diesen wichtigen Dienst wünsche ich Gottes reichen Segen!

Dir. und Prof. a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt, Braunschweig

1937 Geboren 1937 in Raineck
1963 – 1968 Ingenieurstudium an der Technischen Hochschule Hannover. Abschluss als Diplomingenieur.
1968 – 1971 Assistent am Institut für Regelungstechnik an der Hochschule Aachen. Promotion zum Dr.-Ing.
1971 – 2002 Leiter des Fachbereichs Informationstech-nologie an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt
in Braunschweig (PTB).
1978 Ernennung zum Direktor und Prof. bei der PTB.
Buchautor mehrerer Bücher zu dem Problemkreis
„Biblischer Glaube und Naturwissenschaft“.
Seit 1966 verheiratet mit Ehefrau Marion, zwei erwachsene Kinder.
Internet: www.werner-gitt.de

[Anmerkung der Redaktion AG WELT: Ein Kommentar muss nicht in jedem Fall mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.]