11. Dezember 2017

Laue Christen sind halbe Heiden

In der Offenbarung des Johannes (3, 15-16) steht:

„So spricht Er, der «Amen» heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: 15 Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! 16 Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien.“

Wenn Christen auf die Frage „Glaubst du, dass die Bibel von Mose im Alten Testament bis zur Offenbarung im Neuen Testament das von Gott eingegebene Wort ist?“ mit „Jein“ antworten, dann sagen sie: Ja und Nein.

Zwischen Heiß und Kalt
Lauheit ist das größte Hindernis zum lebendigen Glauben. Lauheit steht zwischen heiß und kalt. Kalt ist jeder, der Jesus nicht als seinen Herrn und Heiland anerkennt. Heiß ist jeder, der Jesus Christus liebt und ihm sein Leben übergibt.
Ein lauer Christ ist ein Mensch, der nach dem „Weder-Noch“ oder nach dem „Jein-Prinzip“ lebt. Ein lauer Christ ist ein Mensch, der von Jesus Christus weiß, ihn aber nicht von ganzem Herzen lieb hat. Denn die Bibel sagt (Mt 22,35-40): „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt.“
Der laue Christ versucht, die Nachteile im Leben auszuschließen und die Vorteile gut zu kombinieren. Er schließt aus, dass er in der Welt sein Kreuz tragen muss. In den Himmel kommen: Ja. Aber bitte ohne schwere Lasten.

Im Leben alle Vorteile suchen?
So setzen sich viele Christen zwischen die Stühle, mit der Gefahr, ins Bodenlose zu fallen. Sicher: Man kann als Grenzgänger leben. Man kann versuchen, Vorteile für sich zu kombinieren und Nachteile auszuschließen. Aber: Man kann nicht Sieger werden. Durchs Leben kann ein lauer Christ kommen. Aber im Himmel zählt der Sieg. Und den hat er nicht, wenn er lau ist. Es darf Christen nicht darum gehen, im Leben alle Vorteile zu suchen, sondern in allem das Reich Gottes zu finden und an seinem Bau mitzuhelfen.
Eine Ehe wird nur bei einem klaren „Ja“ geschlossen. Sonst ist es besser, ein klares „Nein“ zu sagen, anstatt sich und em anderen etwas vorzutäuschen. Die Bibel sagt deutlich: Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Er hasst faule Kompromisse. Deshalb landet ein lauer Christ auf der Gegenseite Gottes.

Ach lassen wir doch die vielen Bibelarbeiten
Was gehört zur Lauheit? „Wir können doch mit uns und unserem christlichen Leben zufrieden sein. Es läuft ja alles. Gut so. Das Gemeindekarussell dreht sich doch.
Noch! Wo kein Holz aufgelegt wird, hört das ausgesetzte Wasser auf heiß zu sein und wird lauwarm. Eine junge gemeinde, die keine Energie mehr aus der Kraft des Wortes Gottes schöpft, wird lau. „Ach, lassen wir die vielen Bibelarbeiten, es reicht doch eine im Quartal. Volleyball, Fußball, Tischtennis sind doch viel reizvoller“.

Willst du mit mir gehn?
Manche Menschen scheuen jahrelang den Besuch beim Arzt. Der könnte ja eine Krankheit entdecken. Doch das ist Selbsttäuschung. Das gibt’s auch im Glaubensleben. Du kannst sehr bewusst die Diagnose Jesu zu deinem lauen Christsein überhören, viele Jahre, bis dein Todesurteil dich einholt. Dann ist es zu spät. Warum aber täuschen wir uns selbst? Was versprechen wir uns davon? Die Lauheit liegt überall auf der Lauer.
Gott stellt uns manchmal Hindernisse in den Weg. Und wir meinen sie mit allen Mitteln überwinden zu müssen. Aber Hindernisse sind oft ein Warnzeichen Gottes. So wie eine Schranke am Bahnübergang mich vor dem Tod rettet, indem sie mich daran hindert, in den einrollenden Zug zu fahren, so sind Gottes Hindernisse Hilfen zur Einsicht, zur Umkehr, zur Heilung. Schlimm nur, dass wir seine Hilfen oft übersehen.
Weißt du, Jesus steht deshalb so oft vor deiner Herzenstür, weil er dich liebt und dich davor behüten will, dass du vor die Hunde gehst. Lass den Gast vor deiner Tür zum Gastgeber in deinem Herzen werden. Gib es auf, dein Leben weiter in eigener Regie und auf eigene Kosten zu führen.

Wenn Jesus dich fragt: „Willst du mit mir gehen?“ Dann sag heute „Ja“!