19. Oktober 2017

War Michael Jackson Zeuge Jehovas?

wachtturm1Im Juli 2009 wollte der von vielen Menschen verherrlichte König, der „King of Pop“ Michael Jackson, sein grandioses Comeback feiern. Noch am 13.März 2009 meldeten die Presseagenturen, dass alle 50 Konzerte innerhalb weniger Stunden ausverkauft gewesen seien und dass wohl noch nie jemand so schnell seine Karten an den Fan gebracht hätte. Mit schätzungsweise 750 Millionen verkauften Tonträgern war Jackson einer der kommerziell erfolgreichsten Musiker in der Geschichte der Popmusik. Nun ist er tot und sein Sarg soll – so mutmaßen verschiedene Medien – aus Angst vor Räubern einbetoniert werden. Insgesamt 1,6 Millionen Bewerbungen für die 17.500 Gratistickets zur öffentlichen Trauerfeier seien eingegangen. Das Motto von Jacksons Fanclub: The Show Must Go On. Wohin aber geht für Michael Jackson die Reise? Ins Nirwana? Das wohl weniger, denn er soll einmal Zeuge Jehovas gewesen und später Moslem geworden sein. War Michael Jackson wirklich einmal Zeuge Jehovas?

„Hab eine Doku gesehen…“
„Ja, allerdings“, antwortet „Professorin“ in einem Blog bei LYCOS iQ auf die Frage und schreibt: „Hab eben eine Doku über ihn gesehen, da war jedes dritte Wort `Zeugen Jehovas`. Seine Mutter war streng gläubig und auch er (hat) versucht nach den Regeln zu leben“.

Änhänger von Jehovas Zeugen?
Auf der Internetseite „Famous Jehovah’s Witnesses“ steht Michael Jackson unter den Anhängern der Zeugen Jehovas: „singer, pop superstar“ und dahinter in Klammern „lapsed“, was so viel bedeutet wie: erloschen, abgelaufen, hinfällig.

Anlass zur Spekulation
Die Presse.com schreibt am 26.06.2009 unter der Schlagzeile „Afro und Zeugen Jehovas: Der `King of Pop` von A bis Z“. – „Z wie Zeugen Jehovas: Jacksons Religion gab oft Anlass zu Spekulation. Er soll als Zeuge Jehovas erzogen worden sein. Vor wenigen Monaten wurde berichtet, er sei zum Islam konvertiert.“

Geheimnisse…
Unter Heute.at (2.Juli 2009) stehen „5 Mega-Geheimnisse von Michael Jackson“. Eines davon heißt: „Verkleidung: Jacko liebte es, andere Identitäten anzunehmen: Einmal klopfte er irgendwo in Kalifornien an Haustüren und meinte: „Ich komme von den Zeugen Jehovas. Haben Sie einen Moment Zeit für mich?“

„Mikaeel“
In einem Blog von „turkishtalk“ bezieht sich „Ottoman“ auf eine dpa-Meldung: „Michael Jackson hat seine Religion geändert: Nun ist er nicht länger ein Zeuge Jehova, sondern ein Moslem. Laut einer Quelle der britischen Zeitschrift „Sun“ fand die Zeremonie in Los Angeles statt. Dort unterzog sich der 50-Jährige alle nötigen Riten und nennt sich seitdem „Mikaeel“: „Jacko lehnte einen alternativen Namen, Mustafa, ab“, sagte die Quelle weiter. Den Entschluss zum Konvertieren soll Michael während Studioarbeiten mit einem Freund gehabt haben, als die beiden an einem neuen Album arbeiteten. Michael Jackson soll auch von Yusuf Islam – besser bekannt als Cat Stevens – Hilfe bei seiner Entscheidung bekommen haben. Quelle: dpa/LW“

Islamische Überzeugungsarbeit
„Narres Open Web Solutions“ kommentiert: „Wenn er Zeuge Jehovas geblieben wäre, würde er immer noch glauben, dass aus dieser schlechten Welt bald eine neue prächtige Welt entsteht, doch darauf verlässt sich dieser 50-Jährige nicht mehr: Michael Jackson will die Zeit nutzen. Das berichtet das englische Massenblatt „The Sun“, die Schlagzeile lautet: „The way you Mecca me feel“. Und ab sofort heiße er Mikaeel. Islamische Überzeugungsarbeit sollen der kanadische Songschreiber David Wharnsby und der Produzent Phillip Bubal geleistet haben. Dafür unterbrachen sie wohl hin und wieder die Arbeit an Jackos neuem Album. Thema waren also nicht ohne Unterlass mögliche Platzierungen in den Charts, sondern das zukünftige Leben des Popstars als „besserer Mensch“. Auf diese Diskussionen war der 50-Jährige bestens vorbereitet, denn Michael Jacksons älterer Bruder Jermaine konvertierte schon 1989 zum Islam.
Mitentscheidend waren zudem möglicherweise die sanfte Glaubens-Tour, die Jacko als Kind bei den Zeugen Jehovas nicht kennen gelernt hat (so manches Mal soll es in seinem Elternhaus Prügel gesetzt haben) und der morgen beginnende Prozess in London. Für jetzt Mikaeel geht es schließlich um sieben Millionen Dollar. Die fordert von ihm der Prinz von Bahrain. Der behauptet: Dieses Geld ist bestimmt gewesen für Lieder von mir, für eine Autobiografie und für ein Musical über mich. Der Konvertit entgegnet: Die Millionen waren ein Geschenk.
Michael Jackson will übrigens persönlich vor Gericht erscheinen. Da ist der Koran unter dem Arm sicherlich wirkungsvoller als jeder „Wachtturm“ der Zeugen Jehovas. Nicht in London sein wird Jusuf Islam, den einige immer noch unter dem Namen Cat Stevens kennen. Der allerdings ist der „Sun“ zufolge in Los Angeles bei der Konvertitenfeier dabei gewesen.“

An den Türen Jehovas Wort verbreiten
In dem Blog „Posts über Religionen, Weltanschauungen,… (gepostet von andi08 am 2.Juli 2009) steht ein Beitrag mit dem Titel „Michael Jackson (King of Pop) und seine ursprüngliche Religion – Jehovas Zeugen“. Hier ein Ausschnitt:
Michael Jackson kam als achtes von insgesamt zehn Kindern des Kranführers Joseph Jackson (* 1929) und dessen Frau, der Verkäuferin Katherine Jackson (* 1930), in Gary (Indiana) zur Welt. Die Mutter konvertierte 1966 zu den Jehovas Zeugen. Somit wuchs Michael, La Toya und Janet mit dieser Religionsgemeinschaft auf. Sie verrichten an der Seite ihrer Mutter den „Predigtdienst“ (d.h. der missionarische Besuch von Tür zu Tür). La Toya Jackson beschreibt es in ihrem autobiographischen Buch von 1991 mit dem Titel LA Toya: Growing Up in the Jackson Family auf Seite 54 folgendermaßen:

„Every morning, Michael and I witnessed, knocking on doors around Los Angeles, spreading the word of Jehovah.“
„Jeden Morgen bezeugte ich und Michael, in dem wir an die Türen rund um Los Angeles klopften und somit Jehovas Wort verbreiteten.“

Auch Janet Jackson äußert sich zu Jehovas Zeugen im Artikel vom 5.02.08 Janet Jackson PARADE Magazine Pictures & Interview:

“Jehovah’s Witnesses was the religion we were raised under,” “I’d get up on Sunday mornings, go to the Kingdom Hall, go again on Thursday night and go to book study on Tuesdays, because that was my mother’s routine. I believe in God. I feel that spiritual connection.“
„Jehovas Zeugen war die Religion in der wir aufgewachsen sind.“ Nach dem Aufstehen am Sonntag, ging ich zum Königsreichssaal. Ging dort wieder donnerstags nachts und ging zum Buchstudium (Bibelstudium) dienstags, weil dies der Regelmäßigkeit meiner Mutter entsprach. Ich glaube an Gott. Ich fühle diese spirituelle Verbindung.“

Zum ersten Konflikt zwischen Michael und Jehovas Zeugen kam es bei dem populären Video Thriller auf. Das Video beginnt mit folgendem Hinweis:

„Due to my strong personal convictions, I wish to stress that this film in no way endorses a belief in the occult.“
„Aufgrund meiner tiefen persönlichen Überzeugungen möchte ich betonen, dass dieser Film in keiner Weise einen Glauben an den Okkultismus billigt.“
Michael Jackson

Die Religionsgemeinschaft der Jehovas Zeugen lehnen es biblisch begründet ab, sich mit Okkultismus zu beschäftigen und darin aufzugehen, weil man sein Engagement lieber in positiv förderlichen Dingen und zur Anbetung Gottes aufbringen sollte. Um dies klarzustellen hat Michael Jackson als Mitglied der Jehovas Zeugen den Hinweis mit dem Nichtglauben an den Okkultismus am Anfang des Musikvideos Thriller hinzugefügt.

Auch wird Michael in der Zeitschrift der Jehovas Zeugen ‚Erwachet!‘ vom 22. August 1984 zu diesem Musikvideo zitiert. Es handelt sich um die Seiten 19-20 unter dem Kapitel „Junge Leute fragen sich: Was ist von Musikvideos zu halten? Das Kapitel erörtert ethische Grundsatzfragen von Musikvideos. Es ist dort folgender Text zum Musikvideo Thriller zu finden:
In einem anderen berühmten Videofilm, Thriller ist zu sehen, wie der Darsteller sich zuerst in einen „Katzenmenschen“ und dann in ein tanzendes Ungeheuer“ verwandelt. Zweifellos mit dem Wunsch, der Schlußfolgerung “ entgegenzuwirken, der Film fördere den Spiritismus, wird er mit dem Dementi eingeleitet: „Aufgrund meiner tiefen persönlichen Überzeugung möchte ich betonen, daß dieser Film in keiner Weise den Glauben an das Okkulte billigt“ (Michael Jackson). Nichtsdestoweniger war der Film so realistisch, daß einige, die ihn sahen, sagten, sie seien zunächst in Schrecken versetzt worden. Was sollte mit diesem Kurzfilm zum Ausdruck gebracht werden? Und wie beurteilt ihn der Darsteller, Michael Jackson, rückblickend?

„Ich würde ihn nicht noch einmal drehen!“ sagte Jackson. „Ich wollte nur einen guten und amüsanten Kurzfilm machen und nicht etwas Schlechtes tun oder etwas auf die Leinwand bringen, was die Leute erschreckt. Ich möchte tun, was recht ist. Ich würde so etwas nicht noch einmal machen.“ Warum nicht? „Weil es bei vielen Anstoß erregt hat“, erklärte Jackson. „Das bedrückt mich. Ich möchte nicht, daß sie so empfinden. Jetzt sehe ich ein, daß es keine gute Idee war. Nie mehr werde ich ein solches Video machen!“ Er fuhr fort: „Soweit es in meiner Macht steht, habe ich die weitere Verbreitung dieses Film, auch seine Freigabe in einigen anderen Ländern, verhindert. Man will Thriler auf jede erdenkliche Weise zur Verkaufsförderung einsetzen, aber ich sage: ,Nein,nein, nein. Mit Thriller will ich nichts mehr zu tun haben. Kein Thriller mehr.“
Auch nachzulesen in der amerikanischen Ausgabe von Erwachet!(Awake! May 22, 1984 p. 19-20 „What About Music Videos?)

Im Jahr 1987 verließ Michael Jackson die Religionsgemeinschaft der Jehovas Zeugen.

Trotzdem bestand zwischen ihm und seiner Mutter Katherine Jackson eine gegenseitige Toleranz, wie der Artikel Everything you always wanted to know about Michael, Janet and LaToya: mother of Jackson family tells all – excerpt from Katherine Jackson’s ‚My Family, The Jacksons‘ – Cover Story vom Oktober 1990 von Katherine Jackson aufzeigen soll.

Then there is Michael’s unique situation: In 1987, he left the Jehovah’s Witnesses.
There was strong opposition to his „Thriller“ video on the part of some Witnesses. Perhaps the controversy figured into his decision to leave.
But I don’t know that for a fact because I didn’t talk to him about what he’d done. I couldn’t. Witnesses do not discuss spiritual matters with a person who has disassociated himself from the Witnesses, including family members.
But I want to stress that, contrary to published reports, I was not required to „shun“ my son. Our relationship is as loving today as it was when he was a Witness. I just can’t ask him, „Why, Michael?“

Dann ist da die ungewöhnliche Situation von Michael. 1987 verließ er Jehovas Zeugen. Es gab teilweise einen starken Wiederstand einiger Zeugen zu seinem Thriller Video. Möglicherweise hat die Kontroverse zu seiner Entscheidung geführt auszutreten. Aber ich kenne die Fakten nicht weil ich nicht mit ihm darüber geschprochen habe was er getan hat. Ich könnte es nicht. Zeugen besprechen nicht spirituelle Angelegenheiten mit Personen die sich selber von den Zeugen entfernt haben einschließlich Familienmitgliedern. Doch ich möchte betonen, gegenüber anderslautenden Berichten, dass nicht von mir verlangt wird, dass ich meinen Sohn „meide“. Heutzutage ist unser Verhältnis liebevoll so als würde er ein Zeuge sein. Ich kann ihn nicht fragen: „Warum Michael?“

Selbst nach Beendigung seiner Mitgliedschaft bei den Jehvoas Zeugen wurde er mit seiner Mutter in einem Königreichssaal gesehen. Laut einer Meldung von Fox News vom Juni 2005

Jackson is also said to have made an appearance on Sunday with his mother, Katherine Jackson, at her local church.
This would indicate that, at least for the moment, the singer is re-embracing the values of the Jehovah’s Witnesses, even though he’s publicly separated himself from the denomination in the past.

Über Jacko wird behauptet, dass er am Sonntag mit seiner Mutter, Kahterine Jackson in ihrer örtlichen Kirche erschienen ist.
Dies würde darauf hindeuten, zumindest für den Augenblick, dass der Sänger die Werte der Jehovas Zeugen wieder vertritt, auch wenn er in der Vergangenheit öffentlich sich von der Religionsgemeinschaft entfernt hat.

Schlussbemerkung (von „andi08“)
In diesem Artikel sind Fakten enthalten, die ich über Michael Jackson und seine Mitgliedschaft bei den Jehovas Zeugen gefunden habe. Der Artikel über Michael Jackson und Jehovas Zeugen ist von mir ausgewogen und respektvoll verfasst worden, da Toleranz in meinem Blog wichtig ist. Weitere Artikel über Michael Jackson sind geplant: Michael Jackson (King of Pop) und Lisa Marie Presley – Scientology, Michael Jackson (King of Pop) konvertiert zum Islam und Todesursache von Michael Jackson durch fragwürdige „Medikamente“. Kommentare, die einzig darauf abzielen, Jackson und Jehovas Zeugen zu verunglimpfen, werden von mir nicht veröffentlicht. (Zitat Ende von „andi08“)

Es ist nicht bekannt, dass sich Michael Jackson jemals zu Jesus Christus als Retter und Erlöser bekannt hätte. Und das ist die Tragik seines Lebens.