22. August 2017

Gottes Wort ist keine Öde Landschaft

PDF: Gottes Wort ist keine Öde Landschaft

Warum ist alles so und nicht anders? Fragen, Probleme, Widerstände, Hindernisse und Differenzen begleiten unseren Alltag.

Es gibt einen Psalm in der Bibel, der schon vielen Menschen in schwierigen Situationen Trost und Ermutigung zugesprochen hat: der Psalm 23. Er gehört zu den bekanntesten biblischen Texten. Er wird auch „Hirtenpsalm“ genannt oder der „Psalm vom guten Hirten“. Darin spricht Gott selbst zu uns!

DER HERR IST MEIN HIRTE, MIR WIRD NICHTS MANGELN.

Manche Menschen leiden unter der Einsamkeit. Eine Frau sagte kürzlich zu mir: „Wenn ich dann wieder in meinen vier Wänden bin, ist alles für mich sehr schwer. Gerade in Zeiten der Einsamkeit ist es gut, einen zu haben, der mich nicht allein lässt.“ Manche Menschen werden von schweren Ängsten geplagt. Wer schon mal große Angst verspürt hat, der weiß, was der Mensch verkraften muss. In Zeiten der Angst ist Gott da. Er hört unser Gebet!

Manchmal brauchen wir Zeit um zu verstehen, dass das Leben nicht lauter Sonnenschein ist. Nirgendwo steht in der Bibel, dass wir im Leben keine Schwierigkeiten hätten. Manchmal geht es mit Problemen erst so richtig los, wenn sich ein Mensch zum Glauben an Jesus Christus bekennt. Das Wort Gottes in Psalm 23 soll Trost für uns sein.

ER WEIDET MICH AUF EINER GRÜNEN AUE UND FÜHRET MICH ZUM FRISCHEN WASSER.

Gottes Wort ist keine öde Landschaft, kein schmutziger Tümpel. Öde und stinkend geht es oft in unserer Welt zu. Der HERR bietet uns saftige Auen und frisches Quellwasser an. Jesus sagte einmal zu einer Frau am Brunnen (Joh.4): „Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ Wer täglich in der Bibel liest, wird die grünen Auen und das frische Wasser spüren und kann anderen davon erzählen.

ER ERQUICKET MEINE SEELE. ER FÜHRET MICH AUF RECHTER STRASSE UM SEINES NAMENS WILLEN.

Es gibt nur einen Weg, der zum Himmel führt: Der Glaube an Jesus Christus. „Was geschieht, wenn ich durch meine Krebserkrankung sterben muss?“ fragte mich eine junge Frau. Jesus ist der Heiland. Er kann, wenn er es will heilen. Wer sein Leben Jesus überlässt, wird von ihm die rechte Straße geführt, auch wenn er sterben muss. Wir dürfen uns in den Armen des guten Hirten geborgen wissen.

UND OB ICH SCHON WANDERTE IM FINSTERN TAL, FÜRCHTE ICH KEIN UNGLÜCK; DENN DU BIST BEI MIR, DEIN STECKEN UND STAB TRÖSTEN MICH.

Wenn ein Hirte mit seinem Stab auf die Erde schlägt, hören das seine Schafe. Sie gehorchen ihm. Zum Glauben an Jesus Christus gehört Gehorsam. Er ist HERR über Himmel und Erde. Und er meint es gut mit uns, damit wir von Trübsal und Angst nicht aufgefressen werden. Wir sind oft dümmer als Schafe, weil wir Gottes Rufen nicht hören. Wir meinen, ganz gut ohne ihn klar zu kommen. Doch dann merken wir plötzlich, dass die grünen Auen und das frische Wasser nicht mehr da sind.

DU BEREITEST VOR MIR EINEN TISCH IM ANGESICHT MEINER FEINDE.

Haben wir Feinde? Sicher gibt es immer Leute, die einem nicht gerade wohl gesonnen sind. Doch unser größter Feind ist der Tod. Und der Teufel will, dass der Tod für uns das Letzte ist. Aber den hat Jesus durch sein Sterben am Kreuz besiegt. Wer an Jesus glaubt, geht im Sterben vom Glauben hindurch zum Schauen. Im Sterben kommt für Jesusnachfolger kein Totenreich sondern Gottes herrliche Ewigkeit.

DU SALBEST MEIN HAUPT MIT ÖL UND SCHENKEST MIR VOLL EIN.

Öl war zu Jesu Zeiten etwas sehr Kostbares. Gott gibt uns das Kostbarste, was er besitzt: seinen einzigen Sohn. Für unsere Schuld lässt er ihn am Kreuz sterben, damit wir gerettet werden. Gott will unseren Lebensbecher bis zum Rand füllen. Ist unser Lebensbecher noch in intakt, oder hat er einen Riss bekommen, weil wir uns in esoterischen Saftläden abfüllen lassen?

GUTES UND BARMHERZIGKEIT WERDEN MIR FOLGEN MEIN LEBEN LANG, UND ICH WERDE BLEIBEN IM HAUSE DES HERRN IMMERDAR.

Vor ein paar Jahren habe ich mir eine längere Bettdecke gekauft. Ein neues Lebensgefühl! Vorher war es entweder an den Füßen oder oben an den Schultern kalt. Nun liege ich so richtig geborgen. Wenn die Geborgenheit im Leben zu kurz kommt, dann wird es ungemütlich. Jesus Christus bietet uns das richtige Maß an Geborgenheit, wie eine schützende Decke.

GUTES UND BARMHERZIGKEIT WERDEN MIR FOLGEN MEIN LEBEN LANG, UND ICH WERDE BLEIBEN IM HAUSE DES HERRN IMMERDAR.

Wenn wir in diese Zuversicht des David einstimmen können, dann sind wir gut dran. Gott wird uns im Leben niemals tiefer fallen lassen als in seine barmherzigen Vaterhände. Das Haus des HERRN ist die Gemeinde Jesu, Männer und Frauen, die Jesus als ihren Herrn und Heiland im Leben angenommen haben.

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Autor: Thomas Schneider
(Quelle: Zeitjournal Jahresausgabe 2011) © AG Welt e.V.