18. Oktober 2017

Wie spreche ich mit Mormonen?

PDF: Wie spreche ich mit Mormonen

Das Fundament des Glaubens

Die Lehre und Lebensgestaltung der Mormonen steht und fällt mit dem Buch Mormon. Neben den Büchern „Lehre und Bündnisse“, „Die köstliche Perle“ und „Die Glaubensartikel“, ist für Mormonen das Buch „Mormon“ die wichtigste Glaubensgrundlage (s. Zeit-Journal Nr. 4 / Dezember 2009 Seiten 9-12). In Gesprächen erwecken Mormonen den Eindruck, als wäre ihnen die Bibel viel wichtiger als die anderen genannten Bücher, zumindest aber gleichwertig Die Praxis sieht leider anders aus. – Ergreifen Sie die Gesprächsführung und erklären Sie Ihrem Gegenüber, dass allein die Bibel für Sie wichtig, wertvoll und völlig ausreichend ist. Folgende Schwerpunkte können angeführt werden werden:

1. Im Gegensatz zum Buch „Mormon“ sagt die Bibel unmissverständlich, dass sie Gottes Wort ist und gibt ein klares, eindeutiges Selbstzeugnis: „Denn alle Schrift, von Gott eingegeben…“ (2. Tim. 3,16). Auch der Psalm 119 mit seinen 176 Versen oder Johannes 1,1 bestätigen es. Dem Buch „Mormon“ fehlt dieses Selbstzeugnis.

2. Der Urtext der Bibel wurde in hebräisch, aramäisch und griechisch geschrieben. Das Buch „Mormon“ soll in einer Art „neuägyptisch“ geschrieben worden sein. Selbst Mose, der in der Weisheit der Ägypter erzogen wurde, hat in hebräischer Sprache geschrieben. Warum sollte Gott ohne irgendeinen er-kennbaren Grund eine völlig unbekannte Sprache für seine Offenbarungen nutzen?

3. Der Bibeltext liegt in den Ursprachen vor und kann von jedermann, der diese Sprachen kennt, gelesen werden. Rund 5000 Original-Handschriften lassen eine Rekonstruktion des Urtextes zu. Der Urtext des Buches „Mormon“ ist nicht vorhanden, dieser sei angeblich ver-schwunden. Der Urtext selbst soll nur von Joseph Smith und den so genannten drei und acht Zeugen gesehen worden sein.

4. Die Originaltexte der Bibel finden sich, wie in der damaligen Zeit üblich, auf Papyrus oder auch auf Leder. Der Urtext des Buches „Mormon“ soll hingegen auf goldenen Platten geschrieben worden sein.

5. Die Bibel benutzt Wörter und Begriffe der jeweiligen Zeitepoche. In dem Buch „Mormon“ hingegen findet man Wörter und Begriffe, die zu der Zeit, in der das Buch „Mormon“ geschrieben worden sein soll (im 6. Jh. v. Chr.), überhaupt nicht vorkamen (Beispiel: „Bibel“ 2,Nephi 29,10).

6. Der Inhalt des Buches „Mormon“ steht im Widerspruch zur Bibel. In 2. Nephi 29,10 („Mormon“) steht: „Weil ihr die Bibel habt, braucht ihr nicht meinen, sie enthalte alle meine Worte; ihr braucht auch nicht zu meinen, ich hätte nicht noch mehr schreiben lassen.“ Die Bibel schreibt hingegen in Offb. 22,18: „Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen.“

Fazit: Vergleicht man die Bibel mit dem Buch „Mormon“ anhand dieser wenigen Punkte (weitere könnten genannt werden), so kommt man unweigerlich zu dem Schluss: Die Bibel ist absolut vertrauenswürdig! Das Buch „Mormon“ stellt uns hingegen vor so viele Frage-zeichen, dass es als Fundament für ein Glaubensleben untauglich ist.
Ihr Gesprächspartner wird natürlich versuchen, so gut wie möglich zu kontern. Sie sollten aber bei der Gesprächsführung nicht versuchen, in einzelnen Punkten „Recht“ zu bekommen. Stattdessen sollten Sie in aller Liebe deutlich machen, wie wichtig ein gesundes, standfestes Fundament für den Glauben ist.

Aufgrund Ihrer eigenen Bibelkenntnis und Ihrer persönlichen Erfahrungen sollten Sie Ihrem Gesprächspartner aufzeigen, dass a) die Bibel in sich abgeschlossen ist, b) nur die Bibel zuverlässig und vertrauenswürdig ist, c) die Bibel massiv vor falschen Lehrern und Propheten warnt und d) Sie eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus haben.

Die meisten Mormonen nehmen ein persönliches Zeugnis erstaunt zur Kenntnis und denken zumindest über Ihr Glaubenszeugnis nach. Als Ergänzung eines Gespräches oder auch als Ersatz für ein Gespräch kann man dem Mormonen auch ein bewährtes evangelistisches Büchlein in die Hand geben (z.B. Ein Wort an Mormonen, E.M. Borst, Lichtzeichen Verlag, 5. Auflage). Es ist speziell für Mormonen geschrieben.
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Autor: Ernst-Martin Borst
(Quelle: Zeitjournal Nr. 2 / Oktober 2010) © AG Welt e.V.